FINANCE-TV | Märkte

Euronext-Repräsentant Schatzschneider: „Wollen deutsche Tech-IPOs zu uns holen“

Passporting nach dem Brexit: „Es wird eine pragmatische Lösung geben“

Der 29. März 2019 ist für viele Banken mit Sitz in London ein kritisches Datum: Kommt es zu einem harten Brexit, könnten die Passporting-Rechte, mit denen Banken europaweit Geschäft machen dürfen, an diesem Tag erlöschen. Viele Auslandsbanken denken daher über einen Umzug auf den Kontinent nach, um dort eine Banklizenz zu erhalten: „Man rechnet mit bis zu 15 Banken, die eine deutsche Banklizenz beantragen werden“, sagt Kai-Michael Hingst, Partner der Kanzlei Noerr. Noch ist offen, ob es Bestandsgarantien oder Übergangsfristen für bestehende Passports geben könnte. Hingst ist aber sicher: „Es wird eine pragmatische Lösung geben.“ Wie sich die Bafin auf den Ansturm an Lizenzanträgen vorbereitet und was verhindern soll, dass die Banken für die Banklizenz nur Briefkastenfirmen gründen, sehen Sie im Talk bei FINANCE-TV.

Mifid 2: „Große Auslese unter Research-Häusern wird kommen“

Die Anfang 2018 in Kraft tretende Finanzmarktregulierung Mifid 2 wird den Markt für Aktien-Research um bis zu 50 Prozent zusammenbrechen lassen, fürchtet Götz Gollan, Vorstand des Brokerhauses Equinet: „Die Asset-Manager werden die Research-Budgets hart verhandeln. Das wird zu einer großen Auslese unter den Research-Häusern führen.“ Was für Research-Anbieter überleben werden, warum Mifid 2 auch den CFOs Kopfzerbrechen bereiten wird und wie er die Chancen für sein eigenes Haus einschätzt, verrät Götz Gollan hier bei FINANCE-TV.

IFRS 15: Unternehmen riskieren Ärger mit Investoren und Bilanzpolizei

IFRS 15, der neue Standard zur Umsatzbilanzierung, wird die Kennzahlen vieler Unternehmen gehörig durcheinanderbringen – und das schon ab 2018. Trotzdem scheinen die Unternehmen die aufwendige Umstellung ruhig anzugehen: „Eine Vielzahl von Unternehmen ist noch mitten im Umsetzungsprojekt und nicht ready to start“, beobachtet Jens Freiberg, Leiter der Accounting Advisory Group von BDO. Warum das gefährlich ist, erfahren Sie bei FINANCE-TV.

Family-Office-Chef Michael Riemenschneider: „Wollen mehr Unternehmerfamilien im Investorenkreis“

Das Family Office der Unternehmerfamilie Reimann will sich für externe Investoren öffnen und in diesem Zug 50 bis 70 Millionen Euro zusätzliches Kapital einsammeln, verrät Michael Riemenschneider, Geschäftsführer von Reimann Investors, im Interview mit FINANCE-TV: „Unsere Wunschinvestoren sind andere Unternehmerfamilien“, erklärt er.

Wie das bisher investierte Geld will Reimann Investors auch das frische Kapital in Direktinvestments stecken, vor allem in E-Commerce-Anbieter und Fintechs. Damit unterscheidet Reimann sich von den meisten Family Offices. Wie die Investitionsstrategie genau aussieht und wie die Öffnung für Neu-Investoren hinter den Kulissen vorbereitet wurde, verrät Riemenschneider bei FINANCE-TV.

Deutsche-Börse-Manager Leupold: „Wir erwarten deutlich mehr IPOs bei Scale“

Von der enttäuschenden Entwicklung, dass trotz der guten Börsenlaune erst ein Unternehmen das neue Börsensegment Scale für einen Börsengang genutzt hat, lässt sich der für Scale zuständige Manager der Deutschen Börse, Eric Leupold, nicht entmutigen: „Scale ist ein mittelfristiges Projekt. Für die nächsten Jahre rechnen wir mit deutlich mehr IPOs bei Scale“ erklärte Leupold gegenüber FINANCE-TV. Was die Börse tun will, um die dafür nötigen Investoren anzulocken, und welche Schritte sie plant, um eine neue Skandalwelle wie bei den Mittelstandsanleihen zu verhindern, berichtet Leupold im heutigen FINANCE-TV-Talk.

Frankreich-Wahl: „Die Hürde für Macron hängt nicht besonders hoch“

Die Wahl von Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten birgt weniger Enttäuschungspotential, als manche Marktskeptiker behaupten, glaubt der Anlagestratege Johannes Müller von der Deutschen Asset Management: „Seit Jahren sind die Märkte gegenüber Frankreich schon skeptisch eingestellt, obwohl das Wachstum in Frankreich anzieht. Die Hürde liegt für Macron also nicht besonders hoch“, sagte Müller im Interview mit FINANCE-TV. Ab wann Macron mit seinen Reformen loslegen wird, welche Wegmarken dabei wichtig werden und was Müller zu Macrons Vorliebe für Eurobonds meint – das alles in der Wahlnachlese von FINANCE-TV.

