18.07.2012 - Poster-XXL-CEO Christian Schnagl: „Wir können die Zinsen bezahlen“
Wenn ein Unternehmen mit einem Umsatz von gut 20 Millionen Euro eine erste Bondtranche in Höhe von 15 Millionen Euro auflegt, wirft das beim Beobachter Fragen auf. Zum Beispiel die, ob der Online-Foto-Dienstleister Poster XXL nicht besser Eigenkapital aufnehmen sollte. „Das haben wir auch erwogen, wollten aber selbstbestimmt bleiben“, sagt Alleinvorstand Christian Schnagl zu FINANCE-TV. Auch Bankangebote sogar zu günstigeren Konditionen als am Minibondmarkt hätten dem Unternehmen vorgelegen, sagt der Münchner. „Aber die Schnelleren schlucken die Langsameren, nicht die Größeren die Kleineren“, erklärt Schnagl.
Aus eigener Kraft peilt Poster XXL abermals ein rein organisches Umsatzwachstum von gut 50 Prozent bei einem überproportionalen Gewinnanstieg. Allerdings verfügt der Konzern auch schon über die Kapazitäten für einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Wie das Internetunternehmen seine Expansion angehen will, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.
Poster XXL will durch Markkonsolidierung die Zukunft sichern
Die Übernahme anderer Unternehmen dient zum einen der Konsolidierung des Marktes und folge der Strategie etwa des Wettbewerbers Cewe Color. Anders als dieser setze Poster XXL aber deutlich stärker auf Endkunden.
Mit der Übernahme von Wettbewerbern will Poster XXL in neue europäische Märkte hineinwachsen und das eigene Produktportfolio sinnvoll ergänzen. Schon das EBIT von 2011 reiche aus, um den jährlichen Kupon der Anleihe zu bedienen, versichert Schnagl. In den kommenden Jahren soll Poster XXL immer mehr verdienen. Die vorzeitige Rückkaufoption der Anleihe zeige, dass der Konzern an seine eigene Finanzkraft glaube. Kurz- und mittelfristig indes werden sich die Bilanzrelationen deutlich verschlechtern.
Schnagl glaubt fest an den Emissionserfolg der Anleihe, die das Unternehmen in Eigenregie begibt. „Das ist deutlich mehr Arbeit, als man annimmt“, versichert Schnagl, und funktioniere nur, wenn man sein eigenes Controlling im Griff habe.
Ähnliche Sendungen
25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.
Der Wunsch nach sicheren, aber dennoch rentierlich verzinsten Anlagen hat den deutschen Immobilienmarkt im vergangenen Jahr vorangebracht. "Das Interesse institutioneller Investoren ist ungebrochen", erklärt Immobilienexperte Christian Schulz-Wulkow von Ernst & Young Real Estate im FINANCE-Talk. Bei welchen Immobilien in welchen Lagen er jetzt gute Anlagechancen sieht und wie lange die Milliardendeals noch auf sich warten lassen werden – hier bei FINANCE-TV.
Das seit März geltende neue Insolvenzrecht ist eine Chance für die Managementteams angeschlagener Unternehmen, sich unter Gläubigerschutz von der drückenden Schuldenlast zu befreien, glaubt Prof. Christian Pleister, Partner der Kanzlei Noerr: „Manager haben mehr Möglichkeiten als früher, proaktiv eine Insolvenz in Eigenverwaltung anzugehen.“ Den Gesellschaftern macht es das neue Recht schwerer, Mehrheitsbeschlüsse zur Unternehmenssanierung zu blockieren. „Debt-Equity-Swaps werden leichter, Gläubiger lassen sich leichter überstimmen und Gesellschafter eher hinausdrängen“, bilanziert Pleister bei FINANCE-TV – die ausführliche Analyse sehen Sie hier.
Vor der Küste schlummern riesige Ölfelder, die Wirtschaft boomt, Olympia und Fußball-WM stehen vor der Tür. Für Brasilien brechen goldene Zeiten an, glaubt Christian Heger, Chief Investment Officer von HSBC Global Asset Management Deutschland. Aber Heger sieht auch Gefahren für das Wirtschaftswunder an der Copa Cabana. Welche, erklärt er im FINANCE-Talk.
