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Corporate Bonds
10.02.16

Die Zinswende in den USA trifft auch deutsche CFOs: Die Finanzierung in US-Dollar wird teurer, gleichzeitig drängen immer mehr amerikanische Unternehmen auf den vergleichsweise günstigen Euro-Anleihemarkt: „US-Unternehmen arrangieren sich schneller mit der neuen Situation, europäische Finanzchefs sind preissensibler“, sagt Jörg Sautter, Leiter des Debt Capital Markets Geschäfts der Citibank in der DACH-Region. Was er deutschen CFOs im Hinblick auf Euro-Emissionen rät, warum es sich lohnen kann, am US-Dollar-Bondmarkt schnell zu sein, und wie er die weiteren Schritte der US-Notenbank Fed einschätzt – Sautters Antworten hier bei FINANCE-TV.

Die Zinswende in den USA trifft auch deutsche CFOs: Die Finanzierung in US-Dollar wird teurer, gleichzeitig drängen immer mehr amerikanische Unternehmen auf den vergleichsweise günstigen Euro-Anleihemarkt: „US-Unternehmen arrangieren sich schneller mit der neuen Situation, europäische Finanzchefs sind preissensibler“, sagt Jörg Sautter, Leiter des Debt Capital Markets Geschäfts der Citibank in der DACH-Region. Was er deutschen CFOs im Hinblick auf Euro-Emissionen rät, warum es sich lohnen kann, am US-Dollar-Bondmarkt schnell zu sein, und wie er die weiteren Schritte der US-Notenbank Fed einschätzt – Sautters Antworten hier bei FINANCE-TV.

Die deutlichen Kursrückgänge an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten hält der Marktstratege Manfred Hübner nur für das Vorspiel eines großen Crashs, der in Kürze bevorsteht: „Im Investorenverhalten stellen wir zahlreiche Parallelen zu 2007 und 2008 fest“, erklärte der Chef des Behavioral-Finance-Analysehauses Sentix heute bei FINANCE-TV. Seine Diagnose: „Die Anleger erkennen zwar die Risiken, aber sie weigern sich, darauf zu reagieren. In ihrer Euphorie vertrauen sie blind auf die Notenbanken“, warnt Hübner. Was den Kapitalmärkten blüht und wo genau das größte Unheil droht – seine Bestandsaufnahme hier bei FINANCE-TV.

Investor-Relations-Experten dachten lange, dass Social Media eins der wichtigsten Zukunftsthemen ihrer Zunft werden würde. Jetzt macht sich Enttäuschung breit. „Social Media ist noch nicht der erhoffte Dialogkanal zwischen Investoren und IR-Managern geworden“, meint Patrick Kiss, IR-Chef der Deutschen Euroshop und Gründer des IR Clubs. Woran das liegt und weshalb es für CFOs und IR-Manager trotzdem sinnvoll sein kann, die sozialen Medien zu bespielen, erklärt Kiss im heutigen FINANCE-TV-Talk.

Die Talfahrt des Ölpreises lässt sich fundamental nicht rechtfertigen, behauptet der Öl-Analyst Sebastian Sachs von Metzler Capital Markets gegenüber FINANCE-TV: „Saudi-Arabien will unbedingt die Vormachtstellung am Ölmarkt behaupten. Dieses Spiel treibt die Ölpreise in den Keller.“ Weshalb er davon überzeugt ist, dass die Saudis nicht mehr lange durchhalten können, wie zäh die US-Fracking-Industrie wirklich ist und wo der Ölpreis am Jahresende stehen wird – Sebastian Sachs im Marktgespräch von FINANCE-TV.

Der CFO-Veteran Paul Taaffe (ehemals Dell und Nike) kann dem Wirbel um das Schlagwort „moderne CFOs“ nicht viel abgewinnen: „Ein CFO ist modern, wenn die Wertsteigerung der Firma Prio Eins bei ihm ist“, sagte Taaffe, inzwischen Inhaber der CFO Beratung Finance People Solutions, im Interview bei FINANCE-TV. Er warnt CFOs davor, sich von der Technologiewelle überrollen zu lassen und das Zepter aus der Hand zu geben: „Der CFO muss die Daten interpretieren, kein anderer. Deshalb widerspreche ich all denen, die empfehlen, die Finanzabteilung zu dezentralisieren.“ Wie CFOs ihm zufolge mit der Herausforderung durch Hightech und junge Nachrücker umgehen sollten, erklärt Paul Taaffe bei FINANCE-TV.

