Persönlich & Personal
17.06.15

Wechsel in der Chef-Etage

Frank Vlayen wird CEO von PE-Investor Waterland

Von Jakob Eich

Frank Vlayen wird Chef des niederländischen Private-Equity-Hauses Waterland. Mit dem 49-Jährigen übernimmt ein Eigengewächs die Führung bei dem europaweit tätigen Investor.

Überall in Europa aktiv: Frank Vlayen ist neuer CEO des PE-Investors Waterland.

Thinkstock/Getty Images

Überall in Europa aktiv: Frank Vlayen ist neuer CEO des PE-Investors Waterland.

Veränderung in der obersten Führungsriege von PE-Investor Waterland: Frank Vlayen ist seit Juni neuer CEO der Niederländer. In der Position folgt der 49-Jährige auf Rob Thielen, Gründer von Waterland.

Vlayen ist seit 2005 für Waterland tätig und hat vor allem das Portfolio in Belgien entwickelt und aufgebaut. In seine Amtszeit fallen verschiedene Beteiligungen, unter anderem an der belgischen Pflegeheimgruppe Senior Living. Bevor er zu Waterland stieß, war Vlayen für die britische Niederlassung des Beratungsunternehmens Accenture tätig, wo er Versorger und Industrieunternehmen bei M&A-Deals beriet. Seine Karriere startete er bei belgischen Generale Bank.

Ex-Chef Thielen bleibt als Chairman bei PE-Investor Waterland

In die Chef-Etage aufgestiegen: Frank Vlayen ist nach 10 Jahren bei Waterland seit Juni CEO des PE-Investors.

In die Chef-Etage aufgestiegen: Frank Vlayen ist nach 10 Jahren bei Waterland seit Juni CEO des PE-Investors.

„Frank Vlayen hat in den vergangenen 10 Jahren seiner Investitionstätigkeit eine ausgezeichnete Erfolgsbilanz vorzuweisen und mit seinem Team das Unternehmen Waterland zu einem der aktivsten Private Equity-Investoren in Belgien gemacht“, lässt sich Vorgänger Thielen zitieren. Vlayen sei zudem maßgeblich an der Platzierung des insgesamt sechsten Waterland-Fonds Mitte April beteiligt gewesen. Damals hatte das Unternehmen einen Fonds mit einem Volumen von 1,55 Milliarden Euro aufgesetzt.


Ganz unbeaufsichtigt lässt er seinen Nachfolger Vlayen dann trotz seiner Erfolge aber doch nicht: „Selbstverständlich werde ich als Chairman selbst eng an der weiteren Entwicklung von Waterland und der Waterland-Fonds beteiligt sein“. Wie im angelsächsischen Bereich üblich, hat Thielen in seiner neuen Position noch relativ viel Einfluss auf das operative Geschäft Waterlands.

Enormes Wachstum bei Waterland

Generell ist Waterland in den vergangenen 10 Jahren stark gewachsen: Die Kapitalbasis hat sich laut eigenen Angaben von 200 Millionen Euro auf 4 Milliarden Euro erhöht. Auch in Deutschland ist Waterland sehr präsent: Im Herbst 2014 hatte der Finanzinvestor den Klinikbetreiber Median zu einem damals geschätzten Preis von Milliarde Euro übernommen. Später wurde Median mit dem Klinikbetreiber RHM zusammengelegt, der ebenfalls zum Waterland-Portfolio gehört.

jakob.eich[at]finance-magazin.de