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06.09.17

Brexit-Verhandlungen: „London bleibt nichts, als zu pokern“

Volle Kraft voraus in Richtung großer Knall oder doch noch ein Happy End? Der Verhandlungsprofi Foad Forghani ist bezüglich der Brexit-Verhandlungen skeptisch: „Die Unterhändler der EU versuchen, den Brexit so hart wie möglich zu machen. Den Briten bleibt nichts anderes mehr übrig, als zu pokern“, fasst Forghani im Interview mit FINANCE-TV die aktuelle Lage zusammen. Wo London in den Verhandlungen am verwundbarsten ist, welche Trumpfkarten beide Seiten noch im Ärmel haben und ob es am Ende ein Win-win-, ein Win-lose- oder gar ein Lose-lose-Resultat geben wird – der „Shadow Negotiator“ Foad Forghani analysiert für FINANCE-TV die Brexit-Verhandlungen.

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„Top-Manager verhandeln schlechter als Unternehmer und als Spitzenpolitiker“, meint der erfahrene Verhandlungsprofi Foad Forghani. Bei FINANCE-TV deckt er die gröbsten Fehler der Manager auf und gibt Tipps, wie sich Manager besser auf Verhandlungen vorbereiten können.

Emotionen, Druck, Stress: Nahezu jede M&A-Verhandlung ist eine Ausnahmesituation. Viele Dealmaker gehen sie dann auch noch falsch an. „Bei M&A-Deals geht es immer um Zahlen, um sehr viele Zahlen. Aber das reicht nicht“, kritisiert der erfahrene „Ghost Negotiator“ Foad Forghani. Im Interview bei FINANCE-TV verrät der Verhandlungsprofi seine Tricks und sagt unter anderem, wie Unternehmer und Investoren ihre M&A-Berater disziplinieren können.

Die harten Verhandlungen rund um den gefürchteten Grexit sind beendet und der Verhandlungsstratege Jörg Risse meint, die Griechen hätten einen großen Triumph verschenkt: „Bis kurz vor Schluss haben die Griechen sehr klug verhandelt. Aber dann haben sie überzogen.“ Was genau sie falsch gemacht haben, warum sich die Gläubiger über weite Strecken amateurhaft präsentierten und was Verhandlungsführer von Griechen-Premier Alexis Tsipras lernen können – dies alles verrät der Partner von Baker & McKenzie im heutigen FINANCE-TV-Talk.

Der Brexit rückt näher und Unternehmen sollten sich bei aktuellen M&A- und Joint-Venture-Verhandlungen unbedingt für ein mögliches Ausscheiden Großbritanniens aus der EU wappnen, meint der Anwalt Nils Krause, Partner der Kanzlei DLA Piper: „Solche Verträge sollten deutsche Unternehmen besser nicht mehr auf Basis des britischen Rechts abschließen und zur Absicherung zudem den Brexit als MAC-Klausel einbauen“, empfiehlt Krause im Interview mit FINANCE-TV. Wo genau die rechtlichen Fallstricke eines Brexits für Unternehmen liegen und was Manager jetzt tun sollten – die Brexit-Tipps in der heutigen Ausgabe von FINANCE-TV.

Das Kräfteverhältnis bei M&A-Verhandlungen hat sich im vergangenen Jahr klar zugunsten der Verkäufer verschoben, meint M&A-Berater Dr. Thomas Meyding, Partner der Kanzlei CMS Hasche Sigle: „Wir haben einen Verkäufermarkt, viele Vertragsbestandteile sind sehr verkäuferfreundlich.“ Ihre starke Verhandlungsposition würden die Verkäufer auch die nächsten zwölf Monate behalten, erwartet Meyding. Wie genau sie ihre Stärken in aktuellen Deals ausspielen und wie Käufer am M&A-Markt sich darauf einstellen können, hier bei FINANCE-TV.

Im Firmenkundengeschäft wächst der Druck auf die Banken: Die Erträge sind seit Mitte 2012 rückläufig, die Profitabilität ging im zweiten Halbjahr 2013 gegenüber dem ersten Halbjahr sogar um rund ein Drittel zurück. Das verändert auch das Verhältnis zwischen CFOs und ihren Banken: „Die CFOs sind selbstbewusst“, sagt Walter Sinn, Deutschlandchef der Strategieberatung Bain & Company. Wie sich die laufenden Stresstests auf die Lage der Banken auswirken und ob das Firmenkundengeschäft bei einzelnen Häusern zur Disposition steht, darüber spricht Sinn im Talk bei FINANCE-TV.