Geld & Liquidität
03.07.17

FINANCE-Finanzierungsticker

Finanzierungen: Deutsche Bahn, Daimler, Scholz

Von Antonia Kögler, Larissa Lippold und Camilla Flocke

Die Deutsche Bahn begibt eine Anleihe über 300 Millionen Britische Pfund, Daimler begibt erstmals einen Schuldschein via Blockchain-Technologie und die Chiho Environmental Group erhöht das Eigenkapital der Scholz-Gruppe – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Deutsche Bahn, Daimler, Scholz – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Deutsche Bahn AG/Uwe Miethe

Die Deutsche Bahn hat eine Anleihe über 300 Millionen Britische Pfund platziert.

Deutsche Bahn begibt Sterling-Anleihe

Die Deutsche Bahn hat über ihre niederländische Konzernfinanzierungsgesellschaft Deutsche Bahn Finance eine Anleihe über 300 Millionen Britische Pfund (341 Millionen Euro) platziert. Der Bond hat eine Laufzeit von acht Jahren und wird mit 1,375 Prozent verzinst. Der Ausgabekurs liegt bei 99,783 Prozent, sodass sich eine Rendite von 1,404 Prozent ergibt.

Die Anleihe wurde vor allem bei institutionellen Investoren in Großbritannien platziert. Die Deutsche Bahn hat den Erlös in Euro geswappt. Mit dem Geld will der Konzern die finanzielle Flexibilität erhöhen. Barclays Bank, BNP Paribas und RBS begleiteten die Transaktion als Konsortialführer. Bereits Anfang Juni hatte die Deutsche Bahn eine Euro-Anleihe über 500 Millionen Euro platziert.

Übernahmefinanzierung: Mehr Cash ohne zusätzliche Bankverbindlichkeiten

Private-Equity-Gesellschaften entdecken das Factoring – vor allem im Hinblick auf M&A-Transaktionen. Der Vorteil, den sie sich von dieser alternativen Finanzierungsform versprechen: Mehr Cash für ihre Übernahmeziele, ohne deren Bilanz mit zusätzlichen Bankverbindlichkeiten zu belasten. Weiterlesen »

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Daimler begibt Schuldschein mit Blockchain

Der Autobauer Daimler hat gemeinsam mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) als erstes Unternehmen die Blockchain-Technologie genutzt, um einen Schuldschein zu begeben. Sowohl die Initiierung, als auch die Zuteilung, der Vertragsabschluss und die Zinszahlungs- und Rückzahlungsbestätigungen wurden digital abgebildet. Da aber aufgrund der derzeitigen Regularien eine Finanztransaktion nicht allein via Blockchain abgeschlossen werden darf, ließen Daimler und die LBBW nebenher auch den regulatorisch erforderlichen Emissionsprozess laufen.

Die Laufzeit des Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 100 Millionen Euro beträgt ein Jahr. Gezeichnet wurde es von der LBBW, den Kreissparkassen Esslingen-Nürtingen, Ludwigsburg und Ostalb. Nähere Hintergründe zum Daimler-Schuldschein finden Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

Scholz-Gruppe: Kapitalerhöhung durch CEG

Die Chiho Environmental Group (CEG) hat über ihre Tochtergesellschaft Chiho Renewables International Holding das Eigenkapital des Schrotthändlers Scholz-Gruppe, der zur Chiho Environmental Group gehört, durch eine Barkapitalerhöhung von 80 Millionen Euro erhöht. 59 Millionen Euro verwendete die Scholz-Gruppe, um einen erstrangigen Überbrückungskredit zurückzuzahlen, der Ende dieses Monats fällig ist. Mit den restlichen 21 Millionen Euro sollen Betriebskapitalanforderungen des Unternehmens erfüllt werden.

Die Eigentümer des Familienunternehmens mussten das stark angeschlagenen Unternehmen im vergangenen Jahr für den symbolischen Betrag von 1 Euro an den chinesischen Schrottrecyclers Chiho Tiande verkaufen, der mittlerweile Chiho Environmental Group heißt.

