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EWE baut Vorstand um

EWE

Der Oldenburger Versorger EWE baut seinen Vorstand um. Das Gremium soll künftig aus fünf Mitgliedern bestehen, teilte das Unternehmen das mit rund sieben Milliarden Euro Umsatz zu den größeren Energieunternehmen in Deutschland gehört. Werner Brinker wird wie bisher als CEO an der Spitze des Versorgers stehen, zusätzlich allerdings noch das Ressort Infrastruktur übernehmen. Auch Heiko Sanders nimmt das Amt des Finanzvorstands weiterhin wahr. Er gehört seit Juli 2011 dem EWE-Vorstand an und ist für die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, Finanzen und Investor Relations zuständig. Vor seiner Berufung zum CFO hatte Sanders verschiedene leitende Funktionen bei EWE inne, zuletzt war er Vorstandsmitglied der EWE Energie. Vor seinem Wechsel zu EWE war er für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig.

Neben CEO und CFO soll es bei EWE in Zukunft auch noch einen für den Personalbereich verantwortlichen Vorstand sowie weitere sogenannte geschäftsbereichsverantwortliche Vorstandsmitgliedern geben. Die Bereiche Erzeugung, Infrastruktur und Vertrieb und die dazugehörigen Tochtergesellschaften werde jeweils ein Vorstandsmitglied verantworten, teilte EWE mit. Für das Geschäft der Stromerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen wird Torsten Köhne spätestens ab dem 1. Januar 2013 zuständig sein. Er beerbet in dieser Position Willem Schoeber, der zum 31. Mai 2013 altersbedingt aus dem Vorstand ausscheiden. Ab diesem Zeitpunkt wird Köhne auch das Auslandsgeschäft verantworten. Einen Vertriebsvorstand sucht EWE derzeit noch extern. Interimsweise wird CEO Brinker diesen Bereich zusätzlich übernehmen. Es ist derzeit auch noch offen, wer im Vorstand künftig die Bereiche Personal und IT verantworten wird. Allerdings liegt das IT-Ressort immer häufiger auch bei den CFOs der Unternehmen. Lesen Sie hierzu auch den Artikel Das ungeliebte Kind.

Die angekündigten Vorstandsveränderungen will das Energieunternehmen eigenen Angaben zufolge in den kommenden Monaten sukzessive umsetzen. „Die neue Struktur soll schnellere und marktnähere Entscheidungen ermöglichen“, begründete EWE diesen Schritt. EWE-Chef Brinker erklärt einer Mitteilung zufolge, dass diese Schritte Teil eines notwendigen Prozesses seien, mit dem man auf massive Veränderungen in den Märkten reagiere. Die deutschen Energieunternehmen stehen durch die Energiewende der Bundesregierung momentan unter großem Druck.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

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Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.