Der M&A- und Private-Equity-Berater  Tobias Köster  wird dritter Partner bei Goldman Sachs in Frankfurt.

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12.11.18
Banking & Berater

Goldman Sachs befördert Tobias Köster

Goldman Sachs macht den Private-Equity-Spezialisten Tobias Köster zum Partner. Mit Kösters Beförderung stärken die Amerikaner einen Geschäftsbereich, in dem Goldman dieses Jahr der Konkurrenz den Rang abläuft.

Goldman Sachs befördert den in Frankfurt ansässigen Managing Director Tobias Köster (45) zum Partner. Kösters Aufstieg in den obersten Führungskreis der amerikanischen Investmentbank soll Anfang Januar vollzogen werden. Neben Deutschlandchef Wolfgang Fink und Alexander Mayer wird Köster damit der dritte Goldman-Sachs-Partner in Frankfurt.

Der Investmentbanker bringt viele Jahre Erfahrung in der Beratung von Private-Equity-Investoren mit. Derzeit leitet er Goldmans Geschäft mit PE-Investoren und deren Portfoliounternehmen im deutschsprachigen Raum. Außerdem berät er in Deutschland und Österreich Unternehmen aus den Branchen Konsumgüter, Healthcare und Medien.

Nach seinem Studium der Ökonomie in Freiburg und Basel begann Köster seine Karriere 1998 als Analyst bei der Investmentbank Credit Suisse First Boston in Frankfurt. Schon ein Jahr später wechselte er in die M&A- und Corporate-Finance-Sparte von Goldman Sachs. Fünf Jahre später zog es  ihn nach New York in den Leveraged Finance-Bereich der US-Investmentbank. 2006 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er bis 2008 weiterhin im Leveraged Finance arbeitete. 2008 wurde er zum Managing Director ernannt.

Goldman Sachs hat starken Lauf im PE-Geschäft

Insgesamt befördert Goldman Sachs im europäischen Investmentbanking zum Jahreswechsel fünf Mitarbeiter in den Partnerkreis. Köster ist der einzige Deutsche unter ihnen, aber nicht der einzige mit Private-Equity-Know-how. Wie Goldman gegenüber FINANCE erklärte, arbeiten „vier der fünf neuen Partner im Investmentbanking in EMEA (Europe, Middle East and Africa) mit Private-Equity-Kunden“.

Dass fast alle neuen Europa-Partner im Investmentbanking aus dem Private-Equity-Geschäft kommen, reflektiert den Erfolg, den Goldman derzeit in diesem Beratungsfeld hat. Dies gilt vor allem für Europa. Die League Tables deuten darauf hin, dass Goldman hier noch nie so viel Geschäft mit Finanzinvestoren gemacht hat wie im aktuellen Jahr. In den europäischen Ranglisten des laufenden Jahres für „Sponsor M&A & Equity“ rangiert Goldman eigenen Angaben zufolge auf Platz 1.

Insgesamt macht Goldman Sachs 69 Mitarbeiter zu Partnern – so wenige wie seit 2012 nicht mehr. Die meisten kommen aus dem Handelsgeschäft (28), die zweitmeisten aus dem Investmentbanking (21). 67 Prozent der neuen Partner haben ihre Karriere bei Goldman Sachs begonnen, 26 Prozent sind Frauen – so viele wie noch nie.

dominik.ploner[at]finance-magazin.de