Evonik begibt zum ersten Mal Hybridanleihe

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat erstmals in seiner Firmengeschichte eine Hybridanleihe platziert. Diese besitzt ein Volumen von einer halben Milliarde Euro und wurde bei rund 200 institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert. Deutsche Bank, Bank of America Merrill Lynch, Citi und Credit Suisse wurden mit der Platzierung der Anleihe beauftragt. Das Geld soll unter anderem für die Finanzierung des geplanten Zukaufs des Silica-Geschäfts von JM Huber genutzt werden. Finanzchefin Ute Wolf kann mit der Emission auch das Investmentgrade-Rating des Konzerns stützen, da die neuen Mittel von den Ratingagenturen zum Teil als Eigenkapital anerkannt werden.

Die Laufzeit beträgt formell 60 Jahre, Evonik kann 2022 zum ersten Mal eine Rückzahlung vollziehen. Der Zinskupon liegt bei 2,125 Prozent und ist nach Angaben des Unternehmens der bisher niedrigste Zinskupon für eine Euro-Hybridanleihe eines Industrieunternehmens. Die Emissionsrendite beläuft sich auf 2,25 Prozent.

Volkswagen Financial Services begibt weltweit Bonds

Volkswagen Financial Services (VWFS) hat Anleihen in unterschiedlichen Währungen platziert. Zum einen hat das Unternehmen eine Anleihe über 500 Millionen Australische Dollar (339 Millionen Euro) begeben (Laufzeit: drei Jahre, Zins: 2,95 Prozent). Für VWFS war es die bisher volumenstärkste Transaktion in Australien. Außerdem platzierte das Unternehmen über seine brasilianische Gesellschaft Banco Volkswagen einen Bond über 500 Millionen Brasilianische Real (134 Millionen Euro, Laufzeit: zwei Jahre). Die Platzierung erfolgte zu einem Zinssatz von 104 Prozent des CDI, dem brasilianischen Referenzzinssatz. Der Bond war nach Angaben des Unternehmens siebenfach überzeichnet.

Darüberhinaus hat VWFS in Indien eine Anleihe über 1,5 Milliarden indische Rupien (etwa 21 Millionen Euro) begeben. Sie teilt sich in eine Tranche über 500 Millionen Rupien (Laufzeit: zwei Jahre, Zins: 7,98 Prozent) und eine über 1 Milliarde Rupien (Laufzeit: drei Jahre, Zins: 8,05) auf. Ein mexikanischer Bond wurde über die lokale Gesellschaft Volkswagen Leasing Mexico begeben und hat ein Volumen von 2 Milliarden mexikanische Pesos (99 Millionen Euro, Laufzeit: drei Jahre). Die Anleihe wird mit einem variablen Zinssatz bestehend aus dem mexikanischen Interbanksatz TIIE 28 zuzüglich eines Aufschlag von 0,52 Prozent verzinst.

Auch Volkswagen Leasing hat neue Anleihen platziert. Die drei Bonds haben ein Volumen von 3,5 Milliarden Euro. Die Bonds werden von VW Financial Services garantiert. Es ist die bisher größte Kapitalmarkttransaktion für Volkswagen Dienstleistungen, teilte der Konzern mit.

Vapiano hat den Börsengang vollzogen

Die Restaurantkette Vapiano hat den angekündigten Börsengang vollzogen. Insgesamt rund 7,99 Millionen Aktien wurden im Zuge des IPOs platziert. Rund 3,7 Millionen dieser Aktien stammen aus der Kapitalerhöhung des Unternehmens, während rund 3,5 Millionen Aktien aus dem Bestand der Aktionäre Vap Leipzig und Exchange Bio kommen. Hinzu kamen 758.074 Aktien als Mehrzuteilungen. Dadurch ergibt sich bei voller Ausübung der Greenshoe Optionen ein Platzierungsvolumen von 184 Millionen Euro, von denen rund 85 Millionen Euro an Vapiano fließen. Der Ausgabepreis der Aktien lag bei 23 Euro, sodass sich auf Grundlage des finalen Angebotspreises eine Marktkapitalisierung von rund 533 Millionen Euro ergibt. Freshfields Bruckhaus Deringer hat die Joint Global Coordinators und Joint Bookrunner bei der Transaktion beraten, während SZA Schilling, Zutt & Anschütz den abgebenden Aktionären beratend zur Seite stand. Der Großaktionär Mayfair Beteiligungsfonds II, der rund 44 Prozent an der Restaurantkette hält, wurde von CMS Hasche Sigle beraten.

