28.03.2012 - Isra-Vision-CEO Enis Ersü: „Über Zukäufe neue Märkte erobern“
In den vergangenen 14 Jahren ist die Isra Vision, das als Spin-off aus der Technischen Universität hervorgegangen ist, jeweils um rund 30 Prozent pro Jahr gewachsen. Wenn es nach CEO Enis Ersü geht, kann das für den Hersteller von Oberflächeninspektionssystemen so weitergehen. Organisch plant er in diesem Jahr ein Wachstum von 10 Prozent auf dann 82 Millionen Euro, aber es soll auch weiter zugekauft werden. Auch wenn Ersü bei der Geschwindigkeit relativiert, hat er das erste Halbjahr im Blick. „Wir sind weit, aber noch nicht so weit, dass ich etwas ankündigen kann“, sagt Ersü. Mit dem Zukauf will Ersü auch neue Branchen erschließen. Im Blick hat Ersü die Pharmazie, das Gesundheitswesen und Nahrungsmittel. Isra soll weniger zyklusabhängig werden. In der Bilanz steht eine Eigenkapitalquote von 57 Prozent – ein guter Teil davon ist Goodwill. Wie IsraVision die Akquisitionen finanzieren will, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.
Ein Uni-Spin-Off wird erwachsen
Wachsen, effizienter werden und die Marktanteile kontinuierlich steigern. Das sind die wichtigsten Ziele von Enis Ersü, CEO und mit 25 Prozent Aktienbesitz Ankeraktionär der IsraVision, einem Darmstädter Hersteller von Systemen zur Oberflächeninspektion. In diesem Bereich will IsraVision mittelfristig rund 100 Millionen Euro Umsatz erreichen.
Im Geschäft mit Oberflächeninspektionssystemen sieht sich das im Prime Standard der Frankfurter Börse notierte Unternehmen bereits als Weltmarktführer. Jetzt will sich das Darmstädter Unternehmen über Zukäufe neue Geschäftsbereiche erschließen, um dort, wo Isra vertreten ist, die notwendige vertriebliche Effizienz zu erreichen. Dabei stehen zunächst weiter Europa, Asien und Nord- sowie Südamerika im Fokus. Dazu ist das Engagement in benachbarten Märkten vorgesehen (siehe oben). Viele sagen Isra Interesse an der BST (Elexis) sowie an Basler und Augusta nach.
Ein häufiger Kritikpunkt am Unternehmen war der relativ schwache Free Cash Flow. Nachdem IsraVision während der Krise stark investiert hatte, floss in den vergangenen Jahren trotz eines guten operativen Cashflows Geld aus dem Unternehmen ab. „Wir haben sehr viel investiert, das hat Cash gekostet. Das war aber nötig und geplant, um als Sieger aus der Krise hervorzukommen“, sagt der gebürtige Istanbuler Enis Ersü.
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Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.
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