Verstärkung für die Kapitalmarktberatung von PwC in Frankfurt: Der neue Partner Carsten Stäcker.

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18.04.17
Banking & Berater

Carsten Stäcker neuer Partner bei PwC

Die WP-Gesellschaft PwC verstärkt ihre Kapitalmarktberatung mit Carsten Stäcker. Der Investmentbanker kommt von der Mainfirst Bank und soll das IPO-Geschäft von PwC in Schwung bringen.

Der ehemalige Head of Equity der kleinen Frankfurter Investmentbank Mainfirst, Carsten Stäcker, wechselt zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Stäckers Abgang bei Mainfirst wurde bereits im März bekannt. Nun wird er als Partner bei PwC Unternehmen und Eigentümer bei der Vorbereitung und Durchführung von Börsengängen beraten, schreibt PwC. Auch andere Eigenkapitaltransaktionen sollen zu seinem Aufgabenbereich gehören.

Stäcker verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich Equity Capital Markets. Seine berufliche Karriere startete Stäcker 1993 bei der Deutschen Bank in Frankfurt und London. 2006 wechselte er zur Mainfirst Bank, wo er zuletzt Leiter des Equity-Capital-Markets-Geschäfts war.

Stäcker begleitete IPOs von Dax- und MDax-Konzernen

Laut PwC beriet Stäcker in seiner bisherigen Karriere bei einer Reihe hochkarätiger Börsengänge, darunter die IPOs der Deutsche Börse, von ProSiebenSat.1 und Evonik. Im vergangenen Jahr war Stäcker am IPO des Isolierspezialisten Va-Q-tec beteiligt. Va-Q-Tec ging vor einem halben Jahr an die Börse und nahm dabei etwa 45 Millionen Euro ein.

Der Versuch von PwC, mit Stäcker das eigene Kapitalmarktgeschäft zu stärken, passt in den derzeitigen Trend: Alle großen Wirtschaftsprüfer bauen mit großem Druck ihr Beratungsgeschäft aus. Grund hierfür sind die fehlenden Wachstumsperspektiven im Geschäft mit Abschlussprüfungen.

PwC nimmt beim Ausbau des Beratungsgeschäfts eine führende Rolle ein. Die Beratungsumsätze der größten deutschen WP-Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr 2016 um mehr als 40 Prozent auf 662 Millionen Euro. Außerdem eröffnete das Unternehmen in diesem Jahr das „Experience Center“ in Frankfurt, das alleine 5 Millionen Euro kostete. Damit will sich PwC im Geschäft mit Digitalisierungsprojekten positionieren.

Neben der Rekrutierung bekannter Berater zählen auch Übernahmen von Strategieberatungen zu den Wachstumsplänen der Big Four. PwC etwa kaufte 2013 das US-Unternehmen Booz & Company. Konkurrent EY arbeitet FINANCE-Informationen zufolge gerade an der Übernahme der Strategieberatung OC&C.

camilla.flocke[at]frankfurt-bm.com

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