Mark von Laer wechselt von der Lürssen-Gruppe zum Grazer Anlagenbauer Andritz.

Andritz

06.02.17
CFO

Andritz wirbt Lürssen-CFO Mark von Laer ab

Lürssen-CFO Mark von Laer wechselt von dem Bremer Familienunternehmen zum börsennotierten Anlagenbauer Andritz. Der Kapitalmarkt ist für von Laer eine neue Erfahrung.

Der österreichische Anlagenbauer Andritz hat sich die Dienste von Mark von Laer gesichert. Dieser wird ab Anfang März als CFO die Ressorts Controlling, Treasury, Auftrags- und Projektfinanzierung, Recht sowie Compliance übernehmen. Mit der Berufung von Laers erweitert Andritz den Vorstand auf fünf Mitglieder.

Die CFO-Aufgaben hatte bislang Konzern-Chef Wolfgang Leitner inne, der weiterhin für die Ressorts Fertigung, Informationstechnologie, Personal, Interne Revision, Investor Relations und Kommunikation verantwortlich zeichnet.

Mark von Laer kommt von dem Bremer Familienunternehmen Lürssen, das Luxus-Yachten herstellt. Dort verantwortete der 1969 geborene Manager seit September 2014 als kaufmännischer Geschäftsführer gruppenweit die Finanzen. Lürssen hatte zuletzt auf sich aufmerksam gemacht, als die Bremer die kriselnde Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss vom Private-Equity-Investor Star Capital gekauft hat.

Lürssen hat laut neuesten Zahlen von 2015 aus dem Bundesanzeiger zuletzt 570 Millionen Euro Umsatz erzielt. Vor seinem Engagement bei Lürssen war Mark von Laer Geschäftsführer bei Kraftanlagen München und CFO beim Großanlagenbauer Lurgi, die beide nicht börsennotiert sind.

Andritz kämpft gegen sinkende Umsätze

Bei Andritz findet Mark von Laer erstmals ein kapitalmarktorientiertes Umfeld vor. Der Grazer Konzern ist seit 2001 an der Wiener Börse. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Ressorts Investor Relations und Kommunikation in den Händen von CEO Leitner bleiben.

Am Umsatz gemessen gehört Andritz einer anderen Größenordnung als Lürssen an. Andritz liefert Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die metallverarbeitende Industrie. In den ersten neun Monaten 2016 hat Andritz 4,2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das sind allerdings 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Speziell in den Sparten „Hydro“ und „Pulp & Paper“ (Zellstoff- und Papier) kämpft Andritz mit Umsatzrückgängen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 262 Millionen Euro.

jakob.eich[at]finance-magazin.de