Volker Christ (links) wird neuer Vibracoustic-CFO, Stefan Eck (rechts) geht.

Vibracoustic

18.07.17
CFO

Volker Christ wird neuer CFO von Vibracoustic

Die Freudenberg Gruppe macht Controlling-Chef Volker Christ zum Vibracoustic-CFO, Stefan Eck gibt sein Amt auf. Auf den neuen CFO könnte auch ein Börsengang zukommen.

Vibracoustic, einer der europaweit größten Spezialisten für Schwingungstechnik in Autos, bekommt einen neuen Finanzvorstand. Zum 1. September wird Volker Christ (53) das Amt übernehmen. Sein Vorgänger Stefan Eck (48) verlässt das Unternehmen Ende September.

Nach Angaben des Unternehmens geschieht dies auf eigenen Wunsch. Eck ist erst im Januar 2016 CFO von Vibracoustic, einer Tochter der Freudenberg Gruppe, geworden. Nun wolle er sich außerhalb Freudenbergs weiterentwickeln, erklärt das Familienunternehmen. Ecks CFO-Karriere startete 2008 bei dem Leichtmetallhersteller Honsel, 2011 wechselte er zu dem Autozulieferer Hilite.

Der neue CFO Christ ist nach langjähriger Tätigkeit bei Procter & Gamble schon im Jahr 2004 zu Freudenberg gekommen. Zunächst war er Director Corporate Controlling bei Freudenberg Home and Cleaning Solutions, bis er dort drei Jahre später zum CFO bestellt wurde. Den Posten gab er im August 2012 auf, als er Leiter Corporate Controlling und Accounting auf Konzernebene wurde.

Freudenberg schließt einen IPO von Vibracoustic nicht aus

Vibracoustic wurde 2012 als Joint Venture von Freudenberg und der schwedischen Firma Trelleborg gegründet. Anfang 2016 planten die Unternehmen einen IPO ihres Joint Ventures, der von dem CFO Stefan Eck begleitet werden sollte.

Vor allem Trelleborg wollte die damit verbundene Kapitalerhöhung nutzen, um sich zum Teil aus Vibracoustic zurückzuziehen und die vorhandenen Mittel auf Akquisitionen im eigenen Kerngeschäft zu konzentrieren. Am Ende kam es aber nicht zum Börsengang, stattdessen kaufte Freudenberg die Schweden aus Vibracoustic heraus. Der zu Grunde liegende Unternehmenswert wurde damals mit 1,8 Milliarden Euro angegeben. Gänzlich vom Tisch sind die Börsenpläne aber nicht. Auch Freudenberg verfolgt eine diversifizierte Strategie und hat Interesse daran, auch andere Parteien an Vibracoustic zu beteiligen. Ob die Öffnung des Gesellschafterkreises im Zuge eines IPOs geschieht, will Freudenberg bis Ende des Jahres entscheiden.

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