Markus Rolle und der Telekommunikationskonzern Telefonica Deutschland haben sich auf eine dreijährige Vertragsverlängerung geeinigt.

Telefonica Deutschland

30.10.19
CFO

CFO-News: Telefonica Deutschland, Werhahn, Henkel

Telefonica-Deutschland-CFO Markus Rolle darf bleiben, Finanzchefin Kathrin Dahnke verlässt Werhahn und bei Henkel kommt es zu einem Führungswechsel – Die CFO-News der Woche.

Telefonica Deutschland verlängert mit CFO Markus Rolle

Der Telekommunikationskonzern Telefonica Deutschland setzt auf Kontinuität und verlängert den Vertrag von Finanzchef Markus Rolle um drei weitere Jahre bis Juli 2023, wie das börsennotierte Münchener Unternehmen mitteilte. Rolle ist seit August 2017 CFO von Telefonica Deutschland. Zuvor agierte er drei Jahre lang als Director Controlling.

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Markus Rolle, Telefonica Deutschland Holding AG

Markus Rolle startet seine berufliche Karriere 2001 beim Mobilfunkanbieter E-Plus, wo er zunächst als Business Analyst im Controlling tätig ist. Dort steigt der Manager schrittweise auf: Ab 2004 bekleidet der Diplom-Kaufmann verschiedene leitende Positionen im Finanzbereich der E-Plus-Gruppe und des damaligen niederländischen Eigentümers KPN. Bei E-Plus arbeitet Rolle unter anderem als Director Controlling, bei KPN als CFO des Bereichs Consumer Mobile.

Von November 2013 bis September 2014 fungiert Rolle als Integration Manager im Post-Merger-Integrationsprozess zwischen Telefonica Deutschland und E-Plus. Im Anschluss leitet Rolle das gruppenweite Controlling. Im August 2017 steigt der Manager zum CFO von Telefonica Deutschland auf.

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Der Manager startete seine berufliche Karriere 2001 beim Mobilfunkanbieter E-Plus, der 2013 von Telefonica Deutschland übernommen wurde. Neben Rolle wurden auch die Verträge von Chief Consumer Officer Wolfgang Metze, Chief Partner and Wholesale Officer Alfons Lösing, Chief Officer for Legal and Corporate Affairs Valentina Daiber, sowie Chief Human Resources Officer Nicole Gerhardt verlängert.

Werhahn muss sich neuen Finanzchef suchen

CFO Kathrin Dahnke wird das Familienunternehmen Werhahn zum Jahresende verlassen. Die Neusser teilten vergangene Woche mit, dass das Ausscheiden in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat erfolge. Die Gründe des Weggangs und wohin es die 59-Jährige zieht, gibt das Unternehmen nicht bekannt. Sie wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung widmen, heißt es in der Mitteilung weiter. Dahnke kam im April 2014 als erste Frau in den Vorstand des mehr als 175 Jahre alten Familienunternehmens. Zuvor war sie in leitenden Finanzpositionen bei dem Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori Seiki und dem Prothesenhersteller Ottobock tätig. Die studierte Betriebswirtin begann ihre Karriere 1982 im Beteiligungscontrolling bei Beiersdorf.

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Kathrin Dahnke, Wilh. Werhahn KG

Kathrin Dahnke startet ihre Karriere 1982 im Beteiligungscontrolling bei Beiersdorf und leitet dort später die Finanzabteilung.  1987 wechselt sie in die M&A-Beratung der West LB. Von 1995 bis 2005 leitet sie die Geschäfte des Finanzbereichs des Familienunternehmens Otto Bock. 2005 wechselt Dahnke als Finanzdirektorin zum Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister

Von Mai 2010 bis März 2014 ist Dahnke Vorstandsmitglied für die Ressorts Controlling, Finanzen, Rechnungswesen, Steuern und Risikomanagement und Versicherungen bei Gildemeister und später bei DMG Mori Seiki, wie Gildemeister seit dem Zusammenrücken mit der japanischen Mori Seiki-Gruppe heißt. Seit dem 1. April 2014 ist Dahnke Finanzvorstand bei dem Familienunternehmen Werhahn. Im Oktober 2019 wird bekannt, dass sie das Unternehmen zum Jahresende verlässt.

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Henkel befördert CFO Carsten Knobel zum CEO

Der bisherige Vorstandsvorsitzende von Henkel Hans Van Bylen wird den Konsumgüterhersteller nach rund 35 Jahren Tätigkeit im Unternehmen verlassen. Er stehe aus persönlichen Gründen nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung und wird den Vorstandsvorsitz zum 1. Januar 2020 abgeben, teilte Henkel mit. Auf den Chefposten rückt an seine Stelle Henkel-CFO Carsten Knobel. Wer wiederum seine Nachfolge als Finanzvorstand antritt, ist noch nicht bekannt.

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Carsten Knobel, Henkel AG

Carsten Knobel startet seine berufliche Karriere 1995 als Assistent des damaligen Forschungsvorstands bei Henkel. Es folgt der Wechsel ins Controlling, wo er einige Jahre das internationale Marketing-Controlling der strategischen Geschäftseinheit Haar im Unternehmensbereich Kosmetik und Körperpflege (heute Beauty Care) leitet. Von 2000 bis 2002 ist Knobel innerhalb des Kosmetik-Geschäfts für das Controlling in den Regionen Nordamerika, Lateinamerika und Asien zuständig. 2002 verantwortet er als International Marketing Manager die Schwarzkopf-Marke Taft. 2003 wird er Direktor für Business Development im Geschäftsbereich Kosmetik und Körperpflege.