Eine Woche nach dem starken Debüt von Schaeffler am Anleihemarkt sieht Anleihenexperte Christian Reusch von der UniCredit für deutsche Unternehmen alle Ampeln auf Grün geschaltet: „Unternehmensanleihen werden von den Investoren gesucht, die Kupons sind nach unten gekommen, und das Momentum wird durch die Bank stark bleiben.“ Wo der Hunger der Investoren am größten ist und wie Unternehmen ihre Bondemission timen sollten – Reuschs Einschätzung hier bei FINANCE-TV.
Eine Hardliner-Politik wird Mario Draghi auf seinem künftigen Posten als Präsident der EZB nicht verfolgen, glaubt der Chefvolkswirt der Postbank, Dr. Marco Bargel. Trotzdem könne der Italiener sich nur profilieren, wenn er die EZB „aus dem fiskalpolitischen Griff" befreie und zu ihrem eigentlichen Mandat zurückführe. Welche Punkte deshalb auf Draghis Agenda oberste Prioriät haben sollten und welche Zinspolitik er von ihm erwartet, erklärt Bargel hier bei FINANCE-TV.
FINANCE-TV Suche
Suchfilter
-
Themen
- CFO Insight TV (24)
- Capital Markets (58)
- Corporate Bonds (25)
- Der Treasurer (41)
- Equity Story (38)
- EuroTreasurer (15)
- M&A und Private Equity (25)
- New Markets (16)
- Out of the Box (34)
- Structured Finance (29)
- Treasury (30)
- Tut nichts zur Sache (81)
- Mehr zeigen
-
Firmen
- ADC African Development Corporation (1)
- AMD Therapy (1)
- AT Kearney (1)
- AlixPartners (1)
- Allianz Global Investors (1)
- Alpha Associates (1)
- Alvarez & Marsal (2)
- Axa Private Equity (1)
- BB Biotech AG (1)
- BHF-Bank (1)
- BIM (1)
- BNP Paribas (3)
- BNY Mellon (1)
- Baker & McKenzie (1)
- Bank Sarasin (1)
- Bank of America Merrill Lynch (1)
- Bankhaus Metzler (3)
- Barclays (3)
- BayWa (1)
- Bayer AG (1)
- BayernLB (1)
- Bellin GmbH (1)
- Bilfinger SE (1)
- Biotest (1)
- Borussia Dortmund (1)
- Boston Consulting Group (1)
- Bremer Landesbank (1)
- CMS Hasche Sigle (2)
- CZ (1)
- Cap Gemini (1)
- Centrosolar (1)
- Close Brothers GmbH (2)
- Coller Capital (1)
- Commerzbank (2)
- Continental (1)
- Creditreform Rating (1)
- CropEnergies (1)
- CureVac (1)
- DNB Asset Management (1)
- DPR (1)
- DSM (1)
- DWS Investments (5)
- DZ Bank (1)
- Deka (1)
- Deloitte (2)
- Desertec (1)
- Deutsche Bank (1)
- Deutsche Börse (1)
- Deutsche Rohstoff AG (1)
- Dürr (1)
- Ecolutions (1)
- Ekosem-Agrar GmbH (1)
- Equinet (2)
- EquityGate (2)
- Ernst & Young (7)
- Eterna (1)
- EuropeArabBank (1)
- Exceet (1)
- ExpertExecutive (1)
- Eyemaxx (1)
- Fitch Ratings (2)
- Frankfurt School (2)
- Franz Haniel & Cie. (1)
- Fresenius (1)
- GFKL (2)
- Georgsmarienhütte Holding (1)
- Gerry Weber (1)
- Gesco (2)
- GlobalMind (1)
- Graham Fisher & Co (1)
- Greenpeace (1)
- Group Capital (1)
- HP (1)
- HSBC (12)
- Hackett Group (1)
- Hamborner REIT AG (1)
- Hannover Finanz (1)
- Hansa Group (1)
- Hansgrohe (1)
- Heidelberger Druck (1)
- Henkel (1)
- Hering Schuppener Consulting (1)
- Houlihan Lokey (1)
- IAFEI (1)
- ICAEW (1)
- IHS (1)
- Immofinanz (1)
- Institut der deutschen Wirtschaft (1)
- Invesco (1)
- Isra Vision (1)
- Jenoptik (2)
- Julius Bär (2)
- KPMG (1)
- KTG Energie (1)
- KWG Kommunale Wohnen AG (1)
- Kepler Capital Markets (1)
- Kontron (1)
- LBBW (1)
- LFG Kronos (1)
- LPKF (1)
- Lanxess (2)
- Latham & Watkins (2)
- Lego (1)
- MBB Clean Energy (1)
- Mediobanca (1)
- Messer Group (1)
- Mobile TeleSystems (1)
- NIBC Bank (1)
