FINANCE-TV | Strategie

Unternehmensplanung im Umbruch: Was leisten Predictive Analytics & Co.?

SGL-CFO Michael Majerus: „Wir wollen auch durch Zukäufe wachsen“

SGL Carbon schrumpft sich mit dem Verkauf des früheren Kerngeschäfts um Graphitelektroden und Kathoden gesund: „Wir werden Ende des Jahres nettoschuldenfrei sein“, sagte Finanzchef Michael Majerus gegenüber FINANCE-TV und kündigte an: „Wir wollen auch wieder durch Zukäufe wachsen.“ In welchen Bereichen M&A-Deals geplant sind, welche Rolle BMW in diesen Überlegungen spielt und wie allein organisch ein Umsatzplus von 37,5 Prozent in drei Jahren erreicht werden soll – Majerus‘ Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

RWE-CFO Markus Krebber: „Wollen unseren Kraftwerkspark ausbauen – auch durch Zukäufe“

Lang hat der Energieriese RWE seine Wunden geleckt, jetzt schaltet der Dax-Konzern wieder moderat in den Angriffsmodus, wie Finanzchef Markus Krebber gegenüber FINANCE-TV ankündigte: „RWE ist wieder handlungsfähig. Wir wollen unseren Kraftwerkspark ausbauen – auch durch Zukäufe.“ Wie viel Geld Krebber dafür mobilisieren könnte, ob die deutschen Kraftwerke der E.on-Tochter Uniper zu RWE passen würden und wie wichtig die hohen Dividenden der abgespaltenen Tochter Innogy für die RWE-Finanzen noch sind – dies und mehr im heutigen FINANCE-TV-Interview mit RWE-CFO Markus Krebber.

First-Sensor-CFO Gollwitzer: „Margenziel ist unser Anker für den Kapitalmarkt“

Das Hightech-Unternehmen First Sensor wächst um mehr als 6 Prozent pro Jahr, hinkt aber seinem Margenziel noch weit hinterher: Statt der mittelfristig angepeilten 10 Prozent liegt die Ebit-Marge aktuell nur bei 5 bis 6 Prozent. CFO Mathias Gollwitzer hält die Zielvorgabe trotzdem für machbar – und für notwendig: „Das Margenziel ist der Anker für unsere Mannschaft und für den Kapitalmarkt. Wir wollen bei Strukturen und Prozessen Zeichen setzen, um unser Margenziel zu erreichen“, sagte Gollwitzer gegenüber FINANCE-TV. An welchen Stellhebeln Gollwitzer dafür ansetzt und wie das Management mit dem Großaktionär DPE Deutsche Private Equity klarkommt – die Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

Kion-CFO Toepfer: „Wir haben sehr solide refinanziert“

Eine Brückenfinanzierung über 3 Milliarden Euro für die Dematic-Übernahme musste Kion-CFO Thomas Toepfer in den vergangenen Monaten ablösen. Mit einer zweiten Kapitalerhöhung hat er das Projekt vor wenigen Tagen abgeschlossen: „Wir haben eine sehr solide Refinanzierung geschafft“, freut sich der Finanzchef. Neben einer langfristigen Banklinie über 1 Milliarde Euro und zwei Kapitalerhöhungen ist auch ein Schuldschein Teil der Refinanzierung. Warum er dieses Instrument für die richtige Wahl hielt und wann sich Kion erneut an eine größere Akquisition wagen könnte, berichtet Kion-CFO Thomas Toepfer im Talk bei FINANCE-TV.

Deutsche-Euroshop-CFO Borkers: „In Deutschland kommen wir derzeit nicht weiter“

Kurz nach dem größten Zukauf der Firmengeschichte begründet Olaf Borkers, CFO des Shoppingcenterbetreibers Deutsche Euroshop, die Entscheidung für den Kauf des Olympia-Centers im tschechischen Brünn: „In Brünn erreichen wir unsere Mindest-Anfangsrendite. In Deutschland kommen wir mit diesem strengen Kriterium seit Jahren nicht mehr weiter“, sagte er bei FINANCE-TV. Warum Borkers die Kasse für weitere Zukäufe über eine große Kapitalerhöhung trotzdem gleich wieder aufgefüllt hat und warum er eine konservative M&A- und Finanzierungsstrategie im aktuellen Umfeld für berechtigt hält – der FINANCE-TV-Talk mit dem Finanzchef der Deutschen Euroshop.

Biotest-CFO Ramroth: „Der Deal mit den Chinesen wird durchgehen“

Der chinesische Healthcare-Konzern Creat will für 1,3 Milliarden Euro den hessischen Blutplasmaproduzenten Biotest übernehmen. Dessen CFO Michael Ramroth unterstützt den Verkauf und zeigt sich gegenüber FINANCE-TV zuversichtlich: „Der Deal wird wie geplant über die Bühne gehen.“ Der gestern gemeldete Einstieg des Hedgefonds JO Hambro beunruhigt ihn nicht. Warum das so ist und ob die Tür für einen konkurrierenden zweiten Bieter noch offen wäre – das FINANCE-TV-Interview mit Biotest-CFO Michael Ramroth.

SAF-Holland-Chef Detlef Borghardt: „Nach Haldex kommt Option B“

Bieterkampf um Haldex verloren, Krise im Nordamerika-Geschäft, wenig Schwung in den Schwellenländern – für den Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland lief es 2016 wahrlich nicht rund. CEO Detlef Borghardt sieht das SDax-Unternehmen trotzdem auf Kurs bei seinen ehrgeizigen Wachstumsplänen: „Ich stehe fest zu unserem Ziel, den Umsatz bis 2020 auf 1,5 Milliarden Euro zu steigern. Dazu gehören auch Zukäufe. Nachdem Haldex nicht geklappt hat, kommt nun Option B“, sagte Borghardt gegenüber FINANCE-TV. Welche M&A-Strategie SAF-Holland verfolgt, was das Unternehmen aus der Haldex-Schlappe gelernt hat und warum der neue US-Präsident den Bayern helfen könnte – Borghardts Antworten nur hier bei FINANCE-TV.

