31.07.2012 - Skandinavien rückt in den Fokus von Investoren
Skandinavien bietet mit einer stabilen Wirtschaft, geringer Arbeitslosigkeit und soliden Staatsfinanzen einige Voraussetzungen, die Investoren in Teilen der Eurozone zurzeit vergeblich suchen. Das Interesse steigt, auch an der Währung: „Wir beobachten den Trend, dass verstärkt Geldströme in schwedische und norwegische Kronen fließen“, sagt Mike Judith, Vice President der norwegischen Fondsgesellschaft DNB Asset Management. Ob die Länder ihre Währung langfristig stabilisieren können, welche unterschiedlichen Voraussetzungen die Staaten in der Region mitbringen und warum skandinavischen Aktien für ihn ein Lichtblick sind, verrät Mike Judith im Talk bei FINANCE-TV.
Skandinavien: Starke Währungen und volatile Märkte
Die Krise in der Eurozone verunsichert viele Anleger. Nicht wenige suchen Zuflucht in Regionen außerhalb der Eurozone – nicht zuletzt daher rücken Schweden und Norwegen verstärkt in den Fokus. Die Nachfrage nach schwedischen und norwegischen Kronen steigt enorm, beobachtet Mike Judith, Vice President, norwegische Fondsgesellschaft DNB Asset Management. Doch ein uneingeschränkt sicherer Hafen ist Skandinavien trotz der wirtschaftlichen Stabilität nicht, warnt er: „Die Märkte sind volatiler als vergleichbare europäische Indizes.“ In den vergangenen Jahren hätten sich Skandinaviens Aktienmärkte jedoch immer besser entwickelt als der Eurostoxx.
Skandinaviens Unternehmen sieht er solide aufgestellt – auch aus historischen Gründen. „Skandinavien hat in den neunziger Jahren bereits eine Krise durchlebt, die Bilanzen sind schon aufgeräumt“, sagt Judith. Allerdings ist Europa ein wichtiger Handelspartner, völlig ignorieren kann Skandinavien die Krise damit nicht. Dennoch ist Judith zuversichtlich: „Skandinavien hat ein sehr hohes Exposure gegenüber den Emerging Markets aufgebaut“, beobachtet er. Dies könne ein Gegengewicht zu den Eurorisiken bilden.
Welche Chancen und Risiken die einzelnen Länder in der Region bieten und ob Skandinavien durch den Zufluss ausländischen Kapitals dasselbe Schicksal droht wie der Schweiz, erklärt Judith im Gespräch bei FINANCE-TV.
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