Ab 2006 leitet Knobel als Corporate Vice President die Konzernstrategie und das Konzerncontrolling von Henkel. 2009 steigt er zum Corporate Senior Vice President auf und übernimmt zusätzlich die Funktion des Finanzdirektors für den Unternehmensbereich Kosmetik und Körperpflege. Im Juli 2012 wird Carsten Knobel als CFO in den Vorstand berufen. Dort verantwortet er neben dem Unternehmensbereich Finanzen auch die Bereiche Einkauf und Integrated Business Solutions. Im Oktober 2019 wird Knobel zum Henkel-Chef befördert, seinen Posten tritt er im Januar 2020 an.

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Knobel ist ein Henkel-Eigengewächs: Er stieg 1995 als Assistent des Vorstandes für Forschung und Entwicklung ein. Danach folgten Tätigkeiten in den Bereichen Beauty Care, M&A und Controlling sowie im operativen Geschäft. Nach den Aufgaben als Leiter der Konzernstrategie und des Konzerncontrollings sowie als Finanzdirektor des Bereichs Beauty Care wurde Knobel schließlich 2012 zum Finanzvorstand ernannt. 

Weitere Personalien

Die Westfalen Gruppe hat Jesko von Stechow zum neuen Finanzvorstand berufen. Der 43-Jährige wird seinen CFO-Posten am 2. Januar 2020 antreten. Er folgt damit auf Torsten Jagdt, der das Technologieunternehmen im Bereich Energiewirtschaft zum Jahresende aus persönlichen Gründen verlassen wird. Neu-CFO von Stechow war zuletzt Geschäftsführer der Osram-Tochtergesellschaft Siteco. Davor hat er unter anderem als CFO für Tochterunternehmen und Geschäftsbereiche von Osram gearbeitet. Seinen beruflichen Werdegang begann er in der Konzernstrategie von Siemens.

Der Touristikkonzern Tui Deutschland macht sein Eigengewächs Susanne Gauglitz zur Finanzchefin. Zum 1. November wird sie Geschäftsführerin Finanzen von Tui Deutschland sowie CFO Central Region, die Österreich, Schweiz und Polen abdeckt. Gauglitz stieg direkt nach ihrem Studium in den Tui-Konzern ein. Seit 2009 ist sie für das Controlling und Riskmanagement der Central Region verantwortlich. Darüber hinaus übernahm sie ab 2011 zusätzliche Aufgaben als CFO von Tui Vertrieb & Service. Gauglitz folgt auf Mathias Kiep, der die Position als Group Director Investor Relations & Corporate Finance bei der Konzernmutter übernehmen wird.

CFO Thomas Mayer und sein Arbeitgeber Hirschmann Automotive haben sich getrennt. Wie der Vorarlberger Automobilzulieferer gegenüber FINANCE bestätigte, ging die Entscheidung offenbar vom Aufsichtsrat aus. Demnach seien unterschiedliche Standpunkte zwischen Mayer und dem Kontrollgremium Grund für die Trennung gewesen. Nähere Informationen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Auch über einen möglichen Nachfolger gibt es keine Informationen. Der Unternehmenswebsite zufolge ist COO Markus Ganahl offenbar derzeit für den Bereich Finance verantwortlich. Mayer war seit 2007 CFO von Hirschmann.

Der 1. FC Kaiserslautern verliert seinen Finanzchef: Michael Klatt verlässt den Fußballverein auf eigenen Wunsch zum Jahresende. In den vergangenen Wochen waren bereits sechs Aufsichtsräte zurückgetreten und auch der auslaufende Vertrag von Sportchef Martin Bader wurde nicht verlängert. Erst im Dezember soll auf einer Mitgliederversammlung ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, der dann einen Nachfolger für Klatt bestimmt. Klatt ist seit vier Jahren als CFO für den taumelnden Fußball-Drittligisten tätig.

Banijay Deutschland hat einen neuen Finanzchef: Michael Laegel ist als CFO in die Geschäftsführung der Fernsehproduktionsgruppe, zu der aktuell Brainpool, Banijay Productions und Good Times gehören, berufen worden. Der 46-Jährige ist seit 2005 kaufmännischer Leiter bei Brainpool und verantwortete davor das Konzerncontrolling von Viva Media. Neben Laegel ist auch Knut Kremling als COO in das Managementteam von Banijay berufen worden.

Der Vorstand von Sanochemia Pharmazeutika verkleinert sich von vier auf drei Mitglieder. Wie das österreichische Pharmaunternehmen mitteilte, wird im Zuge des Vorstandumbaus CFO Stefan Welzig zum 1. Januar 2020 ausscheiden, um sich zukünftig auf den Ausbau der Herstellung von Arzneimittelwirkstoffen am Produktionsstandort in Neufeld konzentrieren zu können. Wer Welzigs Aufgaben als CFO künftig übernimmt, gibt das Unternehmen nicht bekannt.

dominik.ploner[at]finance-magazin.de

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