Das Beratungshaus Alix Partners denkt auch über Zukäufe nach. Die Münchener positionieren sich im deutschen Markt als aktiver Konsolidierer.

Dontsov/Thinkstock/Getty Images

17.12.15
Banking & Berater

Alix Partners will in Deutschland zukaufen

Nach den Fusionen mehrerer Beratungshäuser bringt sich nun Alix Partners am deutschen Markt in Stellung: Auch die Münchener können sich vorstellen, andere Teams zu übernehmen.

Der Beratermarkt ist so heftig in Bewegung wie seit langem nicht mehr. Nach mehreren Zusammenschlüssen in den vergangenen Wochen bringt sich nun Alix Partners in Stellung. Das Beratungsunternehmen untermauerte heute seine Wachstumsambitionen am deutschen Markt.

In der jüngsten Rochade am deutschen Beratermarkt wollen die Münchener als aktiver Konsolidierer in der Branche auftreten: Neben Neueinstellungen seien mittelfristig auch Akquisitionen von Teams und Zukäufe anderer Beratungsunternehmen vorstellbar, sagte Andreas Rüter, Deutschland-Chef von Alix Partners. Das in Detroit gegründete Beratungshaus, das neben der Restrukturierungsberatung auch Transaktionsberatungen und finanzwirtschaftliche Analysen anbietet, beschäftigt weltweit mehr als 1.500 Mitarbeiter und ist seit 2003 am deutschen Markt mit Büros in München und Düsseldorf vertreten.

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Beratermarkt in Deutschland sortiert sich neu

Zuletzt hatte es mehrere Neuordnungen am Beratermarkt gegeben, die auch Auswirkungen auf die Aufstellung der Häuser in Deutschland hatte. Die internationale Investmentbank Houlihan Lokey hat kürzlich das Deutschlandgeschäft von Leonardo & Co. übernommen. Die Investmentbanking-Boutique N+1 wird das Frankfurter Team durch die Übernahme von C.W. Downer nahezu verdoppeln. Am Schweizer Markt hat vor wenigen Tagen die Finanzierungs- und M&A-Beratung Blue Corporate Finance den Zusammenschluss mit Quarton Partners bekanntgegeben.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass insbesondere im Bereich der M&A-Beratungshäuser weitere Zusammenschlüsse bevorstehen. Besonders kleinere Häuser, die international weniger vernetzt sind, gelten als Kaufkandidaten für global agierende Beratungshäuser.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de