26.07.2012 - Trade Finance-Experte Wohlgeschaffen: „Supply Chain Finance wird für Unternehmen wichtiger“
Seit der Finanzkrise nutzen Firmen verstärkt Supply-Chain-Finance-Programme, um ihr Working Capital zu optimieren. „Viele Unternehmen haben schmerzhaft erfahren, welche Folgen Unterbrechungen der Lieferketten haben“, sagt Markus Wohlgeschaffen, Head of Global Trade Finance & Services der UniCredit, im Interview mit FINANCE-TV. Wie die einzelnen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens bei diesen Programmen zusammenarbeiten sollten und welche Auswirkungen er durch die Basel-III-Regularien auf Supply Chain Finance erwartet, verrät Wohlgeschaffen im Talk bei FINANCE-TV.
Finanzierung entlang der Lieferkette rückt in den Fokus
Seite Jahren versuchen Anbieter, Supply-Chain-Finance-Programme an den Kunden zu bringen – so richtig erfolgreich sind sie damit aber erst, seit Themen wie Working Capital Management im Zuge der Finanzkrise in den Fokus der Unternehmen gerückt sind. „Viele große Unternehmen haben Spezialisten für Working Capital Management, die direkt an den CFO berichten“, beobachtet Markus Wohlgeschaffen, Head of Global Trade Finance & Services der UniCredit. In kleineren Unternehmen gibt oft der Geschäftsführer selbst den Anstoß für ein Supply-Chain-Finance-Programm – und überwacht dann auch selbst dessen Implementierung.
In großen Firmen müssen Einkauf und Finanzabteilung zusammenarbeiten, um überhaupt zu erkennen, an welcher Stelle der Lieferkette ein Supply-Chain-Finance-Programm sinnvoll sein könnte. Wohlgeschaffen glaubt zu erkennen, dass sich die Abstimmung innerhalb der Unternehmen zu diesem Thema verbessert, auch wenn das noch nicht in jedem Fall funktioniert. „Es gab schon Auftaktveranstaltungen zu Supply-Chain-Finance-Programmen, bei denen zwei Kollegen desselben Unternehmens sich zum ersten Mal trafen und ihre Visitenkarten austauschten“, erinnert sich Wohlgeschaffen.
Neben Banken interessieren sich auch Versicherungen und Hedgefonds für die Programme, mit denen Firmen ihr Working Capital optimieren wollen. Tendenziell vermutet Wohlgeschaffen, dass die Anzahl an Partnern, mit denen ein Unternehmen bei diesen Projekten zusammenarbeitet, zunehmen wird. Dabei ist nicht nur die Risikotragfähigkeit der finanzierenden Partner entscheidend: „Wir sehen es oft, dass Unternehmen große Programme bewusst auf mehrere Partner verteilen, um Abhängigkeiten zu vermeiden“, sagt Wohlgeschaffen. Er vermutet, dass die Basel-III-Regulierung einen weiteren Impuls für Supply-Chain-Finance-Programme geben wird: Die Tendenz hin zu kurzfristigen und transaktionsspezifischen Finanzierungen wird die Nachfrage weiter steigern, erwartet der Experte. Das vollständige Interview sehen Sie bei FINANCE-TV.
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Eine Woche nach dem starken Debüt von Schaeffler am Anleihemarkt sieht Anleihenexperte Christian Reusch von der UniCredit für deutsche Unternehmen alle Ampeln auf Grün geschaltet: „Unternehmensanleihen werden von den Investoren gesucht, die Kupons sind nach unten gekommen, und das Momentum wird durch die Bank stark bleiben.“ Wo der Hunger der Investoren am größten ist und wie Unternehmen ihre Bondemission timen sollten – Reuschs Einschätzung hier bei FINANCE-TV.
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27.05.
Gast: Sven Jürgensen (Co-Head FX & Metals Sales / Commodity Sales, HSBC )
Thema: Devisen: Wie der Renminbi immer weiter liberalisiert wird
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Thema: Lehman, Griechenland, Zypern: Wie man mit taumelnden Banken umgehen sollte
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Tut nichts zur Sache: Der etwas andere Wochenrückblick
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Der optimale Auftritt - Wie sich Firmenchefs und Experten auf TV-Auftritte vorbereiten können
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Selten hat der Bondmarkt aus Sicht deutscher Emittenten einen so starken Jahresstart hingelegt wie in diesem Jahr: Eine Transaktion jagt die nächste, und die Stimmung ist gut. „Die Orderbücher sind voll“, berichtet Christoph Zender, Leiter Corporate Debt Origination bei der LBBW. Welche Corporate-Papiere die Investoren im Moment besonders stark nachfragen, ob der Markt über das Jahr gesehen so aufnahmefähig bleiben wird und wie manche CFOs und Treasurer ihre Funding-Strategie zuletzt umgestellt haben – Zenders Antworten hier im Interview bei FINANCE-TV.
Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.
Es gibt Unternehmen, die haben eine vollintegrierte, einheitliche IT- und Steuerungsplattform als entscheidende Waffe im Kampf gegen ihre Wettbewerber für sich entdeckt. Sie investieren zig Millionen Euro, um ihre Prozesskette komplett zu digitalisieren und auf eine weltweit einheitliche Basis zu stellen: „Das senkt Prozesskosten, verbessert für das Top-Management die Steuerungsfähigkeit und eröffnet großes Wachstumspotential für die Topline“, beschreibt Reinhold Pfeiffer, der die Finance Transformation Group bei Capgemini Consulting leitet, die Vorzüge dieser Mammutprojekte im Interview bei FINANCE-TV. Wie lange sie dauern, was sie kosten und welche deutschen Unternehmen dabei besonders glänzen – die Antworten hier bei FINANCE-TV.
Hemdsärmelig, unternehmerisch, keine festen Strukturen: Junge Wachstumsunternehmen gelten gemeinhin nicht als das klassische Betätigungsfeld für CFOs. Doch das ist ein Fehler, meint der erfahrene Venture-Capital-Investor Bernhard Schirmers bei FINANCE-TV: „Jedes Start-up braucht einen CFO. Wenn wir einsteigen, installieren wir immer einen – am liebsten erfahrene Industrie-CFOs von außen.“ Auf was sich CFOs, die vom Konzernleben genug haben, bei Start-ups einstellen müssen, was genau ihre Aufgaben sind und an welchem Punkt die meisten Unternehmensgründer spätestens bereuen, keinen guten CFO berufen zu haben, verrät Schirmers im Interview bei FINANCE-TV.
25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.
