In Mannheim soll bald wieder ein dritter Vorstand bei IMAP M&A Consultants anheuern. Auf internationaler Ebene muss das IMAP-Netzwerk die abtrünnige Clearwater International ersetzen.

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22.03.16
Banking & Berater

M&A-Berater bei IMAP müssen sich neu sortieren

Die M&A-Berater des IMAP-Netzwerks müssen sich neu aufstellen. Auf internationaler Ebene gilt es, den Austritt von Clearwater International zu verkraften. Und beim deutschen Netzwerksmitglied IMAP M&A Consultants in Mannheim gab es zuletzt mehrere Personalabgänge.

Bei IMAP stehen die Zeichen auf Umbruch – sowohl auf Ebene des internationalen M&A-Netzwerks als auch bei dem deutschen Netzwerkmitglied IMAP M&A Consultants in Mannheim. Auf internationaler Ebene muss IMAP, eine Partnerschaft unabhängiger Beratungsunternehmen aus mehr als 40 Ländern, das Ausscheren der inzwischen paneuropäischen M&A-Beratung Clearwater verkraften. Clearwater war bis Ende 2015 einer der Eckpfeiler von IMAP und tritt nun unter eigenem Label auf. Erst vor wenigen Tagen haben sich die M&A-Beratung @visory aus Frankfurt und das französische Beratungshaus Easton an Clearwater angeschlossen.

Dass Clearwater entschieden hat, unter eigener Flagge zu expandieren, trifft IMAP schwer. IMAP kommuniziert für 2015, das letzte Jahr, in dem Clearwater noch an Bord war, insgesamt 221 abgeschlossene M&A-Deals. Clearwater International meldet für diesen Zeitraum 65 abgeschlossene Transaktionen. Die M&A-Beratung entstand im Juni 2014 aus dem Zusammenschluss von IMAP Lynx, dem damaligen Netzwerksmitglied auf der iberischen Halbinsel, mit der Corporate-Finance-Beratung Advizer in Dänemark und der britischen Clearwater Corporate Finance.

Um die vormalig durch Clearwater International abgedeckten Länder auch künftig im IMAP-Netzwerk abzubilden, nimmt IMAP nun neue M&A-Berater auf. „Im April werden unsere neuen Partner für Spanien, Großbritannien und Dänemark vorgestellt“, sagt Peter Koch, Vorstand des deutschen Netzwerkmitglieds IMAP M&A Consultants in Mannheim. 

Personalrochade bei IMAP in Mannheim

Aber auch in Mannheim ist einiges im Umbruch. Der Vorstand ist mittlerweile wieder auf zwei Personen geschrumpft. Heiko Frank, der als dritter Vorstand seit 2013 den Ausbau des Münchener Standorts verantwortete, ist aus dem Vorstand ausgeschieden und wird nur noch als IMAP-Beirat geführt.

Auch mehrere Partner haben die Mannheimer M&A-Beratung in den vergangenen Monaten verlassen. Werner Warthorst, der 2013 von HSH Corporate Finance als Partner zu IMAP gekommen war, ist inzwischen Senior Manager bei dem Beratungshaus hww Unternehmensberater. Er sollte ursprünglich einen Standort in Hamburg für IMAP aufbauen. Daniel Jürgens, der 2014 als Partner im Münchener Büro eingestiegen war, ist als CFO zu einem Kunden aus der Industrie gewechselt. Christian Hamacher, seit Juni 2014 Partner bei IMAP, hat als Managing Director bei BetterHeads angeheuert, einem Online-Vergleichsportal für Personalberater.

Auf Director-Ebene haben Nico Konrad und Daniel Blum das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen. Konrad arbeitet inzwischen bei CF Corporate Finance. Blum, der 2014 von Robert W. Baird zu IMAP gewechselt war, ist seit Oktober als Senior Manager M&A bei EY Transaction Advisory Services tätig. Viele der M&A-Berater, die das Haus in den vergangenen Monaten verlassen haben, waren erst im Laufe der vergangenen zwei bis drei Jahre zu IMAP M&A Consultants gekommen.

M&A-Beratung IMAP will Vorstand in Mannheim wieder aufstocken

Vorstand Peter Koch sieht die personellen Wechsel der vergangenen Monate bei IMAP M&A Consultants in Mannheim und München unkritisch und verweist auf den größeren Kontext: „Wir sind derzeit rund 25 Professionals und beschäftigen drei Leute mehr als noch vor zwei Jahren“, sagt er. Etwas unterbesetzt sei derzeit lediglich der Standort in München, wie er einräumt. Dort werde gerade ein neuer Partner zur Verstärkung gesucht.

Einige der entstandenen Lücken füllt IMAP M&A Consultants auch intern auf: Im Januar hat IMAP Andreas Widholz und Joachim Koch zu Partnern ernannt. Den Vorstand möchten die Mannheimer wieder auf das alte Niveau bringen: „Wir werden den dritten Vorstandsposten in den kommenden Monaten wieder neu besetzen“, kündigt Koch an.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

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