Analyst Sven Diermeier: „Bei Eon und RWE ist die Zukunft völlig offen“

Kurzfristig haben die beiden einstigen Stromriesen RWE und E.on das Schlimmste hinter sich, meint der Branchen-Analyst Sven Diermeier von Independent Research: „Die milliardenschweren Wertberichtigungen sind durch“, sagte er im Interview mit FINANCE-TV. Trotzdem droht ihnen neues Unheil: Bei E.on dringt der US-Hedgefonds Knight Vinke auf eine erneute Zerschlagung, bei RWE geht die Angst vor einem forcierten Kohleausstieg um: „Das wäre für RWE extrem gefährlich“, meint Diermeier. Wie er die Lage von RWE und E.on, aber auch ihrer abgespaltenen Töchter Uniper und Innogy einschätzt – die Antworten heute hier bei FINANCE-TV.

Deka-Manager Schmidt: „Wir werden kritischer – aber kein Activist“

Die Deka zieht die Zügel an. Auf viel mehr Hauptversammlungen als in der Vergangenheit will die Fondsgesellschaft sich kritisch über die Leistungen von Vorständen und Aufsichtsräten äußern. „Unsere HV-Auftritte sind aber nur die Spitze der Pyramide. Zentral sind unsere vorherigen Gespräche mit den Unternehmen“, erklärt Michael Schmidt, Geschäftsführer von Deka Investment, die neue Strategie in der Sparkassen-Gruppe. Zwar weist Schmidt im Interview bei FINANCE-TV den Vorwurf zurück, die Deka werde zum aktivistischen Investor. Schulterschlüsse mit anderen kritischen Aktionären bezeichnet er jedoch als gut möglich. Ob das auch auf aggressive Hedgefonds zutrifft und welche Managementpraktiken die Deka ganz besonders im Blick haben will, verrät Deka-Manager Schmidt heute bei FINANCE-TV.

Fraport-CFO Zieschang: „Terminal-Finanzierung auch über den Kapitalmarkt“

Eine 1,2 Milliarden-Akquisition in Griechenland, eine mögliche Übernahme brasilianischer Airports und jetzt auch noch der 3 Milliarden Euro schwere Bau des neuen Terminals am Frankfurter Flughafen: Der Flughafenbetreiber Fraport dreht ein großes Rad. Bald auch wieder am Kapitalmarkt? „Die Investitionen zahlen wir großteils aus dem Cashflow. Aber zur Refinanzierung auslaufender Kredite werden wir ziemlich wahrscheinlich an den Fremdkapitalmarkt gehen“, kündigte Fraport-CFO Matthias Zieschang bei FINANCE-TV an. Ob Bonds oder Schuldscheine anstehen, was für einen Kupon er bereit wäre zu zahlen und warum er sich trotz des politischen Gegenwinds auf die griechischen Flughäfen freut – die Antworten gibt Fraport-CFO Matthias Zieschang heute bei FINANCE-TV.

Wie HSV-CFO Frank Wettstein die Finanzen des Klubs sanieren will

Aus sportlicher Sicht waren die vergangenen Monate für den Hamburger Sportverein eine Enttäuschung, dafür kommt HSV-Finanzchef Frank Wettstein bei der finanziellen Restrukturierung des Klubs voran, auch wenn der Durchbruch noch aussteht. Noch in der Saison 2014/2015 musste der HSV einen Rekordverlust von 16,9 Millionen Euro vermelden, in der zurückliegenden Saison stand unter dem Strich nun noch ein Minus von 0,2 Millionen Euro. Darin sind allerdings außerordentliche Ergebnisse verbucht. „Bezogen auf das Ebitda ist die Restrukturierung noch nicht geschafft“ , sagt Frank Wettstein, Finanzchef der Hamburger.

 

Allerdings hat der HSV seine Finanzierungsbasis inzwischen deutlich verbreitert. Im September emittierte der HSV einen Schuldschein über 40 Millionen Euro. Warum diese Emission für den HSV so strategisch wichtig ist, und wie Wettstein den HSV weiter sanieren will, verrät er im Talk bei FINANCE-TV.

 

Die ehrgeizigen Wachstumsziele von Francotyp-Postalia

Bislang verdiente das Berliner Unternehmen Francotyp-Postalia mit Frankiermaschinen sein Geld. In den kommenden Jahren will der Mittelständler sein Geschäftsmodell jedoch deutlich erweitern. Vorantreiben soll diese Pläne der seit Januar amtierende Vorstandschef Rüdiger Andreas Günther, Ex-CFO von Jenoptik und Claas. Er hat ehrgeizige Ziele ausgegeben: Machte Francotyp-Postalia im Geschäftsjahr 2015 noch rund 191 Millionen Euro Umsatz, sollen es bis 2023 ganze 400 Millionen Euro sein. „Wir setzen zunächst auf organisches Wachstum, später auch auf Wachstum durch M&A“ , sagt Günther, der als CEO auch die Finanzen von Francotyp-Postalia verantwortet. Der Anteil des digitalen Geschäfts am Umsatz soll von 35 auf 50 Prozent steigen.

In welchen neuen Geschäftsfeldern sich Günther für Francotyp-Postalia Marktchancen ausrechnet und warum auch das klassische Geschäft mit Frankiermaschinen seiner Meinung nach unterschätzt wird, berichtet er im Talk bei FINANCE-TV.