IPO von Delivery Hero spielt 1 Milliarden Euro ein

Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero hat mit seinem Börsengang 996 Millionen Euro eingespielt. Der finale Angebotspreis lag bei 25,50 Euro je Aktie und damit am oberen Ender der Preisspanne. Delivery Hero fließt ein Nettoerlös von 465 Millionen Euro zu, der Kapitalmarkt bewertet das Unternehmen mit 4,4 Milliarden Euro Börsenwert. Nach vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option sind 22,7 Prozent der Anteile an der Börse handelbar. Rocket Internet lässt seine Beteiligung im Zuge des IPOs von rund 35 auf unter 26 Prozent abschmelzen. Citigroup, Goldman Sachs International und Morgan Stanley waren die Joint Global Coordinators und zusammen mit Unicredit, Berenberg, Jefferies, und UBS Investment Bank die Joint Bookrunners. Rocket Internet wurde bei der Transaktion von Noerr beraten.

Weitere Finanzierungen

Der hessische LKW-Zulieferer Jost strebt im zweiten Halbjahr seinen Börsengang an. Im Rahmen einer Privatplatzierung sollen die Aktien ausschließlich bei institutionellen Investoren platziert werden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnte das Unternehmen einschließlich der Nettoverschuldung mit rund 700 Millionen Euro bewertet werden. Jost erhofft sich von dem Verkauf der Aktien einen Zufluss von 130 Millionen Euro. Das Geld soll sowohl zur Rückzahlung von Krediten als auch für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Im Zuge des IPOs will sich zudem die Private-Equity-Gesellschaft Cinven von einem Teil ihres Aktienpakets trennen. Cinven hatte 2008 den LKW-Zulieferer von der Beteiligungsgesellschaft Silverfleet erworben und seitdem bereits einmal versucht, Jost an die Börse zu bringen. Deutsche Bank, JP Morgan und die Commerzbank begleiten den IPO als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. BNP Paribas ist als weiterer Joint Bookrunner mandatiert, und Rothschild berät Jost als unabhängiger Financial Advisor.

Die Immobilienfirma Noratis hat den IPO im Börsensegment Scale vollzogen. Der Ausgabepreis der Aktien lag bei 18,75 Euro und damit am unteren Ende der Preisspanne festgelegt. Das Unternehmen konnte zudem lediglich 920.000 Aktien der insgesamt 2 Millionen angebotenen platzieren. 80.000 bestehende Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre Norlig und STA Hansahold wurden im Rahmen der Mehrzuteilungsoptionen platziert. Es ergab sich ein Bruttoemissionserlös von 17,25 Millionen Euro. Der Streubesitz exklusive Greenshoe-Optionen liegt bei 31,5 Prozent.

Die Autobank Mercedes-Benz Bank, hat ein Portfolio von deutschen Automobildarlehen (Assed Backed Securities) in Höhe von 1,1 Milliarden Euro verbrieft. Die Mercedes-Benz Bank ist ein Tochterunternehmen von Daimler Financial Services, dem Finanzdienstleister des Autobauers Daimler. Hogan Lovells (Federführung: Dietmar Helms) hat die Bank bei der Transaktion beraten.

Das Modeunternehmen More & More kündigt an, weitere Anleihen mit einem Nominalwert von 200.000 Euro zurückzukaufen. Die Geschäftsleitung begründete diese Entscheidung mit dem niedrigen angebotenen Kurs von 44 Prozent. Aufgrund schlechter Geschäftszahlen war der Bond unter Druck geraten. Die Mittelstandsanleihe mit einem Zinskupon von 8,125 Prozent wurde 2013 begeben und sollte ursprünglich bis 2018 laufen. More & More hat im Mai bereits eine Rückkaufaktion angekündigt, die nun abgeschlossen ist. Insgesamt wurden darüber Mittelstandsanleihen mit einem Nominalvolumen von 1,064 Millionen Euro zurückgekauft.

Nachdem die Schweizer Versandapotheke Zur Rose zuletzt weitere Details zu ihrem Börsengang bekannt gegeben hatte, engte sie nun die Preisspanne der Aktien aufgrund der großen Nachfrage noch einmal weiter ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Preisspanne sei jetzt auf 135 bis 140 Schweizer Franken und damit am oberen Ende der vorherigen Spanne festgelegt. Außerdem habe Zur Rose dem Bericht zufolge die Zeichnungsfrist um einen Tag verkürzt, sodass sie nun am 4. Juli ende.

