14.06.2012 - Private-Equity-Experte Derendinger: „Listed Private Equity ist eine sinnvolle Depotbeimischung“
Private Equity gilt als geschlossene Anlageklasse, die großen Profi-Investoren vorbehalten ist. Doch das stimmt nicht, zahlreiche Private-Equity-Häuser sind börsennotiert, und Anleger können direkt in ihre Aktien investieren: „Diese Vehikel sind nicht für Trading geeignet, als Portfoliobeimischung aber nicht nur für kleine, sondern auch für Großinvestoren interessant“, meint Dr. Peter Derendinger, Chef des Schweizer Private-Equity-Dachfonds Alpha Associates. Worauf man bei einem Investment in Listed Private Equity achten muss und welche Performance er die nächsten drei Jahre erwartet – die Antworten hier bei FINANCE-TV.
3i, DBAG, Blackstone & Co.: In die Portfolios der Finanzinvestoren investieren
Viele große Namen des Private-Equity-Geschäfts öffnen ihre Tore nicht nur für das Geld ausgewählter Großinvestoren, sondern bieten jedem Anleger die Möglichkeit, über ihre Aktien am Erfolg ihrer Investments teilzuhaben. Doch die Performance der Vehikel ist „sehr gemischt“, wie Dr. Peter Derendinger, Chef des Schweizer Private-Equity-Dachfonds Alpha Associates, warnt. „Man muss selektiv sein und sollte nicht in den breiten LPX-Index investieren.“ Denn unterm Strich schneidet der LPX-Index seit vielen Jahren schlechter ab als der gesamte Aktienmarkt.
Die meisten gelisteten Vehikel notieren mit hohen Abschlägen zu ihrem inneren Wert (Net Asset Value). Zum Teil übersteigen die Discounts 50 Prozent. Derendinger sieht darin eine Einstiegschance, hält Abschläge grundsätzlich aber für gerechtfertigt: „Wegen der Illiquidität der zu Grunde liegenden Assets sind Abschläge absolut angebracht. Aber bei vielen Häusern ist der Abschlag zu hoch.“
Er rät auch großen Institutionellen trotz ihres direkten Zugangs zu den Private-Equity-Fonds, Listed Private Equity beizumischen. „Das ist vor allem in der Aufbauphase eines Private-Equity-Programms sinnvoll, damit man schnell einen hohen Investitionsgrad erreicht.“ Für die mittelfristige Performance zeigt er sich bei FINANCE-TV optimistisch: „Auf die nächsten drei Jahre wird der LPX den Markt outperformen, und auch die Skepsis der Investoren nimmt ab.“
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Selten hat der Bondmarkt aus Sicht deutscher Emittenten einen so starken Jahresstart hingelegt wie in diesem Jahr: Eine Transaktion jagt die nächste, und die Stimmung ist gut. „Die Orderbücher sind voll“, berichtet Christoph Zender, Leiter Corporate Debt Origination bei der LBBW. Welche Corporate-Papiere die Investoren im Moment besonders stark nachfragen, ob der Markt über das Jahr gesehen so aufnahmefähig bleiben wird und wie manche CFOs und Treasurer ihre Funding-Strategie zuletzt umgestellt haben – Zenders Antworten hier im Interview bei FINANCE-TV.
Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.
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Hemdsärmelig, unternehmerisch, keine festen Strukturen: Junge Wachstumsunternehmen gelten gemeinhin nicht als das klassische Betätigungsfeld für CFOs. Doch das ist ein Fehler, meint der erfahrene Venture-Capital-Investor Bernhard Schirmers bei FINANCE-TV: „Jedes Start-up braucht einen CFO. Wenn wir einsteigen, installieren wir immer einen – am liebsten erfahrene Industrie-CFOs von außen.“ Auf was sich CFOs, die vom Konzernleben genug haben, bei Start-ups einstellen müssen, was genau ihre Aufgaben sind und an welchem Punkt die meisten Unternehmensgründer spätestens bereuen, keinen guten CFO berufen zu haben, verrät Schirmers im Interview bei FINANCE-TV.
25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.
