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Boris Döbler wird neuer Stada-CFO 

Boris Döbler ist seit dem 1. Januar 2023 der neue CFO von Stada. Foto: Bernd Roselieb
Boris Döbler ist seit dem 1. Januar 2023 der neue CFO von Stada. Foto: Bernd Roselieb

Stada präsentiert zum Jahresstart einen neuen CFO: Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat Boris Döbler zum neuen Finanzvorstand bestellt. Die Bad Vilbeler setzen damit in zweierlei Hinsicht auf eine interne Nachfolgelösung: Döbler ist nicht nur schon seit vielen Jahren für die Hessen tätig, sondern hatte die Rolle als Finanzvorstand zudem bereits seit August 2022 interimistisch inne. 

Stada-CEO Peter Goldschmitt sieht in Döbler einen „idealen internen Kandidaten“, der für die Neubesetzung des CFO-Postens gefunden wurde. Döbler verfüge über „ausgeprägte finanzwirtschaftliche Kernkompetenzen in Disziplinen wie Rechnungswesen, Controlling, Finanzplanung und -berichterstattung, Finanzanalyse, Risikomanagement, M&A/Lizenzierung und Investor Relations“. In seinen vorherigen Positionen entwickelte Döbler zudem „starke Management- und Strategiekenntnisse“, heißt es aus Bad Vilbel.  

„Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen aus multinationalen und familiengeführten Unternehmen in der Gesundheits- und Konsumgüterindustrie einzubringen“, wird Döbler zitiert.

CFO Döbler kam über Teva zu Stada

Der künftige Stada-CFO Döbler ist seit April 2019 für den Pharmakonzern mit Sitz in Bad Vilbel tätig. Er stieg damals als CFO für Stada in Europa ein und wurde im März 2020 zum Group Vice President of Global Financial Planning & Analysis für das Unternehmen ernannt.  

Die Pharmabranche kennt Döbler sehr gut: Zu Beginn seiner Karriere arbeitete Döbler als Finanzanalyst bei Procter & Gamble. Es folgte eine Station bei dem Lebensmittelkonzern Allgäu Fleisch als COO, CFO und Miteigentümer. Ab 2009 war Döbler wieder für Procter & Gamble tätig – nun als Finanzmanager für den Pharmaceuticals-Bereich bei P&G und betreute von 2011 bis 2015 das Joint Venture PGT Healthcare OTC zwischen Procter & Gamble und dem israelischen Arzneimittelhersteller Teva.  

2015 stieg Döbler dann als CFO für die Beneluxstaaten und Nordeuropa bei Teva ein, bevor er 2019 zu Stada wechselte. Insgesamt blickt Döbler nach Angaben von Stada auf über 20 Jahre Erfahrung in Führungspositionen bei großen Pharma-, Gesundheits- und Konsumgüterunternehmen. 

Bei den Bad Vilbelern hat Döbler auch bereits einen guten Eindruck hinterlassen: Döbler hat laut Stada maßgeblich dazu beigetragen, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23 Prozent verzeichnen konnte. Dies lag „deutlich über dem Industrieschnitt“, betonen die Hessen.

Plötzlicher Tod von Ex-Stada-CFO Ollig

Döbler folgt als CFO bei Stada auf Wolfgang Ollig, der im August vergangenen Jahres unerwartet während einer Radtour durch den Taunus verstorben war. Die Polizei schloss Fremdeinwirken als Todesursache aus und nannte gesundheitliche Probleme als Todesursache.  

Ollig ist 54 Jahre alt geworden und hatte als CFO das Wachstum des Arzneimittelkonzerns durch eine expansive M&A-Strategie maßgeblich vorangetrieben, zuletzt unter anderem durch die Übernahme eines Medikamentenportfolios von Takeda Pharmaceutical aus Japan für umgerechnet rund 550 Millionen Euro.

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