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NRW Bank fordert Millionenrückzahlungen von Hypo-Bad-Bank Heta

Die NRW Bank will ihre Forderungen gegen die Hypo-Alpe Adria Bad Bank Heta nun gerichtlich eintreiben.
Heta AG

Im Streit mit der Krisenbank Hypo-Alpe Adria drohen deutschen Banken hohe Verluste. Die NRW Bank geht nun aktiv dagegen vor und verklagt die österreichische Bad Bank Heta auf die Rückzahlung von Anleihen. Es geht um insgesamt 275,5 Millionen Euro. Damit fordert die Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen den gesamten nominellen Anleihebetrag samt Zinsen zurück, wie eine Banksprecherin gegenüber FINANCE auf Nachfrage bestätigte.

Bei den Anleihen handelt es sich um drei nicht nachrangige Senior Notes, die der Sprecherin zufolge ausnahmslos durch das Land Kärnten garantiert sind. Eine Gesetzesänderung soll das Land nun jedoch aus der Haftung entlassen, weshalb die Heta laut Angaben der Bankensprecherin jegliche Zinszahlungen vorsorglich stoppte. Dies nimmt die NRW Bank nun zum Anlass die beiden noch offenen Forderungen gegen die Heta fällig zu stellen und die Anleihen zu kündigen.

Im Falle eines tatsächlichen Ausfalls der Forderung hat die NRW Bank jedoch vorgesorgt, wie sie Anfang März bereits mitteilte. Ein vollständiger Ausfall sei vollständig durch die im Jahresabschluss 2014 testierte Risikovorsorge gedeckt, wodurch das Jahresergebnis in jedem Fall positiv bleibe, sagte das Unternehmen damals.

Deutsche Banken leiden unter Hypo-Alpe Adria

Vor allem deutsche Banken sind stark in der Hypo-Alpe Adria investiert. Laut Medienberichten hält allein die BayernLB schätzungsweise Anleihen im Volumen von 2,3 Milliarden Euro. Dieses Schicksal teilen laut einem Bericht des Handelsblatts auch die Commerzbank und die deutsche Pfandbriefbank, die dem Bericht zufolge mit jeweils rund 400 Millionen Euro investiert sein sollen. Auch die NordLB ist demnach mit 380 Millionen investiert, die HSH Nordbank soll mit 220 Millionen Euro vertreten sein.

Besonders hart traf die Banken-Pleite die Düsseldorfer Hypothekenbank: Der Fall der Alpe Adria brachte die deutsche Düsselhyp Mitte März in eine dramatische Schieflage, aus der das deutsche Bankhaus unter den Rettungsschirm der deutschen Privatbanken schlüpfen musste. Die Düsselhyp hatte Hypo-Papiere im Wert von 348 Millionen Euro im Portfolio.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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