Karl Manfred Lochner ist bereits seit acht Jahren Firmenkundenvorstand der LBBW.

LBBW

FINANCE+ 31.01.20
Banking & Berater

LBBW: „Banken sind sicher wählerischer geworden“

Die Fusionsgerüchte um die Landesbanken reißen nicht ab. Und wie positioniert sich die LBBW dabei? Firmenkundenvorstand Karl Manfred Lochner gibt Antworten auf die brennendsten Fragen.

Herr Lochner, die BayernLB baut ihr Kapitalmarktgeschäft zurück, die NordLB hat sich eben erst rekapitalisiert, und die Helaba geht womöglich mit der Deka zusammen. Da drängt sich die Frage auf, wie sich die LBBW im Firmenkundengeschäft ausrichtet. Steht bei Ihnen ebenfalls ein Kurswechsel an?
Nein. Selbstverständlich sind viele Banken im Umbruch, wir haben uns aber bereits in den Jahren 2016/2017 mit einer neuen Strategie auf die Zukunft eingestellt. Seitdem arbeiten wir Tag für Tag an deren Umsetzung mit vier strategischen Hebeln: Geschäftsfokus, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Agilität. Das gilt auch im Firmenkundengeschäft.

Zahlreiche Banken haben nach dem EZB-Entscheid im vergangenen September ihre Mittelfristpläne revidiert, weil die Zinsen auf Sicht niedrig bleiben. Ihr Haus auch?
Wir sind der felsenfesten Überzeugung, dass unsere Strategie weiter richtig ist. Aber natürlich sind auch wir gegenüber den Veränderungen nicht immun. Früher diente das Japan-Szenario eher als Back-up, heute ist klar: Die Zinsen bleiben bis auf weiteres niedrig. Das macht es schwieriger, ein sehr gutes Zinsergebnis zu erwirtschaften. Wir müssen deshalb realistisch sein: 10 Prozent Eigenkapitalrendite im Firmenkundengeschäft sind momentan nicht machbar, wir müssen eher mit 6 bis 8 Prozent rechnen.

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