Equity Story
30.05.12 11:55

30.05.2012 - SHW-Finanzchef Albrecht: „Der Kostendruck ist hoch, aber wir werden unsere Margen halten“

Der Autozulieferer SHW profitiert davon, dass seine Motorpumpen den Autoherstellern helfen, den CO2-Ausstoß zu senken. Ein Jahr nach dem Börsengang wächst das Unternehmen stark, die EBIT-Marge liegt bei über 7 Prozent. „Der Kostendruck ist hoch, aber wir werden unsere Margen halten“, verspricht CFO Oliver Albrecht im Interview bei FINANCE-TV. Wie SHW weiter wachsen will, was der CFO vom chinesischen Automarkt erwartet und wie er sein Team auf den drohenden Euro-Crash vorbereitet – hier im FINANCE-Talk.

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Autozulieferer SHW: Hohe Margen mit Motorpumpen

Autokonzerne wie Audi, VW, Daimler und GM kämpfen hart darum, den Kohlendioxidausstoß ihrer Flotten zu reduzieren – Profiteur dieser Entwicklung ist der Autozulieferer SHW, dessen größte Kunden diese Konzerne sind. SHW produziert Motorpumpen, aktueller Renner sind Pumpen mit Start-Stopp-Automatik. Außerdem ist das Unternehmen im Bereich Bremsen aktiv. Der Megatrend Motoreffizienz hat den Schwaben  im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 24 Prozent auf 360 Millionen Euro beschert, der operative Gewinn (EBIT) kletterte um 15 Prozent auf 26,2 Millionen Euro. Für dieses Jahr verspricht das Management um CEO Wolfgang Krause und CFO Oliver Albrecht den Aktionären weitere Umsatz- und Gewinnzuwächse im einstelligen Prozentbereich.

Schon jetzt steht das Unternehmen – besonders im Branchenvergleich – gut da. Die EBIT-Marge erreicht Werte von über 7 Prozent, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed) lag 2011 sogar bei fast 30 Prozent. „Der Kostendruck unserer Kunden ist da. Aber wir sind schlank aufgestellt, und deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch langfristig weiter wachsen und unser hohes Margenniveau halten können“, versichert Finanzchef Oliver Albrecht bei FINANCE-TV.

Doch noch ist das Geschäft der Schwaben, bei denen der Finanzinvestor Nordwind Capital mit 58 Prozent immer noch die Mehrheit hält, sehr europa- und nordamerikalastig. Die Expansion in die Wachstumsmärkte hat das Management inzwischen als wichtig erkannt: 2012 soll eine Produktion in China eröffnet werden, in den nächsten beiden Jahren auch in Brasilien und Indien. Doch im ersten Quartal ist der chinesische Automarkt nicht mehr gewachsen. Albrecht glaubt dennoch, dass am Jahresende wieder ein Plus von 10 Prozent in den Büchern stehen wird.

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