Stefan Hahn hat Deloitte verlassen und bei Warth & Klein Grant Thornton angeheuert.

Warth & Klein Grant Thornton

25.06.19
Banking & Berater

Warth & Klein holt Steuerexperten von Deloitte

Erfolg für Warth & Klein: Das mittelständische Prüf- und Beratungshaus holt sich einen Steuerexperten von Deloitte ins Haus. Stefan Hahn soll unter anderem bei M&A- und Private-Equity-Deals beraten.

Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) hat sein Transaction Tax Team mit Stefan Hahn verstärkt. Der Steuerexperte steigt im Düsseldorfer Büro des mittelständischen Prüf- und Beratungshauses als Partner ein und soll fortan Konzerne, Familienunternehmen und Private-Equity-Häuser bei M&A-Deals sowie Umstrukturierungen beraten. Außerdem begleitet er in seiner Rolle Post Merger-, Finanzierungs- und Carve-out-Projekte.

Mit seinem Jobwechsel betritt Hahn Neuland, verbrachte er seine gesamte bisherige Laufbahn doch bei den Big Four: Zuletzt war der 44-Jährige bei Deloitte, wo er seit 2013 als Director im Bereich M&A Tax, Internationale Tax und Business Tax gearbeitet hat. Davor war Hahn Senior Manager Transaktion Tax bei EY (Ernst & Young), wo er 2005 eingestiegen war.

Tax & Legal trägt viel zum WKGT-Umsatz bei

WKGT-Angaben zufolge bringt Hahn über 15 Jahre Erfahrung in der steuerlichen Beratung von komplexen Transaktionen mit, hauptsächlich bei Dienstleistungsunternehmen, der Chemie- und Automotive-Industrie sowie bei Handelsunternehmen. Zu seinen Referenzkunden zählt etwa die Tank & Rast-Gruppe.

Das Transaction Tax Team von WKGT in Düsseldorf beschäftigt zehn Mitarbeiter, deutschlandweit kommen noch acht weitere hinzu. Der Bereich Steuern und Recht hat sich mit einem Wachstum von rund 8 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr gut entwickelt und ist mit mehr als 38 Millionen Euro der größte Umsatzbringer von WKGT, noch vor der Wirtschaftsprüfung.

Warth & Klein bekommt einen neuen Chef

Die gute Entwicklung im Kerngeschäft mit Steuerberatung treibt auch das Wachstum der gesamten WKGT-Gruppe an, der es im vergangenen Geschäftsjahr erstmals gelang, beim Umsatz die 100-Millionen-Euro-Marke zu knacken. Damit ist sie aktuell die Nummer 10 im deutschen Markt der Prüfer und Berater.

Unter den Verfolgern der Big-Four-Häuser (als „Next Ten“ bezeichnet) herrscht ein harter Wettbewerb. Dass sie dafür Personal von den Big Four abwerben, kommt immer wieder vor, so zuletzt beispielsweise auch bei Rödl & Partner, der Nummer 6 im Markt.

Im vergangenen November hat sich Warth & Klein mit dem Berliner Konkurrenten Trinavis zusammengetan. Vor wenigen Wochen erst gab das Haus auch einen wegweisenden Personalwechsel bekannt: Der langjährige Chef Joachim Riese geht zum Jahresende in den Ruhestand. Neuer Chef von Warth & Klein wird der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Michael Häger.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

Lesen Sie mehr über die Verfolger von Deloitte, PwC, KPMG und EY auf unserer Themenseite zu den Next Ten.