New Markets
08.05.13 11:55

Die Tigerstaaten Ostasiens ächzen unter rekordhohen Zuflüssen spekulativen Kapitals. Noch hält der Abwehrdamm, den die Zentralbanken aufgebaut haben Doch die Weltbank warnt vor einer Destabilisierung der ganzen Region, falls der Druck nicht nachlässt. Markus Ackermann, Asienexperte von HSBC Global Asset Management, ordnet diese Gefahr und die Schlagkraft möglicher Gegenmaßnahmen wie Kapitalverkehrskontrollen im FINANCE-TV-Interview ein und analysiert, wie gut Thailand mit seinen 2010 eingeführten moderaten Kapitalverkehrskontrollen gefahren ist.

Die Tigerstaaten Ostasiens ächzen unter rekordhohen Zuflüssen spekulativen Kapitals. Noch hält der Abwehrdamm, den die Zentralbanken aufgebaut haben Doch die Weltbank warnt vor einer Destabilisierung der ganzen Region, falls der Druck nicht nachlässt. Markus Ackermann, Asienexperte von HSBC Global Asset Management, ordnet diese Gefahr und die Schlagkraft möglicher Gegenmaßnahmen wie Kapitalverkehrskontrollen im FINANCE-TV-Interview ein und analysiert, wie gut Thailand mit seinen 2010 eingeführten moderaten Kapitalverkehrskontrollen gefahren ist.

China wird teuer, Indien unberechenbar, Brasilien langsamer – die Musik in den Emerging Markets spielt in der zweiten Reihe, glaubt Bernhard Esser. „Länder wie Indonesien, Malaysia und die Türkei werden im nächsten Jahrzehnt stärker wachsen als die BRIC-Länder. Selbst ein Kreditwachstum von 20 Prozent im Jahr können diese Märkte aushalten“, prophezeit der Emerging-Markets-Experte der HSBC. Wie stabil diese Boommärkte sind, welche Chancen sich dort für deutsche Unternehmen auftun und ob sich Länder wie China und Indien als Brückenkopf für die Expansion in andere Schwellenländer eignen – Essers Antworten hier bei FINANCE-TV.

Many European companies are underinvested in Southeast Asia’s emerging markets, observes Ervin Schellenberg, managing partner at EquityGate, an independent financial advisory boutique for medium and large-sized companies. “Especially in Germany,” he says, “this is due to the strong export position that made foreign direct investment to some extent unnecessary.” This is now changing. EquityGate is receiving an increasing number of enquiries from European clients considering investing in Southeast Asia in particular. “And rightly so,” says Nigel Jones, managing director at Alpha Advisory in Singapore. He partners with EquityGate when it comes to helping European companies prepare for market entry in the region. “Even though growth rates have been somewhat dented in the financial crisis, they are still far higher than in western Europe,” he says.

Indonesien zählt zu den so genannten MIST-Staaten, die die BRIC-Staaten dem Namensgeber Goldman Sachs zufolge als die kommenden großen Wachstumsmärkte ablösen sollen. Nick Gandolfo, Senior Vice President von HSBC Indonesia glaubt auch an eine glänzende Zukunft des größten muslimischen Landes der Erde. „Ausländische Investitionen sind der größte Treiber des Wachstums“, sagt Gandolfo. 2011 erreichte Indonesien bereits ein Rekordniveau an ausländischen Direktinvestitionen (19 Milliarden Dollar), das 2012 nochmals übertroffen werden konnte. Die Wirtschaftswachstumsraten liegen bei über 6 Prozent.

 

Indonesien ist seit 2012 Investment Grade. Die Wachstumsgeschichte bleibt intakt. Schon jetzt verschieben sich manche Investitionen in Asien von China nach Asien. An eine langfristige Verdrängung glaubt Gandolfo nicht: „Unternehmen brauchen Strategien für China und für Indonesien.“ Worauf es bei Geschäften in Indonesien ankommt und was Investoren beachten müssen, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

 

On today’s FINANCE-TV talkshow, watch an exciting interview by our sister-publication, CFO Insight.