Eurographics, ein Anbieter von Wanddekoration und Wohnaccessoires, hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Grund hierfür sei eine gescheiterte Investorenlösungen, die zur Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens geführt habe, so der Eurographics-Vorstand in einer Mitteilung. Die Geschäftsführung der Tochtergesellschaft Eurographics International World of Pictures hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als Schutzschirmverfahren beantragt. Für die übrigen Tochtergesellschaften wurde keine Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Paragon, ein Direktlieferant der Automobilindustrie, hat ihre angekündigte Unternehmensanleihe bereits am ersten Tag der Zeichnungsfrist platziert. Das Gesamtvolumen der Anleihe erhöht sich aufgrund der Überzeichnung des Angebots von zuvor angestrebten 40 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro. Den Zinssatz legte Paragon bei 4,5 Prozent und damit am unteren Ende der Zinsspanne fest.

Deutsche Bildung Studienfonds, ein Anbieter von Studienfinanzierungen, begibt seine dritte Anleihe. Diese umfasst ein Volumen von 10 Millionen Euro und wird in zwei Tranchen mit je 5 Millionen Euro ausgegeben. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, der Kupon liegt bei 4 Prozent. Sowohl private als auch institutionelle Anleger können den Bond zeichnen.

Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta überlegt offenbar in den nächsten fünf Jahren einen Teil seiner Aktien an die Börse zu bringen. Dies erklärte Syngenta-Vizepräsident Michel Demare in einem Interview mit der „Basler Zeitung“.

Der deutsche Arm des Kreditfonds Pemberton hat dem Private-Equity-Haus Triton eine Finanzierung über 55 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dieses Geld soll für die Übernahme des Personaldienstleistungsunternehmens Univativ-Gruppe genutzt werden. Milbank (Federführung: Thomas Ingenhoven) stand Pemberton beratend zur Seite.

Der PE-Investor Triton hat im Rahmen der Übernahme von Wernerco, einem Schweizer Hersteller und Vertreiber von Leitern, Lagersystemen und leichter Bauausrüstung, eine Hochzinsanleihe über 265 Millionen US-Dollar platziert. Das Papier läuft bis 2025 und wird mit 8,75 Prozent verzinst. White & Case (Federführung: Gernot Wagner und Rebecca Emory) stand Triton bei der Transaktion beratend zur Seite.

Der Venture-Capital-Investor Capnamic Ventures hat das Final Closing seines neuen Tech-Fonds abgeschlossen. Das Volumen liegt bei 115 Millionen Euro. Der Investor wurde von Pöllath + Partners beraten. Investitionsziel sind Startups und Technologieunternehmen vorwiegend im deutschsprachigen Raum.


Das Medizintechnikunternehmen Magforce hat seine Kapitalerhöhung abgeschlossen. 5 Millionen Euro sammelte das Unternehmen ein. Im Rahmen einer Privatplatzierung zeichnete M&G International Investments sämtliche 720.461 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien. Der Ausgabepreis lag bei 6,94 Euro je Aktie. Mit dem Geld soll das Wachstum von Magforce insbesondere in Europa beschleunigt werden.

Das Medtech-Start-up Inveox hat von vier Business Angels eine Investition von 1 Millionen Euro erhalten. Zu den Business Angels zählten auch Privatinvestoren aus dem Baystartup Finanzierungsnetzwerk. Mit dem Geld beabsichtigt Inveox die Serienproduktion seines smarten Gewebecontainers ins Rollen zu bringen.

Die Mercateo Beteiligungsholding, ein Portfolio-Unternehmen des Venture-Capital-Investors Target Partners, hat von dem luxemburgischen Finanzinvestor BIP Investment Partners eine Wachstumsfinanzierung über einen zweistelligen Millionenbetrag erhalten. Mercateo betreibt eine B2B-Online-Einkaufsplattform für Klein- und Mittelstandsunternehmen. Das Geld soll unter anderem zur Stärkung der neuen Vernetzungsplattform Mercateo Unite genutzt werden. Pinsent Masons (Federführung: Tobias Rodehau) hat Mercateo beraten und Rooslegal (Federführung: Michael Roos) stand BIP beratend zur Seite. Target Partners wurd von Reed Smith (Federführung: Justus Binder) beraten.

