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Dirk Albersmeier gibt bei JP Morgan Co-Chef-Posten ab

Dirk Albersmeier gibt seine Rolle als globaler Co-Chef M&A bei JP Morgan ab. Foto: JP Morgan
Dirk Albersmeier gibt seine Rolle als globaler Co-Chef M&A bei JP Morgan ab. Foto: JP Morgan

Veränderungen im Investmentbanking von JP Morgan: Dirk Albersmeier legt seine Aufgaben als weltweiter Co-Chef des M&A-Beratungsgeschäfts der US-Amerikaner nieder. Der renommierte Banker habe darum gebeten, sich „ganz auf die Kunden und Transaktionen“ konzentrieren zu dürfen, heißt es in einem internen Memo, das FINANCE vorliegt. Die Nachrichtenagentur „Reuters“ hatte zuerst über die Personalie berichtet.

Albersmeier hatte seinen Posten 2020 zusammen mit seiner Kollegin Anu Aiyengar übernommen. Aiyengar, die seit rund zwei Jahrzehnten für die US-Bank aktiv ist, soll die Rolle in Zukunft allein ausfüllen, wie es in dem Memo verlautet. Albersmeier solle die Kunden von JP Morgan nun „erstklassig“ begleiten und als Mentor für M&A-Führungskräfte der US-Bank fungieren.

Dirk Albersmeier ist seit 25 Jahren bei JP Morgan

Für Albersmeier geht es somit aus der globalen Verantwortung und somit wieder verstärkt ins operative Geschäft. Der Investmentbanker arbeitet seit 1997 für JP Morgan, er gilt als einer der profiliertesten deutschen M&A-Berater. Albersmeier war seit 2005 Chef des M&A-Geschäfts für Deutschland und Österreich und wurde 2015 neben dem Briten David Lomer zum Co-Chef für Fusionen und Übernahmen in der EMEA-Region ernannt.

Mit der Abberufung Lomers zum Co-Chef für Großbritannien im Februar 2019 führte er Leitung der Geschäfte für Kontinentaleuropa, Großbritannien, Nahost und Afrika dann gemeinsam mit Dwayne Lysaght, ehe er zum globalen Co-Chef für M&A befördert wurde.

Albersmeier hat in Deutschland in den vergangenen Jahren einige Top-Deals begleitet. So beriet er beispielsweise den Immobilienkonzern Deutsche Annington (heute Vonovia) beim milliardenschweren Kauf der Gagfah im Jahr 2014. Auch war er unter anderem beim Einstieg des Finanzinvestors KKR bei dem Medienkonzern Springer beteiligt. In Branchenkreisen wird zudem seine Expertise rund um die M&A-Aktivitäten in China und den USA geschätzt.

JP Morgan ist die Nummer 2 weltweit

Im abgelaufenen Jahr war JP Morgan in der M&A-Rangliste laut Daten von Dealogic weltweit die Nummer zwei. Die Investmentbanker berieten demnach bei Übernahmen im Volumen von mehr als 900 Milliarden US-Dollar. Dennoch musste man sich dem Rivalen Goldman Sachs geschlagen geben: Die „Goldmänner“ begleiteten den Dealogic-Zahlen zufolge Deals im Wert von 1,2 Billionen Dollar.

Jakob Eich ist Redakteur der Fachzeitungen FINANCE und DerTreasurer des Fachverlags F.A.Z Business Media, bei dem er auch sein Volontariat absolviert hat. Eich ist spezialisiert auf die Themen Digitalisierung im Finanzbereich und Treasury. Durch seine Zwischenstation bei der Schwesterpublikation „Der Neue Kämmerer“ ist der 1988 geborene Journalist auch versiert beim Thema Kommunalfinanzen. Erste journalistische Erfahrungen hat der gebürtige Schleswig-Holsteiner in den Wirtschaftsmedien von Gruner+Jahr sowie in der Sportredaktion der Hamburger Morgenpost gesammelt.