- Neumann Kaffee Gruppe (1)
- Oliver Wyman (1)
- Pall Mall (1)
- Partners Group (1)
- Porr (1)
- Postbank (2)
- Poster XXL (1)
- Princeton University (2)
- PwC (1)
- QSC (1)
- REL (1)
- Roland Berger (1)
- S&P (2)
- SAF Holland (1)
- SAS Institute (1)
- SEB (1)
- SHS (1)
- SKW Stahl-Metallurgie Holding AG (1)
- Schalke (1)
- Scope (1)
- Seidensticker (1)
- Sentix (1)
- Sky Deutschland (1)
- Software AG (1)
- Solar Millennium (1)
- Solutio (1)
- State Street (1)
- TU Kaiserslautern (1)
- TUI (1)
- Techem GmbH (1)
- Tom Tailor (1)
- Traxpay (1)
- Trifinance (1)
- Turning Point Investments (1)
- UBS (1)
- UniCredit (12)
- VCH (1)
- VP Bank (2)
- Wieselhuber & Partner (2)
- Wild Flavors (1)
- Wirtschaftsweisen (1)
- Youmex (2)
- hkp (1)
- Mehr zeigen
FINANCE-TV Wochenvorschau
27.05.
Gast: Sven Jürgensen (Co-Head FX & Metals Sales / Commodity Sales, HSBC )
Thema: Devisen: Wie der Renminbi immer weiter liberalisiert wird
29.05.
Gast: Bryan Marsal (Co-CEO, Alvarez & Marsal)
Thema: Lehman, Griechenland, Zypern: Wie man mit taumelnden Banken umgehen sollte
31.05.
Tut nichts zur Sache: Der etwas andere Wochenrückblick
TV-Coaching
Der optimale Auftritt - Wie sich Firmenchefs und Experten auf TV-Auftritte vorbereiten können
Meistgesehene Sendungen
Selten hat der Bondmarkt aus Sicht deutscher Emittenten einen so starken Jahresstart hingelegt wie in diesem Jahr: Eine Transaktion jagt die nächste, und die Stimmung ist gut. „Die Orderbücher sind voll“, berichtet Christoph Zender, Leiter Corporate Debt Origination bei der LBBW. Welche Corporate-Papiere die Investoren im Moment besonders stark nachfragen, ob der Markt über das Jahr gesehen so aufnahmefähig bleiben wird und wie manche CFOs und Treasurer ihre Funding-Strategie zuletzt umgestellt haben – Zenders Antworten hier im Interview bei FINANCE-TV.
Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.
Es gibt Unternehmen, die haben eine vollintegrierte, einheitliche IT- und Steuerungsplattform als entscheidende Waffe im Kampf gegen ihre Wettbewerber für sich entdeckt. Sie investieren zig Millionen Euro, um ihre Prozesskette komplett zu digitalisieren und auf eine weltweit einheitliche Basis zu stellen: „Das senkt Prozesskosten, verbessert für das Top-Management die Steuerungsfähigkeit und eröffnet großes Wachstumspotential für die Topline“, beschreibt Reinhold Pfeiffer, der die Finance Transformation Group bei Capgemini Consulting leitet, die Vorzüge dieser Mammutprojekte im Interview bei FINANCE-TV. Wie lange sie dauern, was sie kosten und welche deutschen Unternehmen dabei besonders glänzen – die Antworten hier bei FINANCE-TV.
Hemdsärmelig, unternehmerisch, keine festen Strukturen: Junge Wachstumsunternehmen gelten gemeinhin nicht als das klassische Betätigungsfeld für CFOs. Doch das ist ein Fehler, meint der erfahrene Venture-Capital-Investor Bernhard Schirmers bei FINANCE-TV: „Jedes Start-up braucht einen CFO. Wenn wir einsteigen, installieren wir immer einen – am liebsten erfahrene Industrie-CFOs von außen.“ Auf was sich CFOs, die vom Konzernleben genug haben, bei Start-ups einstellen müssen, was genau ihre Aufgaben sind und an welchem Punkt die meisten Unternehmensgründer spätestens bereuen, keinen guten CFO berufen zu haben, verrät Schirmers im Interview bei FINANCE-TV.
25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.
