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FINANCE-Resterampe: Vier Banker gehen in einen Stripclub …

Vier Manager der Deutschen Bank wollten einen Stripclubbesuch als Spesen abrechnen. Das klappte nicht. Foto: Aleksandr Rybalko – stock.adobe.com
Vier Manager der Deutschen Bank wollten einen Stripclubbesuch als Spesen abrechnen. Das klappte nicht. Foto: Aleksandr Rybalko – stock.adobe.com

Deutsche-Bank-Quartett stolpert über Stripclub-Besuch

Augen auf bei der Spesenabrechnung: Ein Quartett (zwei Managing Director, ein Director und ein Associate) der Deutschen Bank in New York City wollte einen (vermutlich stressigen) Tag in einem Stripclub ausklingen lassen. Laut eines „Bloomberg“-Berichts war darunter auch der damalige Head of Equity Capital Markets für die Amerikas-Region. An sich ist dieser Freizeitvertreib auch in den USA nichts Verbotenes, das Problem war allerdings, dass die vier Banker den Trip in das Vergnügungslokal als offizielle Spesen abrechnen wollten.

Das war dann doch zu viel des Guten. Als die Deutsche Bank Wind von der Geschichte bekam, entschied das Geldhaus, sich von den Topbankern zu trennen, wie „Bloomberg“ unter Verweis auf Insider berichtete. Die Deutsche Bank akzeptiere generell keine Verstöße gegen den Verhaltenskodex, wurde ein Sprecher der Bank zitiert. Näher eingehen auf den Vorfall in New York wollte das Institut aber nicht.

Citibank bietet Sonne statt Bonus

Die Citibank kämpft Medienberichten zufolge mit unzufriedenen Juniors. Die Nachwuchskräfte monierten demnach unlängst die aus ihrer Sicht unzureichenden Boni. Andere US-Banken zahlten deutlich mehr, wodurch sich die Berufsanfänger nicht wertgeschätzt fühlen, so die Beschwerden.

Im „War for Talents“ darf man keinesfalls ins Hintertreffen geraten, deshalb steuerte die Citibank direkt gegen – allerdings nicht mit höheren Gagen. Nein, die Top-Banker haben etwas Spannenderes ausgetüftelt, wie das Portal „efinancialcareers“ vor kurzem in Erfahrung brachte. Die US-Bank will dem Bericht zufolge im spanischen Malaga einen neuen Junior Resources Hub für die EMEA-Region aufbauen. Das Portal zitiert dabei aus internen Folien. In der Präsentation weist Citi darauf hin, dass dieser Ansatz in der Bankenszene so noch nicht probiert wurde. Man erhoffe sich einen Wettbewerbsvorteil. Malaga sei zudem das „Silicon Valley of Southern Europe“.

Malaga gilt als das Silicon Valley von Südeuropa.

Der Clou für die jungen Banker: Die Investmentbanker verdienen weniger (wohl um die 50.000 US-Dollar), dafür arbeiten sie aber auch weniger und können nach ihrem Feierabend direkt zum Strand. Die Mittelmeermetropole Malaga hat 320 Sonnentage im Jahr und kommt durchschnittlich auf 18 Grad Celsius. Andere Hubs in Madrid, London, Paris oder Frankfurt können das nicht bieten.

Nun plant Citi dem Vernehmen nach, ein Team zusammenzustellen. Dieses soll aus einem Team Leader, neun Senior Analysten und 20 weiteren Analysten bestehen. Intern wird der Ansatz offenbar kritisch gesehen, wie „efinancialcareers“ von einem in London stationierten Junior erfahren hat. Es sei eher gehofft worden, dass das Lohnniveau an die Kollegen in den USA angepasst werden würde. Freizeit scheint nicht so hoch im Kurs zu stehen.

Hacker erbeuten 600 Millionen Dollar auf einen Streich

Cybercrime ist für Unternehmen schon länger ein Problem, doch die mitunter erbeuteten Unsummen dürften so manchem CFO Schweißperlen auf die Stirn treiben. Jüngstes Beispiel: Hacker haben Kryptowährungen im Wert von mehr als 600 Millionen US-Dollar (rund 540 Millionen Euro) aus einem Onlinespiel geklaut. Die digitale Beute waren demnach 173.600 Einheiten der Kryptowährung Ether sowie 25,5 Millionen Dollar in Stablecoin, erklärte der Zahlungsdienstleister Ronin.

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Von Hacker-Attacke bis Schadsoftware: CFOs müssen verschiedene Einfallstore im Blick behalten, um die Finanzabteilung vor Cybercrime zu schützen.

Der Paymentdienst wurde eigens vom Hersteller des Onlinespiels „Axie Infinity“, Sky Mavis, gegründet, um Transfers digitaler Währungen in und aus dem Spiel zu ermöglichen, schreibt „Der Spiegel“. Das hat anscheinend geklappt. Leider liegt der überwiegende Teil der Beute nun auf Hackerkonten. Sky Mavis muss nun mit Strafverfolgungsbehörden, forensischen Kryptographen und den Investoren zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Gelder zurückerhalten oder erstattet werden können.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

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Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.

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