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Unicredit macht Hans Niethammer zum DCM-Chef

Hans Niethammer
UniCredit macht Hans Niethammer zum DCM-Chef. Foto: UniCredit

Kurz vor dem Jahresende dreht die Unicredit im Corporate und Investmentbanking noch einmal das Personalkarussell und macht Hans Niethammer zum Head of Debt Capital Markets (DCM). Niethammer, der diese Position bereits für Deutschland innehat, soll diese – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden – in den kommenden Monaten auch gruppenweit übernehmen, wie die italienische Großbank mitteilt. Seine Aufgaben als Leiter des deutschen DCM-Geschäfts werde er auch in der neuen Position fortführen.

In seiner neuen Rolle folgt Niethammer auf Clemens Popp, der die Position des DCM-Chefs seit Ende 2016 innehatte und künftig die Leitung des Client Risk Management in Deutschland übernehmen wird. Auf Konzernebene wird sein Nachfolger Niethammer an den Leiter des Kapitalmarktgeschäfts Luca Falco berichten. In die neue Aufgabe startet Niethammer mit Rückenwind.

Neuer DCM-Leiter kennt die Unicredit gut   

Mit der Personalie bleibt die Unicredit einmal mehr der Tradition treu, Führungspositionen vornehmlich aus den eigenen Reihen zu besetzen. So kennt auch der neue DCM-Chef die Bank und ihr Geschäft schon seit vielen Jahren. Niethammer war 2002 zur Unicredit gestoßen und nahm damals am Finance-Post-Graduate-Trainee-Programm teil. Nach seinen Anfängen im Bereich Structured und Leveraged Finance wechselte er 2005 zu Debt Capital Markets.

Dort habe er seitdem ein breites Spektrum von Firmenkunden über alle Ratingkategorien in Deutschland, Großbritannien und den USA betreut und einen Vielzahl von DCM-Transaktionen initiiert und begleitet, heißt es vonseiten der Bank. Im Jahr 2018 wurde Niethammer zunächst zum Head of Corporate Investment Grade Origination ernannt, bevor ihn die Bank in diesem Jahr zum Chef ihres deutschen DCM-Geschäfts machte.

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Unicredit im DCM-Geschäft auf Platz 3

Mit der Entwicklung im hiesigen DCM-Geschäft, Niethammers bisherigem Wirkungsbereich, kann die Unicredit durchaus zufrieden sein. So steht die deutsche Tochter Hypovereinsbank in Sachen Kapitalmarkt, wo die Münchener seit Jahren eine feste Größe darstellen, im diesjährigen FINANCE-Banken-Survey durchaus gut da.

Aus Sicht der CFOs und Treasurer verbesserte die HVB/Unicredit ihren Rang unter den führenden Banken im Fremdkapitalmarktgeschäft um eine Position auf Platz 3 – übertroffen lediglich von den beiden Platzhirschen Deutsche Bank und Commerzbank. Das verbesserte Ergebnis dürfte Niethammer auch etwas Rückenwind für seinen Start auf Konzernebene verschaffen.

Thomas Holzamer ist Redakteur bei FINANCE und verfolgt schwerpunktmäßig die aktuellen Entwicklungen im Banken-Sektor, speziell das Firmenkundengeschäft. Er hat Politikwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt studiert. Vor FINANCE arbeitete Thomas Holzamer mehr als 12 Jahre in den Redaktionen der Mediengruppe Offenbach-Post, zunächst als verantwortlicher Redakteur für Sonderpublikationen, später im Lokalen.