Goldman Sach befördert 465 seiner Mitarbeiter zu Managing Directors – darunter sieben Deutsche.

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19.11.19
Banking & Berater

Goldman macht sieben Deutsche zu Managing Directors

Von insgesamt 465 neuen Managing Directors bei Goldman Sachs kommen sieben aus Deutschland – diesmal sind auch zwei Frauen dabei.

Neues Jahr, neue Aufgaben: Goldman Sachs befördert sieben deutsche Mitarbeiter zu Managing Directors. Ihre neue Position werden die Investmentbanker zum Januar 2020 antreten. Im Jahr 2017 hatte die Investmentbank sechs deutsche Mitarbeiter zu MDs befördert. Goldman Sachs veröffentlicht die Beförderungen alle zwei Jahre.

Insgesamt hat Goldman Sachs in diesem Jahr 465 seiner Mitarbeiter weltweit zu Managing Directors ernannt. Mehr als die Hälfe der Managing Directors (249) werden dabei künftig in America tätig sein, 16 Prozent (74) in der Region Asia Pacific. 142 neue Managing Directors wird es ab 2020 in EMEA geben – das entspricht einem Anteil von 31 Prozent. Der neue MD-Jahrgang ist insgesamt etwas schlanker als jener von 2017: Damals wurden 509 neue Managing Directors berufen.

Das sind die neuen Goldman-MDs

Ein Blick auf die Tätigkeitsfelder der künftigen deutschen Managing Directors zeigt dabei, dass die Beförderungen unterschiedliche Geschäftsbereiche betreffen. Mit Fabian Riedel und Clemens Tripp macht Goldman Sachs immerhin zwei Investmentbanker zu MDs.

Ansonsten ist die Mischung eher bunt: Tobias Lindemann aus der „Securities Division“ und zuständig für Aktienderivate, wird zum Januar befördert. Lennart Wilhelm, seit April 2013 Head of Operations in Deutschland, ebenfalls.

Mit Philipp de la Chevallerie wird zudem ein M&A-Experte zum Managing Director. De la Chevallerie leitet seit Januar 2014 das M&A-Beratungsgeschäft mit Chemiekonzernen in der EMEA-Region. Im Juli 2008 begann er seine Karriere bei Goldman Sachs als M&A-Analyst.

Cardoen und Wiecko sind Goldman-Eigengewächse

Den neuen MD-Jahrgang bezeichnet Goldman Sachs als den bislang diversesten: Über 36 Büros hinweg arbeiten künftig 134 Frauen als Managing Directors. Damit kommen sie auf einen Anteil von29 Prozent am neuen MD-Jahrgang. Laut Goldman Sachs ist das so viel wie noch nie und auch eine durchaus messbare Verbesserung gegenüber 2017: Damals beförderte Goldman Sachs 122 Frauen zu Managing Directors. Dies entsprach damals 24 Prozent der neuen MDs.

Zwei der neuen weiblichen MDs arbeiten für Goldman in Deutschland, und beide sind Investmentbankerinnen und Eigengewächse: Marie Cardoen ist seit November 2016 Vertriebschefin für das Retailgeschäft im deutschen Asset-Management-Team. Sie startete ihre Karriere bei der US-Investmentbank im Jahr 2004 im Corporate Treasury. Auch Eva Maria Wiecko startete 2004 bei Goldman Sachs, allerdings im Investmentbanking, wo sie nach wie vor tätig ist. Ihre Branchenschwerpunkte sind Industrials, Dienstleistungen und Infrastruktur.

Insgesamt sind zwei von drei Mitarbeitern, die Goldman zum Jahreswechsel zu MDs befördert Eigengewächse – praktisch genauso viel wie vor zwei Jahren.

olivia.harder[at]finance-magazin.de