Dr. Axel Rebien

PharmaFGP GmbH

Name:
Dr. Axel Rebien
Unternehmen:
PharmaFGP GmbH
Ressort:
Finanzen
Position:
CFO seit Oktober 2016
Ausbildung:
Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Bremer Landesbank, anschließend Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität in Hannover (Abschluss: Diplom-Ökonom). Berufsbegleitende Promotion zum Dr. rer. pol. an der Technischen Universität Chemnitz zum Thema Unternehmensbewertung. 
Geburtstag:
17.07.1971
Familie:
Verheiratet, zwei Kinder
Ehrenamt:
Keine Angaben
Hobbies:
Sport, Jagd, Architektur/Bauwesen, Garten

Karriere

Dr. Axel Rebien beginnt seine berufliche Laufbahn 1999 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen in Frankfurt, wo er zunächst als Projektleiter und von 2001 an als Manager im Bereich Transaction Advisory Services arbeitet. Nach dem Zusammenschluss von Arthur Andersen mit Ernst & Young ist er dort bis 2005 als Manager im Bereich Transaction Advisory Services tätig.

Anschließend wechselt er als CFO zu Tom Tailor. In dieser Funktion begleitet Rebien das Modehaus elf Jahre lang. In diese Zeit fällt auch der Börsengang von Tom Tailor im März 2010. Im Oktober 2016 wechselt Rebien als CFO zu dem stark wachsenden Medikamentenhersteller PharmaFGP.  

Karriere-Highlights:

1)    Rekapitalisierung („Recap“) der Tom Tailor-Unternehmensgruppe im Dezember 2006

2)    Börsengang von Tom Tailor im März 2010, Ablösung der LBO-Finanzierung im Februar 2012

3)    Übernahme der Modekette Bonita im Juni 2012, finanziert unter anderem durch eine gemischte Bar- und Sachkapitalerhöhung, im August 2012 folgt eine umfassende Refinanzierung. Im Juni 2013 transferiert Rebien einen Teil der Fremdfinanzierung an den Kapitalmarkt, indem er ein Schuldscheindarlehn über 80 Millionen Euro auflegt.

Deals

Finanzierung
Datum:
03/2010
Art der Finanzierung:
IPO
Unternehmen:
Tom Tailor Holding AG
Dealvolumen der Finanzierung:
50 - 149 Millionen Euro
Beratungsunternehmen:
JP Morgan, Commerzbank
M&A-Akquisition
Datum:
06/2012
Dealvolumen der M&A-Akquisition:
150 - 249 Millionen Euro
Kaufendes
Unternehmen :
Tom Tailor Holding AG
Zielunternehmen:
Bonita
Land:
Deutschland
Land:
Deutschland
Umsatz des Unternehmens:
250 – 999 Millionen EUR
Umsatz des Unternehmens:
250 – 999 Millionen EUR
Verkäufer:
Versorgungs- und Förderungsstiftung Vaduz/Liechtenstein

Dr. Axel Rebien, Tom Tailor: Die Arbeit wird nie weniger

Der Beginn des Jahrzehnts verlief für Tom-Tailor-CFO Axel Rebien hektisch: Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren standen ein IPO, der Exit des PE-Investors Alpha, die Refinanzierung und ein großer M&A-Deal auf dem Programm. Das Modeunternehmen in seiner neuen Struktur zu festigen zählt seitdem zu den Hauptaufgaben des Finanzchefs.

Bei Modeunternehmen darf es auch mal etwas legerer zugehen. Tom-Tailor-CFO Axel Rebien und seine Vorstandskollegen haben daher das Privileg, dass sie bei Fototerminen und Pressemeetings die Krawatte auch mal weglassen dürfen. Schließlich will auch die Marke Tom Tailor jugendlich und locker sein. Bei aller persönlichen Lockerheit arbeiten die Vorstände aber nicht weniger akribisch als anderswo. Insbesondere CFO Axel Rebien, der seit 2005 bei Tom Tailor arbeitet, musste schon einige Großprojekte meistern.

Seit März 2010 ist Tom Tailor börsennotiert, gut ein halbes Jahr später stieg der PE-Investor Alpha aus. Zum Jahresanfang 2012, nachdem er den Banken einen vollständigen Jahresabschluss ohne IPO-Sondereffekte präsentieren konnte, löste Rebien die Leveraged-Buy-out-Finanzierung des Unternehmens ab, Tom Tailor bekam einen Konsortialkredit über insgesamt 225 Millionen Euro, der unter der Führung von BNP Paribas, Commerzbank und IKB an insgesamt zehn Häuser syndiziert wurde. Wenige Monate später folgte eine Großakquisition: Mit der Übernahme des Modelabels Bonita stieg die Bilanzsumme von 320 auf 771 Millionen Euro, doch auch die Nettoverschuldung schnellte nach oben. Die erst im Februar runderneuerte Finanzierung wurde im August 2012 nochmals angepasst, das Gesamtvolumen stieg auf 455 Millionen Euro. Einen ersten Teil der Finanzierung hat Rebien bereits im Juni 2013 umgeschichtet: Mit einem Schuldschein über 80 Millionen Euro ist Tom Tailor seitdem auch am Fremdkapitalmarkt unterwegs.

Der M&A-Deal soll mittelfristig Synergien von 10 Millionen Euro jährlich bringen und Tom Tailor den Weg in die Zielgruppe der Über-40-Jährigen ebnen. Rebiens Hauptaufgabe liegt neben der Integration der neuen Tochter darin, die Verschuldung zu senken und das Unternehmen auf Wachstumskurs zu bringen. Wie der CFO seine Aufgabe nach dem großen M&A-Deal findet? „Auf jeden Fall noch interessanter.“

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de