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IKB-Chef geht wegen US-Subprime-Krise

(sta) Die Krise auf dem amerikanischen Immobilienkreditmarkt fordert mit IKB-Vorstandssprecher Stefan Ortseifen ihr erstes prominentes Opfer. Ortseifen gibt sein Amt mit sofortiger Wirkung auf, da die Subprime-Loan-Krise den IKB-gemanagten Verbriefungskanal Rhineland Funding stark gefährdet.

Die IKB lief Gefahr, ihre Liquiditätslinien für das Conduit Rhineland Funding in Anspruch nehmen zu müssen und damit ihr Rating zu gefährden. Die KfW, die mit 38 Prozent der größte Aktionär der IKB ist, werde deshalb in die Liquiditätslinien gegenüber Rhineland Funding eintreten und darüber hinaus die IKB gegen weitere Risiken abschirmen. Aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen wird die IKB laut Pressemitteilung ihre bisherige Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2007/2008 in Höhe von 280 Millionen Euro nicht aufrechterhalten können. Der Aktienkurs der IKB brach daraufhin zwischenzeitlich um 25 Prozent ein.

Ortseifens Nachfolger wird zunächst KfW-Vorstandsmitglied Stefan Bräunig, der sein Amt bei der KfW aber behält. Da gleichzeitig KfW-Direktor Dr. Dieter Glüder ebenfalls in den IKB-Vorstand berufen wurde, hat sich die Förderbank aus Frankfurt nun einen starken Einfluss auf das operative Geschäft gesichert.

 

Quellen: IKB, KfW, FINANCE

 

 

 

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