Heinz Hilger leitet die Geschäfte von Standard Chartered in Deutschland.

Standard Chartered

FINANCE+ 23.06.20
Banking & Berater

Heinz Hilger: „Kann diesen Generalverdacht nicht bestätigen“

Die Finanzierungsmärkte haben in der Coronakrise teils nicht mehr funktioniert. Heinz Hilger, Deutschlandchef von Standard Chartered, sprach mit uns über die aktuelle Situation, die Rückzugsgerüchte von US-Banken und einen möglichen harten Brexit.

Herr Hilger, die Coronakrise hat viele Unternehmen im Kern getroffen. Zeitweise waren die Finanzierungsmärkte gestört, speziell Anleihen und Commercial Papers. Wie ist die Situation heute?
Liquiditätsmanagement war und ist für Unternehmen eine Top-Priorität. Nach einer herausfordernden Phase im März haben der Staat und die EZB deutliche Signale gesetzt. Inzwischen hat sich der Kapital- und Bankenmarkt graduell entspannt. Wir sind jetzt aus der ersten Krisenphase raus, es ist kein Notfall mehr.

Vor allem KfW-Darlehen sollten Erleichterung verschaffen. Auch bei Ihren Kunden?
Von unseren Kunden haben wenige KfW-Darlehen genutzt. Vergabekriterien der Fördermittel sind teilweise sehr komplex. Und für die Großunternehmen haben sich inzwischen wieder andere Quellen aufgetan, speziell der Anleihemarkt, der wieder angesprungen ist. Aber das Signal der KfW war unheimlich wichtig, um die Märkte zu beruhigen – und der breite Mittelstand hat sicher auch inhaltlich davon profitiert. 

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