FINANCE-TV - Suche & Filter
Finanzierung
27.07.17

Blockchain-Schuldschein: „Effizienzsteigerungen von 50 Prozent“

Die Blockchain-Technologie wird die Platzierung von Schuldscheinen gravierend vereinfachen. Davon ist die Landesbank Baden-Württemberg nach ihrem Testlauf mit Daimler überzeugt. „Wir konnten Effizienzsteigerungen von 50 Prozent verzeichnen“, berichtet Joachim Erdle, Leiter Corporate Finance bei der LBBW, bei FINANCE-TV. Ob es mit Hilfe dieser Verbesserungen für Firmenkunden billiger wird, was die LBBW nach der Daimler-Transaktion als nächstes vor hat und wann der Blockchain-Schuldschein in Serie gehen soll, das sehen Sie nur hier bei FINANCE-TV.

Daimler und LBBW platzieren ersten Schuldschein per Blockchain

Theorien, Absichtserklärungen und Tests rund um die Blockchain gibt es viele, konkrete Transaktionen dagegen noch kaum. Der LBBW ist nun ein kleiner Coup gelungen: Für den Stuttgarter Autobauer Daimler konnte die Landesbank erstmals einen Schuldschein mithilfe der innovativen Technologie platzieren. „Wir haben Anfang 2016 begonnen, uns mit dem Thema zu befassen“, berichtet Joachim Erdle, Leiter Corporate Finance bei der LBBW im Interview mit FINANCE-TV. „Vom Bau des Prototypen bis zur Live-Transaktion dauerte es dann sechs Monate.“

 

Der Schuldschein gilt schon länger als idealtypischer Anwendungsfall für die neue Technologie. Denn bei dem urdeutschen Finanzinstrument fallen viele manuelle Prozessschritte an, die mithilfe der Blockchain automatisiert werden können. Die Daimler-Transaktion über 100 Millionen Euro sollte nun nachweisen, dass sich die Technologie dafür wirklich eignet. „Deshalb haben wir die Laufzeiten über ein Jahr beziehungsweise einen Monat gewählt“, erklärt Erdle. „So konnten wir Emission, Zinszahlung und Rückzahlung abbilden.“

 

Der Test war erfolgreich, hatte aber einen Haken: Die Regulierungsbehörden akzeptieren die Blockchain noch nicht als alleinigen Emissionskanal. Die LBBW musste deshalb parallel dazu auch den konventionellen Platzierungsprozess durchlaufen. Warum Erdle optimistisch ist, dass die Behörden die Einschränkungen bald aufheben und welche anderen Hausaufgaben auf den Firmenkundenbanker zukommen, bevor weitere Blockchain-Schuldscheine folgen können, das erfahren Sie hier.

Ähnliche Sendungen

Verändert die Internet-Technologie Blockchain tatsächlich die Art und Weise, wie Unternehmen Transaktionen buchen und sie dokumentieren? Der Blockchain-Experte Dirk Siegel von Deloitte glaubt ja. „Die Blockchain ist eine Revolution, vor allem für das Accounting!“ Warum genau und welche Einsparungen und Effizienzgewinne Unternehmen und Banken daraus erwarten können, das verrät Siegel im Gespräch mit FINANCE-TV.

Die Blockchain hat das Potential, die Finanzwelt zu revolutionieren. Bis 2025 wird auf Basis der Technologie eine Infrastruktur entstehen, über die Geschäfte mit sämtlichen handelbaren Assets – Wertpapiere, Derivate, Devisen, Grundstücke und Co. – abgewickelt werden können, prognostiziert Markus Krall, Managing Director bei der Unternehmensberatung Goetzpartners: „Es werden völlig neue Gebührenmodelle im Banking entstehen.“ In welchen Bereichen er die größten Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain sieht, ob die neue Technologie die Banken obsolet machen wird und warum die Behauptung, die Blockchain sei absolut sicher, nur in Teilen stimmt – die Antworten bekommen Sie hier bei FINANCE-TV.

Alle Jahre wieder sehen Banker im Frühjahr die IPO-Welle kommen. Doch auch 2012 bleibt die Lage für Börsengänge in Deutschland schwierig: „Eine IPO-Welle wäre willkommen, aber sie ist wohl nicht zu erwarten“, sagt Dr. Joachim von der Goltz, Managing Director der UBS und Leiter des Kapitalmarktgeschäfts in Deutschland und Österreich. Was Unternehmen bei ihren IPO-Vorbereitungen beachten sollten und welches die häufigsten Fehler sind, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Der Corporate Governance-Kodex sollte sich wieder seiner wichtigsten Funktion zuwenden, die darin besteht, Best Practice für gute Unternehmensführung zu sein, sagt Dr. Joachim von Falkenhausen, Gesellschaftsrechtsexperte bei der Kanzlei Latham & Watkins. Von diesem Leitbild habe sich die Regierungskommission spürbar entfernt. Immer häufiger versuche sie, dem Gesetzgeber vorzugreifen. Dabei schafft sie oft mehr Verwirrung als Hilfe zu schaffen, ist der Anwalt überzeugt. „Das kann nicht die Zukunft sein.“ Was von Falkenhausen an der Neubestimmung der Aufsichtsratsunabhängigkeit und den Vorgaben zur Diversität kritisiert, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.

Nach einer Reihe von Zukäufen steht der Medizintechnikkonzern Sartorius jetzt vor der Trennung von seinem zyklischsten Geschäftsteil. Was das für Wachstum und Ertrag bedeutet, diskutieren wir mit CEO Joachim Kreuzburg – hier im FINANCE-Talk.