 

With the conflict in Syria still unresolved and the political situation in many of the Arab Spring countries still shaky, North Africa and the Middle East are not necessarily high on CFOs' investment agendas. But the region has a lot of potential, says Achim Klueber, managing director at EuropeArabBank. In terms of its global GDP share relative to its population, the region has been punching below its weight for too long and will eventually have a lot of catching up to do. CFOs of construction and retail businesses are not the only ones who should be looking out for opportunities. Sharia-compliant finance could even be a blueprint for remodelling corporate finance in general, Mr Klueber says.

Skandinavien bietet mit einer stabilen Wirtschaft, geringer Arbeitslosigkeit und soliden Staatsfinanzen einige Voraussetzungen, die Investoren in Teilen der Eurozone zurzeit vergeblich suchen. Das Interesse steigt, auch an der Währung: „Wir beobachten den Trend, dass verstärkt Geldströme in schwedische und norwegische Kronen fließen“, sagt Mike Judith, Vice President der norwegischen Fondsgesellschaft DNB Asset Management. Ob die Länder ihre Währung langfristig stabilisieren können, welche unterschiedlichen Voraussetzungen die Staaten in der Region mitbringen und warum skandinavischen Aktien für ihn ein Lichtblick sind, verrät Mike Judith im Talk bei FINANCE-TV.

Noch ist China für viele westliche Konzerne eine verlängerte Werkbank. Doch längst steigen unter dem wachsenden Druck des Arbeiterheers die Lohnkosten. Die Zentralregierung entspricht den Forderungen der Arbeiter nach besserem Arbeitsschutz und nach Sozialversicherung. Derweil zieht die Billiglohnkarawane weiter nach West- und nach Südostasien, wo die Löhne zum Teil nur ein Drittel der chinesischen Löhne betragen, wie etwa in Vietnam.

 

China hat sein Ende als Billiglohnland vor Augen, glaubt der Publizist und Emerging Markets-Experte Daniel Wilhelmi. Derweil steht China vor ganz anderen Problemen. Im Jahr 2040 werden über 25 Prozent der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein. Welche Probleme der demographische Wandel in China verursachen wird, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.

 

Sportlich kam das Aus schon in der Vorrunde, aber wirtschaftlich ist Polen der große Gewinner der Fußball-Europameisterschaft. Das Land hat im Vorfeld rund 25 Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur investiert und damit einen Boom entfacht, der das Land selbst über die weltweite Mega-Rezession 2008/2009 hinweg trug – zwischen 2007 und 2011 wuchs die Wirtschaft um insgesamt 15 Prozent. „Polen hat die 25 Milliarden Euro klug investiert, das Auslaufen des EM-Effekts wird keine dramatischen Folgen für Polens Wirtschaft haben“, meint der Volkswirt und Osteuropa-Experte Thomas Amend von der HSBC. Nun ziehen zwar gleich eine ganze Reihe dunkler Wolken über Polen auf, aber für Investoren und Unternehmen bietet das Land nach wie vor große Möglichkeiten, findet Amend. Welche genau und wo die Risiken liegen – die Antworten hier im FINANCE-Talk.

Die chinesische Konjunktur kühlt sich merklich ab – just in einer Zeit, in der der Chemiekonzern Lanxess mehrere hundert Millionen Euro in China investiert. Aber: „Das beunruhigt mich nicht“, sagt CFO Dr. Bernhard Düttmann im Interview bei FINANCE-TV. Wie die China-Strategie des Dax-Anwärters aussieht, was das hohe Zinsumfeld in China für die Finanzierung bedeutet und wie sein Team die China-Risiken absichert – Düttmanns Antworten hier im FINANCE-Talk.

Während Biotech-Unternehmen in den USA sich selbstbewusst geben, kämpfen die deutschen Firmen um Finanzierung, Venture Capital scheint gescheitert. „In Deutschland müssten sich erst wieder Erfolge zeigen“, sagt Koller. Was für eine Zukunft er der deutschen Biotech-Szene prophezeit und welche Performance er vom globalen Biotech-Sektor in diesem Jahr erwartet, sehen Sie bei FINANCE-TV.

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FINANCE-TV Wochenvorschau

27.05.

Gast: Sven Jürgensen (Co-Head FX & Metals Sales / Commodity Sales, HSBC )

Thema: Devisen: Wie der Renminbi immer weiter liberalisiert wird

 

29.05.

