16.04.2012 - ADC-CFO Olaf Meier: "Afrika ist auf dem Sprung"
Der Finanzinvestor ADC will eine panafrikanische Bankengruppe aufbauen, der Wert des Portfolios soll sich in fünf Jahren verzehnfachen. „Afrika ist auf dem Sprung“, meint ADC-CFO Olaf Meier im FINANCE-Talk. „Das Risiko in Afrika ist nicht höher als in anderen Emerging Markets.“ Wie er die ehrgeizigen Pläne umsetzen will und mit welchen Deals in den nächsten Monaten zu rechnen ist – das Interview hier bei FINANCE-TV.
Goldgräberstimmung in Afrika: Der heißeste Emerging Market dieses Jahrzehnts?
Afrika holt auf, und nicht mehr nur im Rohstoffsektor: In vielen Ländern entsteht eine Mittelschicht mit steigender Bildungs- und Konsumnachfrage, die mobile Kommunikation über Handy vernetzt die einzelnen Regionen miteinander, und China pumpt Milliarden in den Kontinent. „Das ist ein Anschub, den es in Afrika in den früheren Jahrzehnten nicht gegeben hat. Afrika ist auf die Sprung“, meint Olaf Meier, Finanzvorstand des Finanzinvestors ADC African Development, der gerade ein panafrikanische Bankengruppe aufzubauen versucht. Das Ergebnis: In vielen Ländern Afrikas wächst die Wirtschaft seit vielen Jahren mit mehr als 5 Prozent – nicht nur dort, wo die Rohstoffe sind. Immer mehr Experten und Vordenker glauben, dass Afrika der Boommarkt dieses Jahrzehnts werden könnte.
Doch es gibt auch Schattenseiten, in letzter Zeit haben sich die Rückschläge auf dem Entwicklungspfade wieder gehäuft: Bürgerkrieg in Mali, Unruhen in Nigeria und im Sudan, Hungersnöte in Kenia und Somalia. Wenn Afrika steigt, steigt es nicht gradlinig. „Das Risiko in Afrika ist aber nicht höher als in anderen Emerging Markets“, glaubt Meier.
In diesem Umfeld arbeitet der Finanzinvestor ADC am Aufbau einer panafrikanischen Bankengruppe. Im Moment bewertet die Börse das Portfolio mit rund 80 Millionen Euro, das Management will den Wert der Firma binnen fünf Jahren aber auf 1 Milliarde Dollar verzehnfachen. Das soll auch durch frisches Kapital seitens der Investoren gelingen, wie Finanzchef Olaf Meier bei FINANCE-TV andeutet. „Für unser Wachstum werden wir auch Mittel von extern zur Verfügung gestellt bekommen.“ Außerdem plant er, über den Erwerb von Mehrheitsanteilen die Beteiligungen zu konsolidieren und so Zugriff auf deren Cashflow zu bekommen.
Der Track Record von ADC ist mit drei Jahren noch nicht lang, aber beachtlich: Die aktuelle Rendite des Portfolios liegt bei einem IRR von über 40 Prozent, erklärt Meier. Bislang bestehen die Wertsteigerungen aber nur auf dem Papier. „Erste Exits können unsere Investoren eher nächstes als dieses Jahr erwarten“, sagt Meier. Was ADC sonst noch vor hat, welche Rolle dabei die Kernbeteiligung, die boomende BankABC, spielen soll und wie die Firma mit den politischen Risiken in Afrika umgeht – hier bei FINANCE-TV.
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Die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten hält er der Multi-Asset-Stratege Matthias Hoppe von der Fondsgesellschaft Franklin Templeton für besser, als allgemein kolportiert. Worauf er seine Annahme stützt, wie er die einzelnen Anlageklassen von Aktien über Anleihen bis hin zu Hedgefonds einschätzt und was er von den Emerging Markets erwartet – heute im Interview bei FINANCE-TV.
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Als Wachstumstreiber sind die Emerging Markets für viele deutsche Unternehmen wichtig, Zahlungsverkehr in diese Länder bringt aber Schwierigkeiten mit sich. Das beginnt bei umfangreicher Dokumentation und endet bei Schriftzeichen, die deutsche Tastaturen nicht abbilden können. Dennoch kann es sich lohnen, in lokaler Währung zu zahlen, beobachtet Franz-Xaver Puy Michl, Head of Payments & Cash Management Germany bei der HSBC: „Man nimmt dem Geschäftspartner vor Ort das Währungsrisiko ab. Im Gegenzug räumt dieser oft Rabatte ein.“ Bis zu 5 Prozent seien häufig drin. Oberstes Gebot sei es, die Regularien einzuhalten, auch wenn sie strikt erscheinen. „Im Zweifelsfall sollte man sich mit dem Regulierer direkt zusammensetzen, damit kein Vertrauen verspielt wird“, rät Puy Michl. Welche Fortschritte er beim Zahlungsverkehr in den Emerging Markets sieht, welche Lockerungen er für den Renminbi erwartet und welche Probleme von Firmen oft unterschätzt werden, erklärt Puy Michl im Talk bei FINANCE-TV.
"Russia's dependence on natural resources is not much different than Western economies' dependence on their ability to print money," says the CFO of one of Russia's largest telecoms operators during the CFO Summit Emerging Europe & CIS. More generally, he says, international investors and rating agencies grossly overestimate the risks in emerging markets. The CFO admits that soft factors such as political risks should not be neglected, but argues that economic fundamentals of companies and governments alike would justify much better risk assessments. And with low leverage in households and governments, he still sees a lot of growth potential in emerging markets.
Skandinavien bietet mit einer stabilen Wirtschaft, geringer Arbeitslosigkeit und soliden Staatsfinanzen einige Voraussetzungen, die Investoren in Teilen der Eurozone zurzeit vergeblich suchen. Das Interesse steigt, auch an der Währung: „Wir beobachten den Trend, dass verstärkt Geldströme in schwedische und norwegische Kronen fließen“, sagt Mike Judith, Vice President der norwegischen Fondsgesellschaft DNB Asset Management. Ob die Länder ihre Währung langfristig stabilisieren können, welche unterschiedlichen Voraussetzungen die Staaten in der Region mitbringen und warum skandinavischen Aktien für ihn ein Lichtblick sind, verrät Mike Judith im Talk bei FINANCE-TV.
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Es gibt Unternehmen, die haben eine vollintegrierte, einheitliche IT- und Steuerungsplattform als entscheidende Waffe im Kampf gegen ihre Wettbewerber für sich entdeckt. Sie investieren zig Millionen Euro, um ihre Prozesskette komplett zu digitalisieren und auf eine weltweit einheitliche Basis zu stellen: „Das senkt Prozesskosten, verbessert für das Top-Management die Steuerungsfähigkeit und eröffnet großes Wachstumspotential für die Topline“, beschreibt Reinhold Pfeiffer, der die Finance Transformation Group bei Capgemini Consulting leitet, die Vorzüge dieser Mammutprojekte im Interview bei FINANCE-TV. Wie lange sie dauern, was sie kosten und welche deutschen Unternehmen dabei besonders glänzen – die Antworten hier bei FINANCE-TV.
25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.
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