Kion

27.03.18
CFO

Kion macht E.on-Managerin zur Finanzchefin

Der Gabelstaplerhersteller Kion hat mit Anke Groth eine Nachfolgerin für seinen scheidenden Finanzchef Thomas Toepfer gefunden. Groth war zuvor CFO bei der UK-Tochter des Energiekonzerns E.on.

Anke Groth wird die neue Finanzchefin des Gabelstaplerherstellers Kion. Das hat das Unternehmern mit Sitz in Wiesbaden in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Die 47-Jährige ist demnach bereits in den Vorstand des MDax-Unternehmens berufen worden und wird ihre Arbeit am 1. Juni 2018 aufnehmen. Groth erhält einen Vertrag über fünf Jahre.

Sie folgt auf den aktuellen Kion-CFO Thomas Toepfer, der das Unternehmen zum 31. März 2018 auf eigenen Wunsch verlässt und künftig die Finanzen des Werkstoffherstellers Covestro verantworten wird.

Die Finanzexpertin kommt von der Großbritannien-Tochter des Energiekonzerns E.on, wo sie ebenfalls CFO war. Bei den Hessen wird sie neben den Finanzen auch die Bereiche Controlling, Accounting, Steuern, Corporate Finance, Legal, Investor Relations, IT sowie die M&A-Aktivitäten des Unternehmens verantworten. Zudem wird sie die Funktion der Arbeitsdirektorin bekleiden und damit die Verantwortung für den Personalbereich und die Bereiche Health, Safety und Environment übernehmen.

Kion ist dritte CFO-Station für Anke Groth

Anke Groth kam bereits 2006 zu E.on und durchlief verschiedene Führungspositionen innerhalb des Energiekonzerns. Sie arbeitete unter anderem im Group Management und als Bereichsleiterin Investor Relations. Außerdem war sie Abteilungsleiterin M&A und der Managementberatung International von E.on Ruhrgas.

Ihren ersten CFO-Posten bekleidete die studierte Betriebswirtin bei der spanischen Tochtergesellschaft des Energiekonzerns. Bevor Groth zu E.on kam, war sie Projektmanagerin in der Konzernentwicklung dem Dortmunder Energieversorger VEW.

Kion mit Rekordergebnis in 2017

Der abgetretene Finanzchef Thomas Toepfer überlässt Anke Groth ein Unternehmen, das 2017 bei einem Umsatz von 7,65 Milliarden Euro ein neues Rekordergebnis verzeichnete. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 37 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) machte mit einem Anstieg um 43 Prozent auf 765,6 Millionen Euro einen ordentlichen Sprung nach oben.

Einen wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung hatte die Akquisition des US-Logistikspezialisten Dematic im Jahr 2016. Um den 3,25 Milliarden Dollar schweren Deal finanzieren zu können, hatte CFO Toepfer erst durch eine Kapitalerhöhung 603 Millionen Euro und schließlich im Rahmen eines Schuldscheindebüts weitere 958 Millionen Euro eingesammelt.

andreas.mehring[at]finance-magazin.de