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Deutsche Bank: Kreditkrise bedroht Italien

Die italienische Volkswirtschaft könnte mangels Bankkredit drastisch schrumpfen. Die Vergabepraktiken sind wieder so restriktiv geworden, wie sie es auch zum Höhepunkt der globalen Finanzkrise vor drei Jahren waren, berichtet die Deutsche Bank. "In Italien ist es ganz wichtig, dass die Banken wieder zur Kreditvergabe bereit sind, wenn eine tiefe Rezession vermieden werden soll", so der Bericht, den die Research-Abteilung der Bank publizierte. Portugal sei ebenso gefährdet, fügt Giles Moec hinzu, einer der Autoren.

Der Ausblick ist jedoch vorsichtig optimistisch. Vor allem wegen der kürzlichen Flutung des Bankenmarkts mit billigem Geld durch die EZB sei zu erwarten, dass die Kreditstandards sich auch in Italien entspannen würden, glaubt Moec. Der Abfall im letzten Quartal sei eine "reflexartige Reaktion" auf die EBA-Stresstests und die politische Unsicherheit gewesen. Dennoch würden die Investitionen vorerst weiter sinken, da in der Regel eine lange Verzögerung zwischen lockereren Kreditstandards und Unternehmensinvestitionen stattfinde.

steven.arons(at)finance-magazin.de

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