Seit dem Sommer geht es am Bondmarkt nicht mehr vorwärts, die Emissionsbedingungen für CFOs verschlechtern sich nach und nach. Das hat Folgen: „Der Jahresstart war deutlich schwächer als 2015“, berichtet Paula Weißhuber, Leiterin des deutschen Debt-Emissionsgeschäfts der Bank of America Merrill Lynch bei FINANCE-TV. Ihr Rat an CFOs: „Timing wird in den nächsten Monaten extrem wichtig sein.“ Was Finanzchefs für ihre Fundingstrategie jetzt wissen müssen und warum sie unbedingt darauf achten sollten, was die Blue-Chip-Konzerne aus den USA in den nächsten Wochen machen – Paula Weißhubers Antworten nur hier bei FINANCE-TV.

Die Börsenturbulenzen der ersten Handelswoche könnten für Börsenaspiranten zum Problem werden, glaubt der Leiter des Equity-Capital-Markets-Geschäfts der UBS in Deutschland und Österreich, Armin Heuberger: „Der Jahresstart hat die Investorenstimmung verhagelt“, sagte er bei FINANCE-TV. Auch deshalb glaubt er, dass es 2016 weniger Börsengänge in Deutschland geben wird als im Vorjahr. Doch CFOs und abgebende Altaktionäre können sich für das widrige Umfeld wappnen: Ein mehrgleisiger IPO-Prozess inklusive der Prüfung eines Private Placements als Ausweichoption wäre eine Möglichkeit. Was noch funktionieren könnte, verrät der IPO-Banker im heutigen FINANCE-TV-Talk.

Zu 18,50 Euro je Aktie ging der Versandhändler Windeln.de im Mai an die Börse, seitdem pendelte der Aktienkurs jedoch zumeist zwischen 11 und 12 Euro. „Wir müssen jetzt Zahlen liefern“, weiß CFO Nikolaus Weinberger. Um international zu wachsen, setzt das Unternehmen auch auf M&A-Deals. In diesem Jahr übernahm Windeln.de bereits die Online-Dienste Feedo und Bebitus. Auch die Aktie ist ein Akquisitionsmittel – ein steigender Kurs wäre entsprechend hilfreich bei den Verhandlungen. Der niedrige Kurs sei allerdings kein Hindernis, sagt CFO Weinberger: „Wir haben die Liquidität für Zukäufe.“ Ob er seine Wunschaufstellung in Europa bereits erreicht hat, welche Märkte grundsätzlich interessant sind und wie das auf Wachstum gepolte Unternehmen das Thema Working Capital Management angeht, verrät Nikolaus Weinberger im Talk bei FINANCE-TV.

Themen wie Data Analytics und Robotics werden die Arbeit in den Finanzabteilungen verändern, so viel ist unbestritten. Doch wie können CFOs von den neuen Tools und Technologien profitieren? „Die Tools beschleunigen die Prozesse“, sagt Mario Schmitz, Partner bei Deloitte. Seiner Einschätzung nach können Unternehmen jeder Größe und aus allen Branchen von den neuen technischen Möglichkeiten profitieren, sofern sie diese richtig einsetzen. Dazu gehöre auch, sich bewusst zu machen, welche Prozesse im Unternehmen noch manuell betrieben werden. Vieles lässt sich bereits automatisieren – von der Bearbeitung von Rechnungen bis hin zur Analyse von Projektbudgets. Wie viel Zeit CFOs für die ersten Schritte einplanen müssen, was die neuen Technologien leisten können und wo bei allem Fortschritt weiterhin die Mitarbeiter der Finanzabteilung selbst gefragt sind, verrät Schmitz im Talk bei FINANCE-TV.

Der Ratingmarkt ist inzwischen auch im Mittelstand umkämpft, viele kleinere Agenturen haben sich auf das Geschäft mit mittelständischen Unternehmen konzentriert. Manche plädieren für eine angepasste Ratingskala im Mittelstand. Matthias Hellstern, Managing Director bei der Ratingagentur Moody’s, sieht das eher skeptisch: „Ein Rating muss international vergleichbar sein“, sagt er. Das bedeute auch, dass die Ratings für Mittelständler in der Regel eher konservativ ausfielen, räumt er ein. Kriterien wie Größe, Internationalität und Diversifikation sind für große Konzerne schlicht einfacher zu erfüllen. Unternehmen mit Umsätzen um 1 Milliarde Euro – in einer weiten Definition noch als großer Mittelstand zu fassen – könnten aber durchaus im Investmentgrade geratet werden, sagt Hellstern. Welche Unterlagen das Unternehmen für einen Ratingprozess bereithalten muss und wie es den Kontakt zu den Agenturen im Zeitverlauf halten sollten, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.