Mario Andreya/Deutsche Bank

04.10.17
Banking & Berater

Deutscher Structured-Finance-Chef verlässt Deutsche Bank

André Muschallik, Head of Structured Finance Germany, verlässt die Deutsche Bank. Eine interne Untersuchung soll einem Pressebericht zufolge den Ausschlag dafür gegeben haben.

Der bisherige Head of Structured Finance Germany, André Muschallik, verlässt die Deutsche Bank. Über seinen Weggang war bereits in den Medien unter Berufung auf Finanzkreise berichtet worden. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte auf Nachfrage von FINANCE, dass Muschallik die Bank verlassen hat. Ob und wann ein Nachfolger für ihn benannt werden soll, ist noch offen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Muschallik rückte 2015 auf den Posten in dem Bereich der Investmentbank auf, der strukturierte Finanzierungslösungen entwickelt und anbietet. Dazu zählen unter anderem die Strukturierung der Finanzierung für großvolumige M&A-Transaktionen sowie Börsengänge. Kurz nach Muschalliks Berufung wurde bekannt, dass der damalige Co-Head of Structured Finance für Europa, den Nahen Osten, Afrika und die USA, Daniel Pietrzak, die Bank in Richtung des Private-Equity-Hauses KKR verlassen würde.

Deutsche Bank schließt offenbar interne Untersuchung ab

Zu den Gründen für Muschalliks Weggang äußert sich die Deutsche Bank nicht. Laut Informationen der „Börsenzeitung“ soll er die Bank verlassen haben, nachdem das Institut die internen Untersuchungen zu einer umstrittenen Transaktion für den französischen Versicherer Axa aus dem Jahr 2009 abgeschlossen hatte. Die Deutsche Bank äußerte sich gegenüber FINANCE nicht zu der Untersuchung.

Dem Bericht der Börsenzeitung zufolge sollen inklusive Muschallik fünf der sechs an der Transaktion beteiligten Mitarbeiter die Deutsche Bank inzwischen verlassen haben. Als einziger in den Deal involvierter Banker sei John Pipilis, Co-Head Credit in London, nach wie vor für das Institut tätig.

Die im Jahr 2009 strukturierte Transaktion ist innerhalb der Bank umstritten. Sie soll dem Institut hohe Verluste eingebracht haben.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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