01.08.2012 - Schifffahrtsexperte Bovermann: „Die Frachtraten bei Containerschiffen werden wieder fallen“
Überkapazitäten, Preiskrieg, Verdrängung: Die Containerreedereien klagen über knallharte Marktbedingungen, ihre Kunden haben sich dagegen lange Zeit an extrem niedrigen Frachtraten erfreut. Doch in den letzten Monaten haben die Frachtpreise angezogen. „Jetzt werden die Frachtraten aber wieder fallen“, prophezeit Schifffahrtsexperte Jan Bovermann von AT Kearney bei FINANCE-TV. Warum er an fallende Preise glaubt und ob es unter den großen Reedereien zu einer Auslese kommen wird – die Antworten hier im FINANCE-Talk.
Niedrige Frachtraten, immer neue Schiffe: Containerschifffahrt in der Krise
Unternehmen, die ihre Waren über die Weltmeere verschiffen, haben seit Jahren Grund zur Freude. Wegen der schwachen Entwicklung des Welthandels und hoher Überkapazitäten bei Containerschiffen lagen die Frachtraten in den vergangenen Jahren häufig auf extrem niedrigem Niveau. „Während der Wirtschaftskrise ist die Nachfrage um 22 Prozent eingebrochen, das Kapazitätsangebot aber um 8 Prozent gewachsen. Und auch jetzt wächst das Angebot immer noch stärker als die Nachfrage“, berichtet Schifffahrtsexperte Jan Bovermann von AT Kearney bei FINANCE-TV. Für die nächsten Jahre erwartet er keine Trendwende.
Was ihren Kunden dabei hilft, die Transportkosten zu senken, ist für die Reedereien ein echtes Problem: In der Branche herrscht ein ruinöser Preiskrieg, der durch immer neue Schiffsbestellungen permanent angeheizt wird. Aktuell strebt der Verdrängungskampf einem neuen Stadium zu. Die führenden Reedereien wie Maersk, CMA und Hapag-Lloyd bestellen bei den asiatischen Werften immer größere Schiffe, Giganten der Meere mit Platz für bis zu 18.000 Standard-Container. Das senkt die Betriebskosten pro Frachteinheit und macht den kleineren Anbietern, die sich die teuren Mega-Frachter nicht leisten können, das Leben noch schwerer. Deshalb erwartet Bovermann eine zunehmende Marktkonsolidierung. Zuletzt ging der Ausleseprozess eher schleppend voran. „In den vergangenen acht Jahren ist der Marktanteil der Top-20-Reedereien von 70 auf 84 Prozent gestiegen“, erklärt Bovermann. Dass nur wenige Anbieter ausscheiden, trage dazu bei, dass der Branche die Überkapazitäten bis auf weiteres erhalten blieben.
In der ersten Hälfte dieses Jahres sind die Frachtraten dennoch deutlich gestiegen: Seit Jahresbeginn stieg der Drewry Global Freight Index, der die wichtigsten Routen und Schiffsgrößen umfasst, von rund 1.800 auf mehr als 2.500 US-Dollar pro Standardcontainer an. Dieses Niveau wurde kurz vor Ausbruch der Wirtschaftskrise im Sommer 2008 erreicht und liegt nur knapp unter dem Zwischenhoch von rund 3.000 Dollar, das Ende 2010 markiert worden war. Bovermann: „Ich denke, dass wir den Peak bei den Frachtraten damit erstmal gesehen haben. Die Preise werden in den nächsten Monaten wieder zurückgehen.“ Eine gute Nachricht für die Industriekunden, ein verheerendes Signal für die taumelnde Reedereibranche.
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The world is changing for non-executive directors on company boards, and CFOs are benefitting from it. Shareholders and boards of directors are increasingly keen to have CFOs of other companies as non-executive board members. According to a recent study by Ernst & Young, in 2002, 36% of CFOs from the world’s largest companies held non-executive directorships. In 2012, this proportion has now reached 46%. “Such positions do eat up quite a bit of time,” says Gerd Stürz, partner at Ernst & Young, “but they are very rewarding for the companies, who benefit from a seasoned CFO’s expertise, and for the CFO, who gets a new perspective from outside his own company.”
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Der optimale Auftritt - Wie sich Firmenchefs und Experten auf TV-Auftritte vorbereiten können
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