Die Rechtsberatung bei Ebner Stolz wird größer: Insgesamt 14 neue Anwälte hat das Haus an Bord geholt.

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04.07.18
Banking & Berater

Ebner Stolz baut Rechtsberatung stark aus

Ebner Stolz verstärkt sich in der Rechtsberatung: Für den Standort Stuttgart wirbt das mittelständische Beratungshaus gleich ein neunköpfiges Team von einem Konkurrenten ab. Auch Köln und Hamburg wachsen.

Ebner Stolz baut seinen Anwaltsbereich signifikant aus: Insgesamt 14 Anwälte kommen an die Standorte Köln, Hamburg und Stuttgart. Über alle 15 Standorte hinweg beschäftigt das mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Beratungshaus damit dann 101 Rechtsanwälte.

Den größten Zuwachs erfährt der Stuttgarter Standort, dorthin wechseln gleich neun Rechtsanwälte vom Stuttgarter Konkurrenten Menold Bezler. Zu dem abgeworbenen Team gehören fünf Partner und assoziierte Partner aus verschiedenen Rechtsgebieten: Oliver Schmidt, Christoph Winkler und Holger Kierstein mit dem Schwerpunkt Gesellschaftsrecht/M&A, Laurent Meister mit Fokus auf IT- und Datenschutzrecht sowie der auf Digitalisierung und Venture Capital spezialisierte Torsten Lörcher.

Die fünf neuen Partner werden von den Rechtsanwälten Valerie Bolai, Julia Czarlay, Alexander La Roche und Antje Kurz begleitet. An den Standorten Köln und Hamburg nehmen jeweils zwei neue Anwälte die Arbeit auf. Weitere Verstärkungen in Köln sind für den Herbst geplant, kündigte Ebner Stolz bereits an.

Ebner Stolz gegen Big Four und Next Ten

Mit dem Ausbau der Rechtsberatung verfolgt Ebner Stolz das Ziel, alle vier Sparten – Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- und Unternehmensberatung – gleich stark aufzustellen. Ursprünglich aus der Wirtschaftsprüfung kommend, hat Ebner Stolz in den vergangenen Jahren seinen Beratungsarm stark ausgebaut, muss sich aber gegen eine immer stärker werdende Konkurrenz behaupten: Sowohl die großen Häuser KPMG, PwC, Deloitte und EY („Big Four“) als auch die mittelständischen Konkurrenten wie BDO, Rödl & Partner oder Warth & Klein Grant Thornton („Next Ten“) drängen aggressiv in den Beratermarkt.

Vor wenigen Wochen erst hatte Ebner Stolz die Prüfung und Beratung für Banken und Finanzinstitute gestärkt und den ehemaligen PKF-Partner Marc Lilienthal an Bord geholt. Er soll den Standort Köln auf- und ausbauen.

Im März holte Ebner Stolz Andreas Serafin, ehemals Managing Director für die Compliance Services der Credit Suisse, an den Standort Frankfurt. Anfang des Jahres kamen außerdem neun Wirtschaftsprüfer und Berater sowie ein Anwalt von der Kanzlei Advises als Neuzugänge an den Standort Düsseldorf.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

Der Wirtschaftsprüfermarkt ist im Umbruch – das beeinflusst auch die „Next Ten“, das Verfolgerfeld der „Big Four“ KPMG, PwC, Deloitte und EY. Alles zu Strategie, Personalien oder Mandatswechsel lesen Sie hier auf unserer Themenseite zu „Next Ten“.