13.03.14
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Schäuble: Hoeneß‘ Steuernachzahlung einmalige Chance

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die Hoeneß-Millionen schon fest eingeplant: „Erstmals ist es uns möglich, Steuergelder für etwas Vernünftiges auszugeben“.

Noch vor Beginn des vierten und wahrscheinlich letzten Prozesstags in der Steuersache Uli Hoeneß zeigte sich ein ungewöhnlich aufgekratzter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der Presse. „Erstmals haben wir durch die Steuernachzahlung von Uli Hoeneß die Gelegenheit, Steuergelder im Sinne der Bürger einzusetzen.“

 

In den vergangenen Haushalten habe er sich immer wieder darum bemüht, Verwendungen für die Zwangsabgaben zu finden, die irgendjemanden vom Sinn der Steuern überzeugen würden. „Aber zuerst kommen natürlich der Bau des Hauptstadtflughafens oder die Rettung der Banken. Allein in die Elbphilharmonie fließen heuer 3,4 Milliarden Euro.“ So sei nie Geld übrig geblieben. Schäuble erinnerte sich: „Es war wie verhext! In jedem Haushalt fehlten bisher exakt 27,2 Millionen Euro, die wir für die Sanierung von Straßen und Schulen sowie die Unterstützung von bedürftigen Familien ausgeben wollten.“

 

Einzig Horst Seehofer könnte Schäuble noch einen Strich durch die Haushaltsrechnung machen. Der reklamiert FINANCE-Informationen zufolge die Steuerrückzahlung für Bayern und kündigt intern bereits eine deutliche Aufstockung des Betreuungsgelds an.

Mehr Satire finden Sie ab sofort unregelmäßig unter "Borkowski exclusiv".  Mehr Hintergründiges aus der FINANCE-Redaktion finden Sie auch im Blog von Michael Hedtstück "Das ist doch Mist!".