Mit Alasdair Warren verlässt ein weiterer Hochkaräter die Deutsche Bank.

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06.06.18
Banking & Berater

Deutsche Bank verliert Corporate-Finance-Chef Alasdair Warren

Top-Investmentbanker Alasdair Warren verlässt die Deutsche Bank. Er galt als Vertrauter des kürzlich geschassten Konzernchefs John Cryan.

Die Welle an schlechten Nachrichten für die Deutsche Bank setzt sich fort. Nun verlässt ein weiterer Hochkaräter die Bank: Wie aus einem internen Memo hervorgeht, aus dem die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert, gehen die Bank und ihr Top-Investmentbanker Alasdair Warren getrennte Wege. Warren verlässt die Bank, „um andere Gelegenheiten zu verfolgen“, heißt es in dem Schreiben.

Banker mit ungewöhnlichem Privatleben

Alasdair Warren stieß vor weniger als drei Jahren zur Deutschen Bank, nachdem er eine erfolgreiche Karriere bei Goldman Sachs durchlaufen hatte. Der Brite galt als Vertrauter des im Frühjahr geschassten Deutsche-Bank-Chefs John Cryan.

Warren gilt als unkonventionell. Auf der einen Seite wird ihm nachgesagt, durchaus aggressiv Transaktionsgelegenheiten nachzujagen. Andererseits lebt er unprätentiös in einem kleinen Dorf an der südenglischen Küste, wo er auch aufgewachsen ist. Dort rettete Warren vor einigen Jahren ein altes Kino vor dem Abriss, richtete es wieder her und wiederbelebte es als Arthouse-Kino. 

Mark Fedorcik folgt auf Alasdair Warren

Warren leitete das Corporate-Finance-Geschäft der Deutschen Bank in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Zugleich war er Co-Chef des Investmentbankings in dieser Region. Anders als Warren bleiben die beiden Leiter des deutschen Corporate-Finance-Geschäfts, Berthold Fürst und Patrick Frowein, weiter an Bord.

Warrens Nachfolger wird Mark Fedorcik, der ebenfalls eine hohe Position im Investmentbanking der Deutschen Bank bekleidet und früher unter anderem das Corporate-Finance-Geschäft des Dax-Konzerns in den USA geleitet hat. Auch dort muss die Deutsche Bank den Weggang von zwei Topkräften verkraften: Die beiden Leiter des US-amerikanischen Corporate-Finance-Geschäfts haben ebenfalls das Handtuch geworfen, berichtet Bloomberg.

michael.hedtstueck[at]finance-magazin.de