Welche Bank ist stark im Zahlungsverkehr, welche ist nah am Mittelstand, und welches ist die aktivste Auslandsbank? Die Ergebnisse der FINANCE-Banken-Survey 2019.

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06.05.19
Banking & Berater

FINANCE-Banken-Survey 2019: Commerzbank vorn

Wen sehen Deutschlands Finanzchefs als führend im Zahlungsverkehr, bei Krediten und in der M&A-Deals Beratung? Die Ergebnisse und Rankings zeigt die FINANCE-Banken-Survey 2019.

Deutsche Bank, Commerzbank, Landesbanken, Auslandsbanken, Sparkassen und genossenschaftliche Institute – der Wettbewerb im deutschen Firmenkundengeschäft ist groß. Doch wer trifft den Nerv der Kunden? FINANCE hat im April 2019 CFOs, Leiter Finanzen und Treasurer aus Unternehmen verschiedener Branchen und Größenordnungen in Deutschland angeschrieben und gebeten, über einen standardisierten Online-Fragebogen anonym ihre Einschätzung zur Bankenlandschaft abzugeben. 167 vollständige Datensätze zu über 20 verschiedenen Banken sind in die Auswertung für die FINANCE-Banken-Survey eingeflossen. 

Commerzbank und Deutsche Bank liegen vorn

Ein zentrales Ergebnis: Die Commerzbank und die Deutsche Bank sind die klaren Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Aber ihr Vorsprung schrumpft, und in manchen Produktkategorien haben Wettbewerber schon die Nase vorn. Als schärfste Konkurrenz kristallisieren sich die Hypovereinsbank/Unicredit und die LBBW heraus.

Die Commerzbank spielt ihre Stärken insbesondere im Kreditgeschäft sowie bei mittelständischen Firmenkunden aus. Dort konkurriert sie vor allem mit der LBBW sowie den Sparkassen.

Für die Deutsche Bank liefert die FINANCE-Banken-Survey 2019 dagegen an dieser Stelle ein eher schwaches Resultat: Die Großbank landet in den Augen der Zielgruppe im Geschäft mit Mittelstandskunden lediglich im Mittelfeld. 

BNP Paribas ist aktivste Auslandsbank

Unter den Auslandsbanken nehmen die Finanzverantwortlichen die BNP Paribas als besonders aktiv wahr, dicht gefolgt von der HSBC. Im Hausbanken-Ranking und in den einzelnen Produkt-Rankings rangieren die Auslandsbanken aber nach wie vor eher auf den hinteren Plätzen. Glanzlichter setzen allenfalls die großen Wall-Street-Banken, die in den Augen der deutschen Finanzchefs im M&A- und Kapitalmarktgeschäft klar am lieferfähigsten sind und in diesen Disziplinen auch die Deutsche Bank hinter sich lassen.

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sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

FINANCE-Podcast: Ein kritischer Blick auf die gescheiterte Mega-Bankenfusion

Von BNP Paribas bis Unicredit: Die vollständigen Ergebnisse der FINANCE Banken-Survey 2019 mit CFO-Einschätzungen zu mehr als 20 Banken in Bereichen wie Zahlungsverkehr, ECM, DCM, Exportfinanzierung, Kredit und M&A-Beratung sowie ausführlichen Rankings der aktivsten Auslands-, Haus- und Mittelstandsbanken können Sie über den FINANCE-Shop beziehen. Eine Analyse der Ergebnisse speziell mit Blick auf die geplatzte Fusion zwischen Deutscher und Commerzbank liefert die Titelgeschichte der aktuellen FINANCE, die Sie als e-Paper hier beziehen können.