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Ackermann in Wauthiers Abschiedsbrief erwähnt?

Wie viel Druck übte Josef Ackermann auf Pierre Wauthier aus?
Thinkstock / Getty Images

Es verdichten sich die Hinweise, wonach der hohe Druck seitens Verwaltungsratschef Josef Ackermann eine wichtige Rolle beim Suizid von Zurich-CFO Pierre Wauthier spielte, der diesen Montag bekannt wurde. In seinem Abschiedsbrief soll Wauthier Ackermann erwähnt haben. „Gerüchte über einen Abschiedsbrief“ kommentiere Zurich nicht, äußerte Angel Serna, Sprecher des Schweizer Versicherungskonzerns, nachdem Ackermann vorige Woche auf das Drängen von Wauthiers Familie zurückgetreten war.

Doch nun zitierte der Schweizer „Tagesanzeiger“ einen Zurich-Insider, der berichtet, Ackermann habe in Zurich einen „verstaubten Beamtenladen“ gesehen, während CEO Martin Senn den Erfolg des Unternehmens stets betonte. Ackermann habe kritisiert, dass die Lage bei Zurich nach innen und nach außen zu positiv dargestellt werde, jedoch „rein sachliche Kritik geübt“.

Doch nicht nur Ackermann, auch die Märkte übten offenbar Druck auf Wauthier aus. Die kommunizierten Hauptkennzahlen der vergangenen Quartale seien „schwächer als die zu Grunde liegenden Geschäftszahlen, und es gab häufiger rückwirkende Gewinnberichtigungen“, erklärte Peter Eliot, Versicherungsanalyst von Berenberg. In den vergangenen Monaten hatten unter anderem J.P.Morgan, Canaccord, Barclays und Nomura ihre Einschätzungen zur Zurich-Aktie gesenkt. Der Kurs der Zurich-Aktie fiel dadurch um rund 13 Prozent.

christiane.durner[at]finance-magazin.de