24.07.2012 - Publizist Daniel Wilhelmi: „China erlebt die letzten Jahre als Billiglohnland“
Noch ist China für viele westliche Konzerne eine verlängerte Werkbank. Doch längst steigen unter dem wachsenden Druck des Arbeiterheers die Lohnkosten. Die Zentralregierung entspricht den Forderungen der Arbeiter nach besserem Arbeitsschutz und nach Sozialversicherung. Derweil zieht die Billiglohnkarawane weiter nach West- und nach Südostasien, wo die Löhne zum Teil nur ein Drittel der chinesischen Löhne betragen, wie etwa in Vietnam.
China hat sein Ende als Billiglohnland vor Augen, glaubt der Publizist und Emerging Markets-Experte Daniel Wilhelmi. Derweil steht China vor ganz anderen Problemen. Im Jahr 2040 werden über 25 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein. Welche Probleme der demographische Wandel in China verursachen wird, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.
China wird vom Export- zum Konsumland
Bei steigenden Löhnen und Gehältern wird das Reich der Mitte vom Exporteur von Billigprodukten in wenigen Jahren zu einem Anbieter höher wertigerer Güter werden. „China klettert die Wertschöpfungsleiter hinauf“, sagt Wilhelmi. Dazu trägt die traditionell hohe Wertschätzung von Bildung bei.
China werde in den kommenden Jahren vom reinen Exportland zum Importeur hochwertiger Waren und Dienstleistungen, sagt Wilhelmi. Die entstehende Mittelschicht wolle konsumieren und orientiere sich an Markengütern. CFOs sollten diese Veränderungen nutzen. Vom Nachfragemarkt (Produktion) werden China und mit einigem Abstand auch andere Länder wie Indien und Indonesien zum Nachfragemarkt ihrer Produkte (Absatz).
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Atomausstieg, Gasgeschäft, verschlafene Investitionen – die einst so stabilen Stromversorger sind unter Druck geraten. Welchen der großen Energieunternehmen der Sektoranalyst Daniel Seidenspinner vom Bankhaus Metzler eine Stabilisierung zutraut und welche Finanzierungs- und M&A-Transaktionen er bei den Versorgern erwartet – hier bei FINANCE-TV.
Während Biotech-Unternehmen in den USA sich selbstbewusst geben, kämpfen die deutschen Firmen um Finanzierung, Venture Capital scheint gescheitert. „In Deutschland müssten sich erst wieder Erfolge zeigen“, sagt Koller. Was für eine Zukunft er der deutschen Biotech-Szene prophezeit und welche Performance er vom globalen Biotech-Sektor in diesem Jahr erwartet, sehen Sie bei FINANCE-TV.
Chinas Wirtschaft bremst, aber sie stoppt nicht, meint Constantin Graf Droste zu Vischering, Leiter des German Desk der HSBC in China: „Das, was wir im Moment sehen, sind Anpassungserscheinungen des Übergangs hin zu einem eher von Binnennachfrage getriebenen Wirtschaftsmodell.“ Für deutsche Unternehmen stehen die Ampeln in China immer noch auf grün. „Aber es gibt Kapitalverkehrskontrollen, und die werden auch bestehen bleiben“, meint Droste. Was das für Unternehmen bedeutet, die nach China expandieren oder ihre Tochterfirmen dort lokal finanzieren wollen – die Antworten hier im FINANCE-Talk.
Die chinesische Konjunktur kühlt sich merklich ab – just in einer Zeit, in der der Chemiekonzern Lanxess mehrere hundert Millionen Euro in China investiert. Aber: „Das beunruhigt mich nicht“, sagt CFO Dr. Bernhard Düttmann im Interview bei FINANCE-TV. Wie die China-Strategie des Dax-Anwärters aussieht, was das hohe Zinsumfeld in China für die Finanzierung bedeutet und wie sein Team die China-Risiken absichert – Düttmanns Antworten hier im FINANCE-Talk.
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Dunkle Wolken ziehen über der deutschen Autoindustrie auf, der europäische Automarkt bricht ein, einige Hersteller wie Opel fahren ihre Produktion zurück. Linderung könnte trotz der jüngsten Abschwächung aus China kommen, glaubt Automobilexperte Andreas Feege: „In China herrscht wenig Preisdruck, die deutschen Marken sind sehr stark. Deutsche Autohersteller sind dort gut aufgestellt“, erklärt der KPMG-Partner bei FINANCE-TV. Doch die guten Aussichten gelten nicht für alle, manche Hersteller sieht Feege in akuter Notlage. Welche das sind – die Antwort hier bei FINANCE-TV.
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Thema: Ölboom in den USA: Die Deutsche Rohstoff AG zapft auch den Bondmarkt an
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Der optimale Auftritt - Wie sich Firmenchefs und Experten auf TV-Auftritte vorbereiten können
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Selten hat der Bondmarkt aus Sicht deutscher Emittenten einen so starken Jahresstart hingelegt wie in diesem Jahr: Eine Transaktion jagt die nächste, und die Stimmung ist gut. „Die Orderbücher sind voll“, berichtet Christoph Zender, Leiter Corporate Debt Origination bei der LBBW. Welche Corporate-Papiere die Investoren im Moment besonders stark nachfragen, ob der Markt über das Jahr gesehen so aufnahmefähig bleiben wird und wie manche CFOs und Treasurer ihre Funding-Strategie zuletzt umgestellt haben – Zenders Antworten hier im Interview bei FINANCE-TV.
Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.
Hemdsärmelig, unternehmerisch, keine festen Strukturen: Junge Wachstumsunternehmen gelten gemeinhin nicht als das klassische Betätigungsfeld für CFOs. Doch das ist ein Fehler, meint der erfahrene Venture-Capital-Investor Bernhard Schirmers bei FINANCE-TV: „Jedes Start-up braucht einen CFO. Wenn wir einsteigen, installieren wir immer einen – am liebsten erfahrene Industrie-CFOs von außen.“ Auf was sich CFOs, die vom Konzernleben genug haben, bei Start-ups einstellen müssen, was genau ihre Aufgaben sind und an welchem Punkt die meisten Unternehmensgründer spätestens bereuen, keinen guten CFO berufen zu haben, verrät Schirmers im Interview bei FINANCE-TV.
Emotionen, Druck, Stress: Nahezu jede M&A-Verhandlung ist eine Ausnahmesituation. Viele Dealmaker gehen sie dann auch noch falsch an. „Bei M&A-Deals geht es immer um Zahlen, um sehr viele Zahlen. Aber das reicht nicht“, kritisiert der erfahrene „Ghost Negotiator“ Foad Forghani. Im Interview bei FINANCE-TV verrät der Verhandlungsprofi seine Tricks und sagt unter anderem, wie Unternehmer und Investoren ihre M&A-Berater disziplinieren können.
Es gibt Unternehmen, die haben eine vollintegrierte, einheitliche IT- und Steuerungsplattform als entscheidende Waffe im Kampf gegen ihre Wettbewerber für sich entdeckt. Sie investieren zig Millionen Euro, um ihre Prozesskette komplett zu digitalisieren und auf eine weltweit einheitliche Basis zu stellen: „Das senkt Prozesskosten, verbessert für das Top-Management die Steuerungsfähigkeit und eröffnet großes Wachstumspotential für die Topline“, beschreibt Reinhold Pfeiffer, der die Finance Transformation Group bei Capgemini Consulting leitet, die Vorzüge dieser Mammutprojekte im Interview bei FINANCE-TV. Wie lange sie dauern, was sie kosten und welche deutschen Unternehmen dabei besonders glänzen – die Antworten hier bei FINANCE-TV.
