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BayernLB tauscht Firmenkundenchef aus

Commerzbank-Banker Johannes Anschott wird neuer Firmenkundenchef der BayernLB.
BayernLB

Die BayernLB hat Johannes Anschott zum neuen Firmenkundenchef berufen. Der 1969 geborene Manager, dessen Bestellung noch unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht steht, werde in den Vorstand der Landesbank einziehen und künftig das Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft verantworten, wie die Bank mitteilt. Seinen neuen Posten wird Anschott aller Voraussicht nach Anfang April 2021 antreten.

Anschott folgt auf Michael Bücker, der die BayernLB Ende März 2021 verlassen wird. Laut Mitteilung erfolgt der Schritt „im besten gegenseitigen Einvernehmen“ und „auf eigenen Wunsch“. Der 58-jährige Firmenkundenexperte wolle sich beruflich neu orientieren, erklärte die Landesbank. Details hierzu sind noch nicht bekannt.

Michael Bücker baut Firmenkundengeschäft um

Bücker ist seit Februar 2013 im Vorstand der BayernLB für das Firmenkundengeschäft verantwortlich und kam seinerzeit von der Commerz Real, dem Immobilienarm der Commerzbank. Neben seiner Zuständigkeit für das Geschäft mit Unternehmens- und Mittelstandskunden übernahm Bücker 2019 zudem die Verantwortung für die Kapitalmarktaktivitäten der BayernLB und bündelte diese in seinem Geschäftsfeld „Corporates & Markets“.

Nachfolger Anschott kommt nun ebenfalls von der Commerz Real zur BayernLB. Bei der Commerzbank-Tochter gehört Anschott seit 2016 dem Vorstand an, seit wenigen Monaten ist er Vorsitzender des Gremiums. Der gelernte Bankkaufmann hat einen Großteil seiner Karriere bei der Commerzbank verbracht, wo er diverse nationale und internationale Führungsaufgaben im Corporate Banking bekleidet hat.

Vor seinem Wechsel zur Commerz Real verantwortete Anschott zuletzt das norddeutsche Großkundengeschäft der gelben Bank und war Geschäftsführungsmitglied der Mittelstandsbank Nord. Seine berufliche Karriere im Firmenkundengeschäft startete er bei der mittelständisch geprägten National-Bank mit Sitz in Essen.

Firmenkunden: BayernLB baut Stellen ab

Anschott stößt in einer Phase des Umbruchs zur BayernLB: Das Institut will sich bis Ende 2023 zu einer Spezialbank transformieren. Der Fokus soll künftig auf Branchen wie Mobilität, Technologie und Energie liegen. Der auf einzelne Produkte und Regionen fokussierte Ansatz der Münchener ist damit bei der Beratung von Firmenkunden perspektivisch passé.

Die Umstrukturierung hat der scheidende Bücker eingeleitet. Mit dem Umbau einher geht auch der Abbau von 400 Stellen im Kapitalmarktgeschäft, was die BayernLB vor rund einem Jahr verkündet hat. Im Corporate-Bereich sollen indes keine Jobs wegfallen.

Gegenüber der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer betonte die BayernLB unlängst, dass das Kapitalmarktgeschäft weiter von hoher Bedeutung für das Institut sei. Der Stellenabbau erfolgt demnach entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also maßgeblich auch im Backoffice wie Abwicklung, Rechtsberatung oder Research.

Einige Bereiche wird die BayernLB aber einstellen. So wird die Landesbank künftig kein Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement für die Unternehmenskunden der Sparkassen im Freistaat mehr anbieten. Das Geschäft wird an die LBBW übertragen.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

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Was haben die Banken mit ihren Unternehmenskunden vor? Finden Sie es heraus, mit der FINANCE-Themenseite Firmenkundengeschäft.

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Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.