Joachim Englert (links) und Peter Gassmann wollen die Transformations- und Restrukturierungsberatung von Strategy& und PwC Deutschland enger verzahnen.

PwC Deutschland

FINANCE+ 22.07.21
Banking & Berater

„Wir sind beim Recruiting offensiv im Markt unterwegs“

Rund ein Fünftel des Umsatzes sollen bei PwC und der Beratungstochter Strategy& künftig aus der Transformations- und Restrukturierungsberatung kommen. Was das für das Personaltableau bedeutet, erklären Strategy& Global Leader Peter Gassmann und Joachim Englert, Head of Advisory bei PwC Deutschland, im Interview.

Die große Restrukturierungs- und Insolvenzwelle ist in Deutschland bislang ausgeblieben, dennoch hat PwC Deutschland wie einige andere Beratungshäuser auch den Bereich Restrukturierung als Wachstumsfeld ausgerufen – sowohl im Strategiebereich bei der Tochter Strategy& als auch im Kerngeschäft. Woran machen Sie das fest?
Englert: Zwar ist die Zahl der Insolvenzen bislang niedrig, dennoch hat Covid-19 in vielen Unternehmen tiefgreifende Veränderungen angestoßen. Eine Restrukturierung muss nicht immer eine harte finanzielle Sanierung bedeuten. Bei transformatorischen Restrukturierungsthemen rollt eine recht große Welle auf uns zu. Viele Unternehmen stellen ihre Portfolien auf den Prüfstand und überlegen, welche Bereiche sie ausbauen und welche sie verkleinern sollten. Wir setzen dort an und führen künftig die Beraterteams für finanzielle Restrukturierung und für strategische Transformation bei PwC Deutschland und seiner Strategieberatung Strategy& noch enger zusammen.

Ihr jüngster Neuzugang Michael Weiss ist seit Juni neuer Partner im Bereich Restrukturierung bei Strategy& in München und soll auch bei Transformationsprojekten beraten. Wie groß ist das Team derzeit?  
Gassmann: Derzeit haben wir in dem Bereich bei PwC, der sich vornehmlich um „klassische“ bankengetriebene Restrukturierungsthemen oder Insolvenzen kümmert, rund 120 Mitarbeiter. Daneben gibt es bei Strategy& ein Team, das sich dem Thema „Fit for Growth“ widmet und das einen stärkeren strategischen Fokus hat. Darin arbeiten mehr als 60 Personen, die sich mit transformatorischen Neuaufstellungen befassen – das heißt, wie sich Unternehmen so umbauen lassen, dass die zukunftsfähigen Teile gestärkt werden. Diesen Schwerpunkt bringt auch Michael Weiss mit. Ich gehe davon aus, dass wir in dem Bereich in den kommenden drei Jahren deutlich mehr Nachfrage sehen werden – dazu tragen die Folgen der Corona-Pandemie und der Digitalisierungsschub bei, aber auch der stärkere Fokus auf ESG und Nachhaltigkeit.

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