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02.11.17
Banking & Berater

Deutscher wird Chef von PwC-Tochter Strategy&

Die Strategieberatung von PwC, Strategy&, hat einen neuen weltweiten Chef. Joachim Rotering kommt aus der deutschen Landesgesellschaft. Das ist ein klares Zeichen.

Ein Deutscher leitet künftig die weltweiten Geschäfte der PwC-Tochter Strategy&. Mit Joachim Rotering steigt ein Manager aus dem Düsseldorfer Büro an die Spitze der Strategieberatung auf, wie Strategy& jetzt in einer Pressemitteilung erklärte.

Rotering ist seit 1992 bei Strategy& und seit 2013 Chef für die Regionen Europa, Nahost und Afrika. Diesen Posten behält er. Roterings Schwerpunkte liegen auf Transformations- und Wachstumsprojekten, M&A-Deals und Restrukturierungen. Seine Stammsektoren sind Energie, Chemie und Stahl.

Joachim Rotering sieht Wachstum bei Strategy&

Rotering löst an der Spitze den US-Amerikaner Leslie Moeller ab. Der 53-Jährige ist der erste Deutsche, der weltweiter Chef der Strategieberatung wird. Ein klares Zeichen, sagt Deutschlandchef Peter Gassmann: „Dies ist eine bemerkenswerte Anerkennung für die hervorragende Entwicklung der letzten Jahre von Strategy& in Europa.“

PwC hatte Strategy& im Jahr 2014 gekauft. Zunächst gab es Anpassungsschwierigkeiten: Viele Berater verließen Strategy&, weil sie Mandanten hatten, die PwC gleichzeitig prüfte. Deshalb durfte Strategy& diese Kunden nicht mehr weiter betreuen. Das führte zu einem Umsatzeinbruch von 40 Prozent in Deutschland. Inzwischen hat Strategy& diese Einbrüche aber wieder wettgemacht, sagte vor drei Wochen PwC-Deutschlandchef Norbert Winkeljohann. Doch Rückschläge bleiben nicht aus: Vor kurzem hat Strategy& die bekannte Digitalisierungsexpertin Christine Mareen Rupp an Deloitte verloren.

Das Beratungsgeschäft ist für die Big Four der Wirtschaftsprüfer (EY, KPMG, PwC und Deloitte) ein Wachstumsfeld. Daraus leitet sich auch Roterings Auftrag ab. „An das zweistellige Wachstum im vergangenen Fiskaljahr gilt es nun anzuknüpfen“, verspricht er.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de