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Dennis Schulze wird CFO bei H.C. Starck

Dennis Schulze ist ein Finanzchef mit Private-Equity-Erfahrung. Er war Managing Dirctor beim PE-Investor Carlyle und bereitete als Douglas-CFO Advents Exit vor. Bei H.C. Starck erwartet Schulze eine ähnlich komplexe Aufgabe.
Douglas

Der Chemiehersteller H.C. Starck bekommt einen neuen Finanzchef. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag mitteilte, wird Dennis Schulze das Amt von Matthias Schmitz übernehmen, der H.C. Starck nach nur zweieinhalb Jahren wieder verlässt.

Dennis Schulze kennt H.C. Starck aus seiner Zeit als Investmentmanager bei Carlyle. Von 1999 bis 2012 war er bei dem Finanzinvestor tätig, zuletzt als Managing Director. Schon damals war H.C. Starck im Besitz von Carlyle und Advent.

Von Carlyle aus wechselte Dennis Schulze als Finanzchef zum Douglas-Konzern, der damals im Besitz von Advent war. Dort spaltete er zunächst das Modehaus AppelrathCüpper, dann den Süßwarenhersteller Hussel, den Schmuckhändler Christ und zuletzt den Buchhändler Thalia ab und konzentrierte das Unternehmen damit ganz auf das Geschäft mit Parfüms. Der Exit gelang vergangenes Jahr über einen Verkauf an CVC.

Dennis Schulze war bei Carlyle für H.C. Starck verantwortlich

Wie FINANCE von einer mit der Sache vertrauten Person erfahren hat, war Schulze bei Carlyle für H.C. Starck verantwortlich. Das passt zu dem Satz, mit dem H.C. Starck-CEO Engelbert Heimes sich in der Pressemitteilung zu Schulzes Berufung zitieren lässt: Schulzes „langjährige und vielseitige Erfahrungen mit Private Equity und in Finanzierungsfragen sind für die weitere Entwicklung der ihm aus seiner Zeit bei Carlyle bereits bekannten H.C. Starck-Gruppe von großem Wert“, so Heimes.

Anzunehmen ist, dass Schulze das Unternehmen jetzt reif für einen Ausstieg der Finanzinvestoren machen soll. Nach mehreren missglückten Exits sind die beiden Private-Equity-Häuser auch rund zehn Jahre nach dem 1,2 Milliarden Euro teuren Einstieg noch die Eigentümer von H.C. Starck. Damit liegt die Haltedauer schon jetzt weit über der Zeitspanne von fünf bis sieben Jahren, die Private-Equity-Eigner anstreben.

Offenbar sind sowohl Advent als auch Carlyle davon überzeugt, dass Schulze der Richtige ist, um H.C. Starck auf einen Verkauf oder Börsengang vorzubereiten. Zuletzt schnürten die beiden PE-Investoren für das Unternehmen ein Refinanzierungspaket über insgesamt 700 Millionen Euro, das neben einer revolvierenden Kreditlinie über 60 Millionen Euro auch einen langfristigen Kredit über 375 Millionen Euro sowie ein Second-Lien-Darlehen im Volumen von 130 Millionen Euro und einen Mezzanine-Kredit über 132 Millionen Euro umfasste.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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