Gast: Bryan Marsal (Co-CEO, Alvarez & Marsal)

Thema: Lehman, Griechenland, Zypern: Wie man mit taumelnden Banken umgehen sollte

 

31.05.

Tut nichts zur Sache: Der etwas andere Wochenrückblick

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Selten hat der Bondmarkt aus Sicht deutscher Emittenten einen so starken Jahresstart hingelegt wie in diesem Jahr: Eine Transaktion jagt die nächste, und die Stimmung ist gut. „Die Orderbücher sind voll“, berichtet Christoph Zender, Leiter Corporate Debt Origination bei der LBBW. Welche Corporate-Papiere die Investoren im Moment besonders stark nachfragen, ob der Markt über das Jahr gesehen so aufnahmefähig bleiben wird und wie manche CFOs und Treasurer ihre Funding-Strategie zuletzt umgestellt haben – Zenders Antworten hier im Interview bei FINANCE-TV.

Viele CFOs klagen über den stockenden Nachschub an Top-Talenten für die Finanzabteilung. Oft wird die Schuld beim HR-Team gesucht. Aber für die Teamqualität ist auch der CFO zuständig, meint Michael Schnetzer, Deutschland-Chef der Hackett Group: „CFOs müssen eine klare Bedarfsanalyse liefern, damit Human Resources die richtigen Leute rekrutieren kann.“ Wie man aus den Talenten anschließend wirkliche Top-Performer macht, welche Rolle Direct Reports dabei spielen und was manche Mittelständler den Großkonzernen in Sachen Talentmanagement voraus haben, verrät Schnetzer bei FINANCE-TV.

Es gibt Unternehmen, die haben eine vollintegrierte, einheitliche IT- und Steuerungsplattform als entscheidende Waffe im Kampf gegen ihre Wettbewerber für sich entdeckt. Sie investieren zig Millionen Euro, um ihre Prozesskette komplett zu digitalisieren und auf eine weltweit einheitliche Basis zu stellen: „Das senkt Prozesskosten, verbessert für das Top-Management die Steuerungsfähigkeit und eröffnet großes Wachstumspotential für die Topline“, beschreibt Reinhold Pfeiffer, der die Finance Transformation Group bei Capgemini Consulting leitet, die Vorzüge dieser Mammutprojekte im Interview bei FINANCE-TV. Wie lange sie dauern, was sie kosten und welche deutschen Unternehmen dabei besonders glänzen – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

Hemdsärmelig, unternehmerisch, keine festen Strukturen: Junge Wachstumsunternehmen gelten gemeinhin nicht als das klassische Betätigungsfeld für CFOs. Doch das ist ein Fehler, meint der erfahrene Venture-Capital-Investor Bernhard Schirmers bei FINANCE-TV: „Jedes Start-up braucht einen CFO. Wenn wir einsteigen, installieren wir immer einen – am liebsten erfahrene Industrie-CFOs von außen.“ Auf was sich CFOs, die vom Konzernleben genug haben, bei Start-ups einstellen müssen, was genau ihre Aufgaben sind und an welchem Punkt die meisten Unternehmensgründer spätestens bereuen, keinen guten CFO berufen zu haben, verrät Schirmers im Interview bei FINANCE-TV.

25 Übernahmen in nicht einmal 18 Monaten – das ist der Zwischenstand von Bilfingers M&A-Agenda, durch die sich der frühere Baukonzern zum Dienstleistungskonzern transformiert. Bilfinger-CFO Joachim Müller hat für die bisherigen Übernahmen, darunter Tebodin, Johnson Screens und Envicon – aber auch eine Reihe kleinerer Unternehmen bislang rund 700 Millionen Euro Enterprise Value bezahlt und rund 1 Milliarde Euro an Leistung eingekauft. 850 Millionen Euro hat Bilfinger-CFO Müller derzeit noch für Zukäufe in der Kasse. 1,7 Milliarden Euro muss der Konzern bis 2016 noch zukaufen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. „Wir gehen davon aus, dass wir genug Mittel haben“, sagt Müller im Interview mit FINANCE-TV und verweist auf die steigende Profitabilität auch durch die Zukäufe. Eine nochmalige Anleiheplatzierung – etwa einer Wandelanleihe – in 2013 oder 2014 hält er deshalb für unwahrscheinlich.