Zuwachs für JP Morgan im Frankfurter Taunusturm: Tobias Heilmaier kommt von Goldman Sachs.

JP Morgan

02.07.18
Banking & Berater

JP Morgan wirbt Investmentbanker von Goldman ab

JP Morgan will im deutschen Investmentbanking wachsen. Dazu werben die US-Amerikaner einen Investmentbanker von Goldman Sachs ab und befördern ein Eigengewächs. Beide sollen neue Mandate an Land ziehen.

Die US-Investmentbank JP Morgan will im deutschen Investmentbanking stärker wachsen. Dazu passt sie die Zuständigkeiten in der deutschen Niederlassung leicht an und schafft die Position des sogenannten Head of Corporate Finance Coverage, wie die Bank gegenüber FINANCE mitteilte.

Das Corporate-Finance-Coverage-Team besteht aus Bankern, die sich ausschließlich auf die Betreuung von Firmenkunden aus dem Investmentbanking konzentrieren. Das betrifft in erster Linie das Eigenkapitalmarkt-, Fremdkapitalmarkt- und M&A-Geschäft. Die Coverage-Banker sind damit das Gesicht der US-Investmentbank zu ihren Kunden.

Tobias Heilmaier kommt von Goldman Sachs

Geleitet wird dieser Bereich künftig von Michele Iozzolino und Tobias Heilmaier. Beide arbeiten von Frankfurt aus und berichten an Christian Kames, den Chef des deutschen Investmentbankings. Kames kam selbst erst vor rund zwei Jahren von der Citigroup zu JP Morgan. Iozzolino ist bereits seit 2011 Teil des Frankfurter Corporate-Finance-Teams. Heilmaier kommt vom Konkurrenten Goldman Sachs, wo er als Head of Chemicals für den Ausbau dieses Geschäfts verantwortlich war. Seine Arbeit bei JP Morgan wird er im Oktober aufnehmen.

Goldman Sachs hatte die Investmentbanking-League-Tables des Datenanbieters Dealogic im ersten Quartal klar dominiert. Im deutschsprachigen Raum belegte Goldman Sachs sowohl im Eigenkapitalmarkt- als auch im M&A-Geschäft den ersten Platz. Im Fremdkapitalgeschäft lag die Bank hinter der Deutschen Bank und der Schweizer UBS auf Platz 3.

JP Morgan belegte im ersten Quartal in den League Tables von Dealogic die Plätze 4 (ECM), 5 (DCM) und 7 (M&A). Es liegt an den beiden neuen Teamleitern, sich weiter in den Ranglisten hochzuarbeiten. JP Morgen lobte die zahlreichen großen Deals der beiden Investmentbanker und deren tiefe Kundenbeziehungen in Deutschland sowie in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de