Start-up-Experte René Klein: „Crowdfinanzierung in Deutschland ist tot“

Nach fünf Jahren Stagnation hält der Experte René Klein den deutschen Markt für Start-up-Finanzierungen über die Crowd für gescheitert: „Die Crowdfinanzierung in Deutschland ist tot“, sagte Klein, CEO des Gründerportals www.fuer-gruender.de, im Interview bei FINANCE-TV. Woran das liegt, wie es weitergeht und warum im Crowd-Bereich kurioserweise trotzdem noch eine Blase zu platzen droht – der Gründertalk mit René Klein bei FINANCE-TV.

Aktienmarktstratege Meier: „Börse bleibt stabil“

Zinserhöhungen, Frankreich-Wahl, harter Brexit: Die dunklen Wolken am Aktienmarkt mehren sich und drohen den so genannten „Trump Trade“ zu stoppen. Das lässt sich daran ablesen, dass die Futures für April eine hohe Volatilität erahnen lassen. Den Aktienmarktstrategen Thomas Meier ficht das in seinem Optimismus nicht an: „Die Ampeln für den Aktienmarkt bleiben auf grün, denn seit zwei Jahrzehnten gab es nicht mehr einen global derart synchronen Wirtschaftsaufschwung wie jetzt“, sagte der Fondsmanager von Mainfirst gegenüber FINANCE-TV. Ab wann die härtere Gangart des US-Notenbank Fed für die Aktienmärkte aber gefährlich werden könnte, verrät er bei FINANCE-TV.

Kapitalverkehrskontrollen: „China will verdeckte M&A-Deals unterbinden“

Im Kampf gegen die Kapitalflucht und die Abwertung des Renminbi greifen die chinesischen Behörden zu drastischen Mitteln: In einigen Regionen werden schon Auslandsüberweisungen ab 1 Millionen US-Dollar streng geprüft. „Deutsche Exporteure müssen sich auf Zahlungsverzögerungen von drei bis fünf Wochen einstellen“, sagt Andreas Tesch, Chief Market Officer bei dem Kreditversicherer Atradius, im Interview mit FINANCE-TV. Wie deutsche CFOs diesen Kontrollen begegnen sollten und wie sich die Einschränkungen auf Konditionen von Exportabsicherungen auswirken – Andreas Teschs Antworten nur hier bei FINANCE-TV.

IR-Forscher Henning Zülch: „Die Strategieberichterstattung der CFOs ist defizitär“

Der Kapitalmarktforscher Henning Zülch, dessen Team jedes Jahr Hunderte Geschäftsberichte und IR-Präsentationen systematisch auswertet, geht mit der Offenlegungspolitik vieler CFOs hart ins Gericht: Wenn die Finanzchefs für die Kapitalmarktkommunikation verantwortlich sind, seien die Darstellungen zur Unternehmensstrategie oft „defizitär“, kritisiert Zülch bei FINANCE-TV: „Manche Unternehmen lassen strategische Ziele in ihrer Investorenkommunikation komplett vermissen. Und diese Unternehmen berichten dann auch schlecht über ihr Wertmanagement.“ Die negativen Folgen lassen sich laut Zülch empirisch nachweisen: Informationsasymmetrie in der Investorenschaft, steigende Risikoprämien, unterdurchschnittliche Aktienkursentwicklung. Was genau im Argen liegt und was die Investoren an Offenlegung erwarten – Henning Zülchs Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen sehen Sie heute hier bei FINANCE-TV.

Bargeldkrise in Indien: „Schub für den elektronischen Zahlungsverkehr“

Mit ihrer Bargeldreform hat die indische Regierung das Land ins Chaos gestürzt, und die Krise ebbt nur langsam ab. Auch ausländische Konzerne sind betroffen, vor allem solche mit Endkundengeschäft in Indien, berichtet Wilbert Evers, Cash-Management-Experte der HSBC, bei FINANCE-TV: „Aber jetzt beruhigt sich die Lage. Und die Krise stellt sich als ein enormer Push für den elektronischen Zahlungsverkehr heraus.“ Wie sich dadurch jetzt die gesamte Cash-Management-Landschaft in Indien ändert, und wie widerstandsfähig die neue Struktur für politische Hauruckaktionen ist – die wichtigsten Antworten für Treasurer und CFOs, heute hier bei FINANCE-TV.

Chefvolkswirt Bielmeier: „An die Euro-Dollar-Parität glaube ich nicht“

Zölle hoch, Freihandelsabkommen weg, Sanktionen für Produktionsverlagerungen aus den USA – vielen deutschen Exporteuren graut es vor dem zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump. Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt der DZ Bank hält dagegen: „Es wird keinen Handelskrieg geben“, sagt er. Weshalb Donald Trump zumindest kurzfristig eine positive Überraschung sein könnte und welche Prognosen Bielmeier für Zinsen und Wechselkurse anstellt – das alles hier bei FINANCE-TV.