23.06.14
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Middelhoff: Heli-Flüge ersparten Umzug der Arcandor-Konzernzentrale

Wende im Arcandor-Prozess? Thomas Middelhoff will vor Gericht zur Flugpendelei zwischen seinem Wohnort Bielefeld und der Arcandor-Zentrale in Essen aussagen, dass „ein Umzug der Konzernzentrale nach Bielefeld, wie ursprünglich von mir erwogen, das Unternehmen viel teurer gekommen wäre“.

Mit neuen Argumenten plant Thomas Middelhoff die Kritik zu kontern, dass er auf Firmenkosten mit Privatjet und Hubschrauber zwischen seinem Wohnort nahe Bielefeld und seiner Arbeitsstelle in Essen sowie weiteren Orten in Europa gependelt ist. In den vergangenen Wochen hatte er bereits darauf hingewiesen, dass angesichts der schwierigen Wirtschaftslage von Arcandor seine Anwesenheit in der Essener Zentrale nicht durch Verkehrstaus eingeschränkt werden dürfe. Durch Middelhoff sollen Arcandor betriebsfremde Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro entstanden sein.

Doch dies sei, so will Middelhoff betonen, dennoch die deutlich günstigste Variante gewesen. Alternativen seien geprüft, aber verworfen worden: „Wir hatten ursprünglich eine Verlagerung der gesamten Konzernzentrale nach Bielefeld erwogen. Doch die Detailrechnung ergab dann, dass das um ein Vielfaches teurer geworden wäre als die Flüge“, heißt es in einem Papier aus den Reihen des Middelhoff-Verteidigungsteams, das „Borkowski exclusiv“ exklusiv vorliegt.

Einen weiteren Vorschlag, den Bau einer privaten Autobahnumgehung des Kamener Kreuzes, habe wiederum Madeleine Schickedanz persönlich blockiert. „So blieb letztlich nur die Option Privatflieger und Hubschrauber“, will Middelhoff vor Gericht argumentieren.


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