Der Projektentwickler und deutsche Unternehmenstochter der 6B47 Real Estate Investors, 6B47 Germany, erhält von der Pfandbriefbank Berlin Hyp einen Kredit über 54 Millionen Euro. Mit dem Geld beabsichtigt das Unternehmen Bauträgermaßnahmen an der Kleinen Eiswerderstraße in Berlin-Spandau zu finanzieren.

Das Münchener Immobilienunternehmen Timeless Hideaways begibt eine Unternehmensanleihe über 10 Millionen Euro. Der Kupon liegt bei 7 Prozent und die Laufzeit umfasst 7 Jahre. Die Zinszahlungen werden vierteljährlich gewährt und der Bond ist unter anderem über ein Treuhandkonto besichert, auf dem sich die Miet- und Verkaufserlöse der Immobilien von Timeless Hideaways befinden. Außerdem begibt das Unternehmen die Anleihe in einer Stückelung von 1.000 Euro. Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger können die Anleihe voraussichtlich bis zum 28. Juli zeichnen. Mit dem Geld will Timeless Hideaways den Bau von Luxus-Ferienimmobilien finanzieren.

Ratingmeldungen

Standard & Poor’s bestätigt das Rating der Reederei Hapag-Lloyd bei B+. Außerdem nimmt die Ratingagentur das Unternehmen vom Credit Watch mit negativen Implikationen. Den Ausblick hat S&P auf negativ hochgestuft. Die Ratingagentur bezieht sich bei ihrer Begründung auf den Zusammenschluss der Reederei mit UASC. Dadurch sei die Schuldenlast zwar gestiegen, allerdings seien aufgrund der übernommenen Schiffe und Container in den kommenden Jahren keine weiteren Investitionen geplant. S&P weist außerdem auf die dazugewonnenen Wettbewerbsvorteile hin.

Der Konzern Ceconomy, der der Nachfolger des Düsseldorfer Handelsriesen Metro ohne die Großhandels- und Lebensmittelsparte werden soll, wurde sowohl von Moody’s als auch von Scope Ratings geratet. Moody’s bewertet Ceconomy mit Baa3 und begründet dies unter anderem mit der Unternehmensgröße und der regionalen Aufstellung des Unternehmens. Von Scope erhielt Ceconomy ein BBB- Rating. Als Gründe gab die Ratingagentur unter anderem die starke Präsenz der Elektroniksparte im europäischen Markt sowie die solide bilanzielle Lage an. Der Ausblick ist in beiden Fällen stabil.

Fitch verschlechtert das langfristige Emittentenausfallrating des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé von AA auf AA-. Die Ratingagentur begründete dies mit dem angekündigten Aktienrückkaufprogramm des Konzerns, das die finanzielle Flexibilität von Nestlé schwäche. Das kurzfristige Emittentenausfallrating bestätigte die Ratingagentur. Der Ausblick ist stabil.

S&P bestätigt das Rating des Energiekonzerns RWE bei BBB-, der Ausblick ist stabil. Grund für die Bestätigung ist unter anderem die Rückzahlung, die der Konzern nach dem Atom-Urteil zu erwarten habe. Zudem bezieht die Agentur die Beteiligung an der börsennotierten Tochter Innogy mit in die Bewertung ein.

Moody’s bewertet das Emittenten-Rating des Energieunternehmens Innogy und von Innogy Finance mit Baa2. Der Ausblick ist stabil. Die Agentur führt in ihrer Begründung unter anderem das solide Risikoprofil von Innogy sowie die verbesserte Bonität der Muttergesellschaft RWE an. Darüber hinaus verbesserte Moody’s das Rating der vorrangig unbesicherten Schuldverschreibungen von Baa3 auf Baa2.

Außerdem bewertet Moody’s das Emittentenrating des Energiekonzerns RWE mit Baa3. Der Ausblick wurde auf stabil hochgestuft. Die Ratingagentur begründet dies unter anderem auch mit der Rückzahlung aus dem Atom-Urteil sowie mit der relativ konservativen Finanzpolitik des Unternehmens.

Weitere Meldungen

Die KfW gründet Anfang 2018 eine Tochter für Beteiligungsfinanzierungen. Ziel ist es, den Standort Deutschland für Startups und Technologieunternehmen zu stärken. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei 2 Milliarden Euro und soll in den kommenden zehn Jahren platziert werden. Die KfW-Tochter soll Mitte des kommenden Jahres die Arbeit aufnehmen.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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